<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268</id><updated>2012-02-17T04:26:56.069+01:00</updated><title type='text'>Ja, wo liefen sie denn? Galopprenngeschichten</title><subtitle type='html'>In diesem Blog gibt es Rückschauberichte und Geschichten zum Thema Galopprennsport in Deutschland. Angeregt durch Jahrestage wird von Pferden, Jockeys, Trainern und Besitzern erzählt, von großen Rennen und denkwürdigen Anekdoten und denen, die das Leben auf der Rennbahn mit Erinnerungen gefüllt haben.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>29</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-5983668265946867122</id><published>2011-10-17T21:53:00.002+02:00</published><updated>2011-10-18T16:51:42.173+02:00</updated><title type='text'>Favoritin für den Winter</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Seit gestern Nachmittag steht fest, welcher Zweijährige mit dem ebenso ehren- wie hoffnungsvollen Titel des Winterfavoriten 2011 (hoffentlich gut!) überwintern darf. Tai Chi hat das große Rennen in Köln-Weidenpesch gewonnen und damit zumindest mich doch einigermaßen überrascht. Aber ein würdiger Sieger ist er dennoch, und mit seinem Erfolg setzt er eine lange Serie fort, denn seit über dreißig Jahren wurde diese wichtige Prüfung für den Rennbahn-Nachwuchs stets von einem Hengst gewonnen. Bis ins Jahr 1980 muss man zurückgehen, um mit der Röttgenerin Anna Paola eine Winterfavorit&lt;b&gt;&lt;u&gt;i&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;n statt eines Winterfavorit&lt;b&gt;&lt;u&gt;e&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;n zu finden. Und wiederum genau zehn Jahre vor dieser Stute, die im folgenden Jahr immerhin den Preis der Diana gewinnen konnte, hatte es bereits schon einmal eine Winterfavoritin in den traditionellen Röttgener Rennfarben gegeben. Ihre Geschichte, die am 17. Oktober 1970 einen Höhepunkt erreichte, habe ich vor einem Jahr bereits aufgeschrieben. Hier folgt die leicht überarbeitete Version:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;Es war einmal vor 41 Jahren&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Sie war eine kleine Hübsche mit einer interessant geformten, langen Blesse, eine, die auf den erhaltenen Schwarz-Weiß-Bildern mit augenscheinlicher Begeisterung und viel Engagement galoppiert und dabei weit die Ohren spreizt… und sie hatte einen äußerst amüsanten Namen: Widschi.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-rC5nx3dYrsQ/TpyB-zUYI5I/AAAAAAAAADU/1uHbwvCtAZk/s1600/Scan_Pic0001.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="181" src="http://2.bp.blogspot.com/-rC5nx3dYrsQ/TpyB-zUYI5I/AAAAAAAAADU/1uHbwvCtAZk/s320/Scan_Pic0001.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Winterfavoritin Widschi auf dem Weg zum Sieg&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Am 17. Oktober 1970, gewann Widschi für ihr Heimatgestüt Röttgen das Rennen, das gestern Nachmittag wieder in Köln ausgetragen wurde, und avancierte zur… nun ja, zur Winterfavorit&lt;u&gt;in&lt;/u&gt;, einer Ehre, die nur wenigen zweijährigen Stuten bislang zuteil wurde. Üblicherweise geben nämlich die Hengste in dieser hochrangigen Traditionsprüfung für zweijährige Hoffnungsträger den Ton an. Auch im Jahre 2011 war das nicht anders, denn es kam überhaupt keine Stute an den Start. Seit Widschis Sieg hat es ihr auch erst eine Geschlechtsgenossin gleichgetan, nämlich Anna Paola, ebenfalls eine Röttgenerin, die das Rennen 1980 gewinnen konnte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Mit ihrem Kölner Sieg, der gegen den späteren Derby-Sieger Lauscher und den Hengst Naipur (im folgenden Jahr Vierter im Derby) ausgesprochen komfortabel ausfiel, trat die kleine Widschi zudem in die Fußstapfen ihres Vaters Dschingis Khan, der 1963 bereits zum Winterfavoriten avanciert war. Mitte der Geraden, so vermerkt es das Album des Rennsports, hatte sich eine Lücke aufgetan, Widschi – gesteuert von keinem Geringeren als dem großen französischen Jockeyidol jener Tage Yves Saint-Martin – hatte sie genutzt und war dem Feld rasch enteilt.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://buergerverein-wahnheidelind.de/gestuet%20roettgen/bilder/5300.jpg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="213" src="http://buergerverein-wahnheidelind.de/gestuet%20roettgen/bilder/5300.jpg.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Röttgen - Heimat von Widschi, Anna Paola und vieler anderer ausgezeichneter Rennpferde&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und dabei war die Siegerin, die im Absattelring von der in einen kostbaren Pelz gehüllten Maria Mehl-Mülhens liebevoll gestreichelt wurde, eigentlich gar nicht die große Hoffnung des Gestüts für die Zweijährigensaison gewesen. Diese Rolle kam einem Hengst namens Guardi zu, der auch nicht enttäuscht hatte, aber kurz vor dem Winterfavoriten wegen eines warmen Beins im Stall bleiben musste. So musste eben Widschi in die Bresche springen und bekam dann auch den französischen Star-Jockey in den Sattel gehoben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://perlbal.hi-pi.com/blog-images/632842/gd/1277122169/la-championne-ALLEZ-FRANCE-monte-par-le-jockey-vedette-yves-saint-martin.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="251" src="http://perlbal.hi-pi.com/blog-images/632842/gd/1277122169/la-championne-ALLEZ-FRANCE-monte-par-le-jockey-vedette-yves-saint-martin.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Widschis Reiter Jockey-Idol Yves Saint-Martin, hier im Sattel von Allez France&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Stute hatte zu jenem Zeitpunkt bereits eine recht ambitionierte Saison hinter sich gebracht, obwohl sie erst am 21. Mai 1968, und damit vergleichsweise spät im Jahr, das Licht der Welt erblickt hatte. Sie war so früh wie überhaupt nur möglich für eine Zweijährige, nämlich im Versuchsrennen der Stuten im Juni 1970 in Köln, debütiert, hatte gleich gewonnen und sich auch bereits das renommierte Sierstorpff-Rennen in Dortmund und das Horster Criterium an die Fahnen geheftet. Einzig im Ratibor-Rennen hatte sie sich nicht platzieren können, und im Preis der Winterkönigin fehlte ihr lediglich eine Halslänge, um diesen beeindruckenden Resultaten noch einen weiteren Sieg hinzuzufügen. Der Start im Preis des Winterfavoriten bedeutete so aber für die Zweijährige bereits den sechsten (!) Rennbahnauftritt. Da kann nicht einmal der Winterfavorit des Jahres 2011 Tai Chi, der es immerhin auf fünf Rennen brachte, von denen er vier gewinnen konnte, konkurrieren.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zu viel, zu früh? Darüber kann man natürlich höchstens spekulieren. Nach dem Preis des Winterfavoriten bezog Widschi jedenfalls Winterquartier und meldete sich gleich beim folgenden Rennen am 23. Mai 1971 in Gelsenkirchen-Horst mit einem erneuten Sieg zurück. Die Stute, nunmehr klassische Siegerin, denn dieses Rennen war keine geringere Konkurrenz als das Henckel-Rennen gewesen, hatte offenbar nichts verlernt. Ihr beträchtlicher Anhang konnte also weiterhin größte Hoffnungen auf die Dreijährigen-Saison der Röttgenerin hegen. Von Guardi, ihrem Stallgefährten, der noch deutlich besser gewesen sein soll als sie, sprach man 1971 nicht mehr.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Allerdings war auch Widschi nach ihrem triumphalen Jahresdebüt kein Rennbahn-Glück mehr beschieden. Im Gegenteil… Sie war plötzlich immer wieder krank und fieberte, so dass zwei geplante Starts auf höchster Ebene im Union-Rennen und im Preis der Diana abgesagt werden mussten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Erst im Deutschen Derby am 4. Juli 1971 bekam das Rennbahnpublikum Widschi wieder zu Gesicht, und ihre Stellung als zweite Totofavoritin hinter dem Union-Sieger Florino mit 48:10 verdeutlicht das große Vertrauen, dass die Wetter trotz der vergleichsweise langen Pause in die fantastische Stute setzten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/1971/27/dollar-fuer-das-derby"&gt;ZEIT-Artikel vor dem Derby 1971&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Derbysiegerin wurde Widschi jedoch nicht. Diese Ehre ging an Lauscher, den sie bereits im Preis des Winterfavoriten geschlagen hatte. Die Stute kam, nachdem sie sich beim Start den Kopf gestoßen und verspätet abgesprungen war, weit hinter dem Sieger ins Ziel, hatte aber noch eine große Aufholjagd gestartet, so dass sie sich immerhin auf den zwölften Platz im Siebzehnerfeld vorkämpfte. Das aber war wohl zu viel für sie gewesen, denn unmittelbar nach dem Zieleinlauf ereignete sich im Horner Bogen ein dramatischer Zwischenfall, als Widschi urplötzlich wie ein Stein zu Boden ging. Das heftig bewegte Publikum, das den Vorfall aus nächster Nähe beobachten konnte, musste denken, dass die Stute tot war, denn sie bewegte sich zunächst lange nicht und gab auch keine Lebenszeichen von sich. Für zusätzliche Entrüstung sorgte noch die Tatsache, dass in all der Aufregung nach dem gerade erst entschiedenen Derby der Tierarzt lange auf sich warten ließ, ehe er sich um Widschi kümmern konnte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Schließlich – und zur unendlichen Erleichterung der vielen besorgten Zuschauer – stand Widschi doch wieder auf und ließ sich führen. Dennoch dauerte es sehr lange, bis sie wieder gesund wurde. Eine Rennbahn hat die Röttgenerin anschließend nicht mehr betreten können, und so betitelte das Album des Rennsports Widschi auch als „Klasse-Stute ohne Glück“. Diese Charakterisierung blieb ihr leider auch in ihrer wenig erfolgreichen Zucht-Karriere i n ihrem Heimatgestüt treu. Widschi, in deren mütterlicher Linie sich so erfolgreiche Rennpferde wie Woge, Wicht und Waldcanter finden, brachte es nur auf eine Handvoll Fohlen, von denen keines auch nur entfernt an ihre Glanztaten auf der Rennbahn anknüpfen konnte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Auf der Rennbahn aber, damals vor einundvierzig Jahren, war sie die Größte gewesen!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-5983668265946867122?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/5983668265946867122/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/10/seit-gestern-nachmittag-steht-fest.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/5983668265946867122'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/5983668265946867122'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/10/seit-gestern-nachmittag-steht-fest.html' title='Favoritin für den Winter'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-rC5nx3dYrsQ/TpyB-zUYI5I/AAAAAAAAADU/1uHbwvCtAZk/s72-c/Scan_Pic0001.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-583883430121459583</id><published>2011-10-16T01:41:00.005+02:00</published><updated>2011-12-07T21:46:15.246+01:00</updated><title type='text'>Benzolring mit Aminogruppe mal drei</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Umzugsbedingt hatte dieser Blog eine Weile lang Pause, aber nachdem nun auch die Küche montiert ist und fast (!) alle Kartons ausgeräumt sind, kann es hier munter weitergehen. In der Zwischenzeit hat Danedream als frische Arc-Siegerin die deutsche Galopperwelt begeistert und zumindest ein wenig für mehr Medienpräsenz unseres tollen Sports gesorgt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wenn eins der wichtigsten Rennen eines Landes – oder gar das allerwichtigste überhaupt wie im aktuellen Fall des Prix de l’Arc de Triomphe 2011 – von einem ausländischen Gast „entführt“ wird, können die Reaktionen der Einheimischen schon einmal eher verhalten ausfallen. Meistens haben sie sich ja doch den Sieg eines ihrer „eigenen“ Pferde gewünscht. Dies ist wohl nur natürlich – und doch gibt es unter solchen weitgereisten Vierbeinern dann auch manchmal derart große Stars, dass ihre Herkunft an Bedeutung verliert und es ihnen gelingt, auch das heimische Publikum zu begeistern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Um dieses Ziel zu erreichen, sind Siege in Serie natürlich ein besonders geeigneter Weg. In Deutschland demonstrierte dies wie kaum ein anderes Rennpferd vor immerhin über vierzig Jahren ein Gast, der sogar mehrfach eine besonders weite Anreise hinter sich bringen musste, um zu gewinnen… und zu gewinnen… und zu gewinnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; line-height: 115%;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal... vor 45 Jahren&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Er war (nicht unbedingt sehr poetisch) nach einem Benzolring mit einer Aminogruppe benannt, doch das Kölner Publikum störte sich wenig daran, denn in den Jahren 1965 bis 1967 gelang diesem Pferd namens Anilin im damals noch sehr jungen, aber äußerst ambitionierten Weidenpescher Prestige-Rennen, dem 1963 ins Leben gerufenen Preis von Europa, ein lupenreiner Hattrick. Und wenn nicht schon seine exotische Herkunft den in seiner Heimat Russland und den umliegenden Ländern des Ostblocks ungeschlagenen Hengst für die Kölner zu etwas Besonderem gemacht hätte, so tat dies spätestens seine Weltenbummler-Tour, die den 1961 geborenen Anilin außer nach Köln unter anderem auch noch nach Paris und Washington D.C. führte. Und das mitten im Kalten Krieg…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.chem.purdue.edu/gchelp/molecules/anilin.gif" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.chem.purdue.edu/gchelp/molecules/anilin.gif" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Anilin als Chemie-Piktogramm... Da ziehe ich doch die vierbeinige Variante deutlich vor!&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;Anilin scheinen mögliche politische Hintergründe seiner Auftritte auf westlichen Rennbahnen jedoch nicht großartig gekümmert zu haben, denn fast überall, wo er im Westen antrat, konnte er ähnlich wie in seiner Heimat überzeugen. Wen wundert es, dass er für die Sowjetunion zu einem vierbeinigen Werbeträger wurde, der außer stattlichen Geldpreisen in begehrten Devisen nebenbei auch noch etwas für den Ruhm des Landes tun sollte?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.sporthorse-data.com/horse/764334/363/Horse_Anilin-_3big.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="230" src="http://www.sporthorse-data.com/horse/764334/363/Horse_Anilin-_3big.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Eins der wenigen verfügbaren Bilder des vierbeinigen Anilin&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;Wer genau nun hinter den gerade in den Sechzigern regelmäßig erfolgenden Expeditionen sowjetischer Pferde ins westliche Ausland steckte, ist aus den Quellen nicht ganz eindeutig zu ermitteln – ebenso wie der Trainer, der letztlich für die lukrativen Treffer von Anilin verantwortlich war. Mal ist von einem Leiter des staatseigenen Vollblutkollektivs namens Rogalewitsch die Rede, dann wieder von Staatstrainer Pjotr Parischew. Der Rennkalender des Jahres 1965 vermerkt als Trainer einen Herrn namens W. Schimschirt, während in den beiden folgenden Jahren der siegreiche Jockey Nikolai Nassibow auch zugleich an der Stelle des Trainers angegeben ist.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://nd01.jxs.cz/766/877/d3f75a0266_3844308_o2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://nd01.jxs.cz/766/877/d3f75a0266_3844308_o2.jpg" width="212" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Geniales Gespann: Nikolai Nassibow und Anilin&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;Fest steht allerdings offenbar, dass die Verantwortlichen der sowjetischen Vollblutzucht Ende der Fünfziger und Anfang der Sechziger Jahre intensiv in die Leistungsverbesserung ihrer vierbeinigen Stars investierten. Geradezu wissenschaftlich muten die Schilderungen eines scheinbar detailliert informierten SPIEGEL-Journalisten an, der die verschiedenen Strategien schildert, die eingesetzt wurden, um am Ende Pferde zu züchten und zu trainieren, die nicht nur im Westen konkurrenzfähig waren, sondern bei ihren Ausflügen durchaus auch einmal der „kapitalistischen“ Konkurrenz die Hufe zeigen konnten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46274474.html"&gt;Ruhm und Rubel - ein SPIEGEL-Artikel über Anilins ersten Erfolg anno 1965&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;So eben wie Anilin… Die Kölner Rennbahn war dem Hengst ebenso wie seinem Reiter Nikolai Nassibow (in deutschen Artikeln gerne malerisch stereotyp als „pockennarbiger Georgier“ bezeichnet“) bereits bekannt, denn im Vorjahr hatte der damals Dreijährige dort bereits das über 1800 Meter führende Robert-Pferdmenges-Rennen gewinnen können. Zweiter war damals übrigens ein weiteres sowejtisches Pferd namens Grafolog gewesen – erst fünf Längen dahinter hatte sich mit Novalis der beste deutsche Vertreter platzieren können. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Man kannte die Gäste aus dem Ostblock also durchaus, und auch wenn es nun am 17. Oktober 1965 um eine 600 Meter längere Strecke ging, traute man ihnen offenbar alles zu. Ob die Tatsache, dass Anilin zwei Wochen zuvor im Prix de l’Arc de Triomphe gar nicht einmal schlecht gelaufen war, hier eine Rolle spielte?&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; line-height: 115%;"&gt;Es muss wohl so gewesen sein, denn anders lässt sich die enorme Favoritenstellung des Gespanns Anilin-Nassibow vor dem Start des Rennens kaum erklären. Obwohl mit Opponent immerhin der erste Sieger im Preis von Europa am Start war, obwohl der Ravensberger Waidwerk, der Zoppenbroicher Kronzeuge oder Mercurius ja wahrlich keine schlechten Pferde waren, avancierten die russischen Gäste nämlich zu sagenhaften 10:10-Favoriten in einem Feld, das ansonsten durch die Bank dreistellig am Toto stand.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 20px;"&gt;Die Zahl der Menschen, die sich nach dem Zieleinlauf zum fröhlichen Geldwechseln an die Auszahlkassen begeben durften, muss enorm gewesen sein, denn Anilin erfüllte ihre Hoffnungen mit einem überlegenen Vier-Längen-Sieg vor Kronzeuge und dem französischen Gast Lagopede.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; line-height: 115%;"&gt;Im folgenden Jahr trat Anilin also als Titelverteidiger in Köln an. Diesmal jedoch war seine Favoritenstellung am Toto – in der damals noch existierenden Stallwette kombiniert mit dem anderen sowjetischen Starter Anschlag – mit 30:10 weniger exponiert. Auch dem deutschen Hengst Bandit und vor allem dem französischen Gast Carvin traute das Publikum an diesem unangenehm regnerischen Oktobertag auf durchgeweichtem Boden etwas zu.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 20px;"&gt;Ganz Unrecht sollten die Wetter mit ihrer vergleichsweise vorsichtigeren Haltung gegenüber einer möglichen Titelverteidigung von Anilin am Ende nicht gehabt haben, denn er gewann zwar, doch es wurde ungeheuer knapp.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;Ein britisches Pathé-Newsreel, das als echtes Archivschätzchen erhalten geblieben ist, zeigt den Ablauf des Rennens.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;a href="http://www.britishpathe.com/record.php?id=71839"&gt;Anilins zweiter Sieg (oder doch nicht?) in bewegten Pathé-Bildern&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Da ist der vor Kraft strotzende Anilin mit seiner unverwechselbaren breiten Blesse zu sehen, der gleich nach dem damals noch mit Bändern erfolgten Start in der Spitzengruppe galoppiert, sich danach an der Spitze das Rennen selbst macht, um im Zielbogen aus guter Lage davon zu streben. Dass Jockey Nassibow dabei offenbar so etwas Ähnliches wie ein durchsichtiges Plastik-Regencape über seinem Dress trägt, das munter im Wind flattert, gehört zu den Kuriositäten am Rande dieses sehenswerten, leider aber stummen Filmchens.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Wenige Bilder später zieht Anilin in der Bahnmitte auf dem einem umgepflügten Acker gleichen Geläuf scheinbar unwiderstehlich davon. Es scheint eine Demonstration seiner überlegenen Klasse zu werden, bis... huch! Wenige Meter vor dem Zielspiegel taucht noch ein weiteres Pferd außen an de Rails auf und holt in flotten Sprüngen Meter um Meter auf: Salvo, ein Gast aus England mit Jockey Joe Mercer im Sattel!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-YpkGsCzFFbg/TneXgZxlblI/AAAAAAAAATY/50dDvNPY7jg/s320/1966+-+JOE+MERCER.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-YpkGsCzFFbg/TneXgZxlblI/AAAAAAAAATY/50dDvNPY7jg/s320/1966+-+JOE+MERCER.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Joe Mercer - nach dem Kölner Rennen wohl weniger zufrieden als hier&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;Sollte die Wende gegen den zunächst so überlegen wirkenden Anilin doch noch zu schaffen sein?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Für das trotz aller Regenschirme ordentlich durchfeuchtete Kölner Publikum muss diese Aufholjagd enorm spannend gewesen sein, denn ganz zuletzt, in dem Moment, in dem die beiden Paare das Ziel erreichten, schienen Salvo und Mercer es tatsächlich geschafft zu haben. Knapp vorbei an Anilin, auf den allerletzten Drücker!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Oder doch nicht?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Das Resultat ist bekannt: doch nicht. Gewonnen hatten Anilin und Nikolai Nassibow und damit erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="apple-style-span"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Oder… oder etwa doch nicht?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Die englischen Gäste jedenfalls protestierten, denn Joe Mercer war sich sicher, genau am Zielspiegel vorne gewesen zu sein. Hatte ihn sein Gespür etwa getrogen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www2.pic-upload.de/27.02.10/ccmmiexlw4qj.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://www2.pic-upload.de/27.02.10/ccmmiexlw4qj.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Gewonnen... oder doch nicht? &lt;br /&gt;Standbild aus dem Newsreel-Film mit Salvo vorne bei den Rails und Anilin in der Mitte des Geläufs&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 20px;"&gt;Zum intensiv diskutierten Streitobjekt wurde schließlich das Zielfoto, denn auf diesem fehlte, weil die Spur ganz außen an den Rails wegen der Position, in der die Kamera angebracht war, nicht erfasst wurde, Salvo ganz einfach. Auch das Negativ half nicht wirklich weiter, da vielleicht der Spiegel wegen des nasskalten Wetters beschlagen gewesen war oder sich die gesamte Aufholjagd gleich in einem toten Winkel abgespielt hatte. Ein ziemlicher Skandal eigentlich – und zu Recht damals heftig diskutiert, auch wenn die genauen Hintergründe von Anilins zweitem Sieg im Preis von Europa heute schon fast im Nebel der Geschichte entschwunden zu sein scheinen&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 20px;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46414904.html"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Salvo oder Anilin? SPIEGEL-Artikel zu den Hintergründen des Rennens von 1966&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Salvo, der möglicherweise schnöde um den Sieg gebrachte Zweite, hielt sich im kommenden Jahr schadlos, als er in Baden-Baden den Großen Preis gewann, doch wird dies nur ein mäßiger Trost für die Beteiligten gewesen sein, die sich sicher waren,, dass sie Anilin eigentlich eine Niederlage beigebracht hatten. Das Ergebnis blieb jedoch trotz aller Diskussionen unverändert – Glück für Anilin und sein Kollektiv, und so bekam der vierbeinige „Klassenfeind“ schließlich sogar Möhrchen und tätschelndes Lob aus der Hand keines Geringeren als Bundespräsident Lübke. Und das mitten im Kalten Krieg…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, und so kamen Anilin und Nassibow auch 1967 wieder an die Stätte ihres doppelten Erfolgs zurück. Diesmal wurden sie gleich von zwei Lands"pferden" namens Aktasch und Dagmar begleitet, doch waren diese eher schmückendes Beiwerk, als Anilin die deutsche und internationale Konkurrenz regelrecht demontierte und selbst dem großen deutschen Helden Luciano, Sieger im Derby, im Aral-Pokal und im St. Leger, nicht den Hauch einer Chance ließ. Vier Längen waren es, die der sowjetische Vorzeigegalopper seinem deutschen 15:10-Konkurrenten aus dem Stall von Trainer Sven von Mitzlaff am Ende abnahm – und das mit 6,5 Kilo mehr an Gewicht im Sattel. Was für ein Pferd!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Drei Treffer im Preis von Europa – das ist seither keinem anderen Galopper mehr gelungen, und so ist Anilin mit seinem Jockey Nikolai Nassibow zu Recht in die Annalen des deutschen Galopprennsports eingegangen. An diese spektakulären Erfolge konnten die späteren sowjetischen Expeditionen in den Westen nie wieder anknüpfen, obwohl sie es bis in die Neunziger Jahre hinein immer wieder versuchten. Anilin blieb eben ein Ausnahmepferd.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zeit verging, und Nachrichten über das weitere Schicksal des Dreifach-Siegers von Köln waren angesichts des politischen Klimas rar. Er ging in seiner Heimat &amp;nbsp;in die Zucht, wo er nicht nur bei den Vollblütern, sondern z.B. auch bei den Trakehnern seine Spuren hinterließ.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://www.pagalu.de/trakehnerhengst_voron.htm"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Anilin-Spuren in der Trakehnerzucht&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Indirekt war der offenbar um 1975 eingegangene Anilin Anfang der Achtziger Jahre in einen Beinahe-Skandal verwickelt, als herauskam, das einer seiner Nachkommen namens Gasolit, der wie sein berühmter Vater eine Einladung für den Preis von Europa 1981 erhalten hatte, offenbar nicht das Produkt eines wie in der Vollblutzucht vorgeschriebenen Natursprungs sein konnte. Da war wohl bei Gasolits Zeugung 1977 schon seit einiger Zeit tiefgefrorener Anilin-Samen im Spiel gewesen, und so lud man in Köln Gasolit unzeremoniell wieder aus. Der SPIEGEL, nie verlegen um drastische Wortwahl, sprach damals süffisant von den „ehrpusseligen Vollblutkreisen in Deutschland“, die an der scheinbar nicht länger zeitgemäßen Tradition des Natursprungs festhielten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Auch der Große Preis von Europa 2011 hat mit dem fantastischen Campanologist einen ausländischen Gast als Sieger gesehen, der sogar noch weiter in der Welt herumgekommen ist als seinerzeit Anilin.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: black; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Nk_XXBBZNKI/TpoZ1dCZRZI/AAAAAAAAADM/YMzsRuGzbE0/s1600/003.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-Nk_XXBBZNKI/TpoZ1dCZRZI/AAAAAAAAADM/YMzsRuGzbE0/s320/003.JPG" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Campanologist - auch 2011 ein Gästeerfolg im Preis von Europa&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; line-height: 20px;"&gt;Auch er scheint die Kölner Bahn zu mögen, hat er doch hier bereits zwei Gruppe-I-Treffer an sich bringen können. Ob er es Anilin aber eines Tages im Hinblick auf den Preis von Europa-Hattrick gleichtun können wird, ist eher fraglich, denn Campanologist ist schließlich bereits sechs Jahre alt. Und dennoch – manchmal sind es bei allem notwendigen Lokalpatriotismus gerade die Gäste von anderswo, die uns besonders zu begeistern vermögen. Man muss eben auch gönnen können!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-583883430121459583?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/583883430121459583/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/10/benzolring-mit-aminogruppe-mal-drei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/583883430121459583'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/583883430121459583'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/10/benzolring-mit-aminogruppe-mal-drei.html' title='Benzolring mit Aminogruppe mal drei'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-YpkGsCzFFbg/TneXgZxlblI/AAAAAAAAATY/50dDvNPY7jg/s72-c/1966+-+JOE+MERCER.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-2860141038816072344</id><published>2011-09-01T00:33:00.000+02:00</published><updated>2011-09-01T00:33:28.784+02:00</updated><title type='text'>Fundstück</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Umzüge bringen es ja so mit sich, dass einem beim Einpacken und Ausmisten manchmal interessante Besitztümer in die Hände fallen, deren Existenz man schon beinahe vergessen hatte. So ging es mir in der vergangenen Woche beim Ausräumen meiner nicht gerade schwach bestückten Bücherregale ebenfalls, als ich einen Stapel alter Rennprogramme aus Hamburg und Baden-Baden fand. Die insgesamt acht Hefte stammen aus dem Jahr 1971, sind also genau vierzig Jahre alt, und gehen auf eine Zufallsentdeckung bei einem bekannten Online-Auktionshaus zurück. Spontan hatte das Angebot vor einer Weile meine Neugier geweckt, so dass ich das Mindestgebot abgab und einfach abwartete. Scheinbar teilte damals niemand mein Interesse an den Programmen, so dass es dabei auch nach sieben Tagen noch blieb - und drei, zwei eins, waren die Hefte meins!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bei der anschließenden Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer stellte sich heraus, dass er nichts mit der Post verschicken musste, weil unsere Arbeitsstätten nur fünf Kilometer voneinander entfernt lagen. Ich fuhr also nach Schulschluss bei ihm vorbei, überreichte grinsend den Euro und kam in den Genuss eines sehr netten Gesprächs mit einem freundlichen Zeitgenossen. Er selbst konnte zwar mit Galopprennsport - und folglich auch mit den alten Programmen - gar nichts anfangen, aber er erzählte mir von seinem kürzlich verstorbenen Großvater, aus dessen Besitz das Heftkonvolut stammte. Der war offenbar ein begeisterter Rennbahngänger gewesen, der früher auch regelmäßig zu den großen Meetings fuhr und die Hefte akribisch sammelte. Überrascht war der Enkel davon, dass sich ein Mensch etwa seines Alters für diese Druckerzeugnisse interessierte, denn er hatte gedacht, Pferderennen seien nur etwas für ältere Männer wie seinen Opa. Da konnte ich ihn allerdings vom Gegenteil überzeugen...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und weil es gerade so schön in den Kalender passt, weil ich außerdem morgen selbst nach Baden-Baden fahre (*freu*), und weil ich die alten Programmhefte gleichzeitig schön und wegen ihres Alters stellenweise amüsant skurril finde, habe ich mir das Exemplar herausgesucht, das heute vor exakt vierzig Jahren, also am 31. August 1971, in Iffezheim verkauft und benutzt wurde, um eine kleine Reise zurück in die Vergangenheit zu unternehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor vierzig Jahren...&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;An jenem letzten Tag des Monats August 1971 war Willy Brandt deutscher Bundeskanzler, während in der DDR Erich Honecker erst vor kurzer Zeit Walter Ulbricht an der Spitze der Macht abgelöst hatte. Mitten im Kalten Krieg bestimmten US-Präsident Richard Nixon und auf Seiten der Sowjetunion Leonid Breschnew die Geschicke der Weltpolitik, während einige Golfstaaten wie Katar und Bahrain gerade dabei waren ihre Unabhängigkeit zu verwirklichen. Was die Bundesbürger bewegte, mag ganz unterschiedlicher Natur gewesen sein - vielleicht war es das aktuell verabschiedete und typische deutsche Substantiv-Monster Bundesausbildungsförderungsgesetz, abgekürzt BAFöG, oder der Bundesligaskandal, der der Deutschen liebsten Sport mächtig in Verruf brachte. Mangos und Kiwis würden die Westdeutschen jedenfalls erst Ende September jenes Jahres kennen lernen, und auch sonst wird das Warenangebot deutlich eingeschränkter gewesen sein als in unserer heutigen globalisierten Konsumgesellschaft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was es aber schon damals gab, waren die traditionsreichen Rennen in Baden-Baden - und passend zu diesem Ereignis auch ein Programmheft in einem warmen Orangeton, das zum Preis von 1,- DM erworben werden konnte. Der Großvater meines Auktionspartners hatte ein solches Heft erstanden und es im Verlauf des Renntags, des dritten innerhalb der gesamten Meetingswoche, per Kugelschreiber gewissenhaft mit Notizen und Zusatzinformationen gefüllt. So kann man sich heute, vierzig Jahre später, noch ein genaueres Bild von den Ereignissen jenes Nachmittags auf der Iffezheimer Rennbahn machen, der ganz ohne PMU um 14.00 Uhr begann. Weich war der Boden offenbar, und insgesamt standen neun Rennen auf der Karte, deren Titel auch heute noch gelegentlich als Namensgeber dienen. Der Yburg-Ausgleich und der Preis des Casinos Baden-Baden sind jedenfalls nicht völlig aus der Mode gekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wo es heute im Hinblick auf Nachwuchsförderung oft mit einem Ponyrennen losgeht, stand damals zu Anfang der Tageskarte ein so genanntes Lehrlingsreiten. Die ganz große Karriere hat keiner der immerhin dreizehn am Start versammelten Nachwuchsmänner später gemacht, auch wenn uns der eine oder andere Name heute noch als (Besitzer-)Trainer vertraut ist. Für einen jungen Mann namens Volker Griebel brachte dieses Rennen im Sattel des von Hein Bollow trainierten vierjährigen Wallachs Beständer eine Sternstunde, gewann er doch eines der beiden überhaupt von ihm in seiner nur zwei Jahre währenden aktiven Zeit siegreich gestalteten Rennen. Knapp war der Ausgang zudem, denn der ursprüngliche Besitzer des Heftes notierte mit seinem Kugelschreiber auch den Richterspruch "kk" und die Zeit des Rennens, nämlich 2:23,8 min für 2200 Meter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nur eine halbe Stunde später stand das zweite Rennen an, und hier war Volker Griebel wieder im Einsatz, erneut für Hein Bollow auf der Stute Zeremonie. Diese hatte das Höchstgewicht von 63 Kilo zu schleppen und profitierte so sicherlich von den fünf Kilo Gewichtserlaubnis des jungen Reiters, der sie immerhin auf einen dritten Platz brachte. Heute betreibt Volker Griebel einen Reiterhof aus der Nordsee-Insel Neuwerk. Den Sieg in dieser Konkurrenz machten aber zwei der ganz großen Jockeynamen jener Zeit unter sich aus, nämlich Fritz Drechsler, der Mylene Zweiter wurde, und Peter Remmert, der ebenfalls mit dem enormen Gewicht von 63,5 Kilo das Siegerpferd My King steuerte.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Wartezeit zum dritten Rennen konnte das Publikum durch Betrachten einer Handtaschenwerbung überbrücken, ehe im Preis der Jährlingsauktion die Zweijährigen zum Einsatz kamen. Prinzess Didi war ebenso dabei wie Pferde mit so schönen Namen wie Blume, Freddy, Werkmeister oder passend zu Baden-Baden Kurprinz. Und dann gab es da noch Garzer, einen der guten Flieger jener Zeit. An jenem Tag wurde er nur Vierter hinter Missouri, Werkmeister und Prinzess Didi, doch später entwickelte sich Garzer zu einer Art Baden-Baden-Spezialist und erzielte dort Siege und schöne Platzierungen u.a. in der Goldenen Peitsche, im Benazet-Rennen und im Oettingen-Rennen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Amüsant mutet aus heutiger Sicht die Werbung für modernste Spezial-Fahrzeuge einer bekannten Kölner Pferdespedition an, die noch einmal unterstreicht, wie sehr sich alltägliche Dinge wie Autos in den letzten vierzig Jahren verändert haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Als viertes Rennen folgte der Preis des Casino Baden-Baden, in dem durch den Heftbesitzer zwei Nichtstarter brav durchgestrichen wurden: Weder Wichtig, trainiert von Heinz Jentzsch, noch Who's Who aus dem Röttgener Stall von Theo Grieper rückten in die Startboxen ein. Am Ende gewann hier das Leichtgewicht Federgeist, das Peter Remmert - um erstaunliche elfeinhalb Kilo Blei in den Satteltaschen erleichtert - bereits den zweiten Tagessieg bescherte. Wieder war es nur ein knapper Erfolg, denn an der ersten Stelle des Richterspruchs stand die Abkürzung "Kopf".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Inzwischen war mit dem fünften Rennen der Tageskarte die Hälfte der Veranstaltung erreicht, und Peter Remmerts jüngerer Bruder Harro setzte die Siegesserie der Remmerts fort, indem er mit dem Ostermann-Hengst Bärensohn als Erster die Ziellinie passierte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun war es Zeit für den Rennbahnbesucher, einmal seine Gewinne und Verluste zu überschlagen, und genau dies tat der Heftbesitzer in einer für Notizen reservierten Spalte mit dem erfreulichen Resultat, dass er erstaunliche 407,00,- DM Gewinn gemacht hatte. Das darf wohl als erfolgreicher Renntag gewertet werden.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zwei Abteilungen hatte der Yburg-Ausgleich, eines jener typischen Baden-Baden-Handicaps der Kategorie Ausgleich IV, in dem sich offenbar damals wie heute die Starter drängelten. Beide Felder waren bestens gefüllt, und in der ersten Abteilung war es erneut ein Leichtgewicht namens Tupelo mit Horst Horwart im Sattel, das das Rennen machte, während in der zweiten Abteilung Jaspis mit Helmut Straubinger den Sieg nach München holte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Da sich der Renntag langsam dem Ende zuneigte, wurde auch die Werbung im Programmheft immer interessanter, und so konnte der geneigte Leser per Flüsterpropaganda erfahren, dass Kapseln namens "Geriatric" nicht nur die Widerstandskraft stärkten und die Leistungsfähigkeit steigerten, sondern den Einnehmenden bis ins hohe Alter immer fest im Sattel hielten. Gut zu wissen...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Im letzten Flachrennen der Tageskarte war das Gestüt Röttgen am Zug, denn hier gewann Königin Winnica den Ausgleich III mit Peter Kienzler im Sattel. Und schließlich folgte noch das heimliche Highlight für viele regelmäßige Iffezheim-Besucher, das tägliche Jagdrennen, das allerdings nicht über den Berg führte. Gewissenhaft vermerkte der Heftkäufer, dass Mondsee reiterlos wurde und sowohl Le Sagittaire als auch Papi's Pet gefallen waren, ehe das Höchstgewicht Hemingway unter dem Amateur Jean-Hugues de Chevigny gewann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und damit war Schluss für den dritten Renntag. Drei weitere Renntage warteten in jenem Jahr noch auf die Meetingsbesucher der Großen Woche, die erst am Sonntag, den 5. September 1971 ihren Höhepunkt erreichte, als Cortez unter Ossi Langner für das Gestüt Zoppenbroich den Großen Preis von Baden gewann.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Vielleicht sollte ich ja auch mal die Rennprogramme so sorgfältig mit Notizen füllen und dann aufheben, die ich ab morgen in Iffezheim erstehen werde. Wer weiß, welche Geschichten sie in vierzig Jahren erzählen können... &amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-2860141038816072344?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/2860141038816072344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/09/fundstuck.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/2860141038816072344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/2860141038816072344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/09/fundstuck.html' title='Fundstück'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-1567754850396176291</id><published>2011-08-27T00:39:00.001+02:00</published><updated>2011-08-27T00:59:14.891+02:00</updated><title type='text'>Olejnik auf Gänseblümchen</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Mitten hinein in die Umzugspause dieses Blogs verbreitete sich vor vier Tagen über alle Medien hinweg in Windeseile die sehr traurige Nachricht vom Tod eines Mannes, der in Deutschland einen weit höheren Bekanntheitsgrad erreicht hatte als so manch ein Politiker oder vermeintlicher Prominenter. Vielleicht waren ja gerade eine gewisse vornehme Zurückhaltung und sein hintersinniger, augenzwinkernder, aber niemals laut polternder oder persönlich verletzender Humor, die Gründe dafür, dass die Meldung, Vicco von Bülow (alias Loriot) sei am 22. August 2011 im Alter von 87 Jahren friedlich in seinem Haus am Starnberger See gestorben, landesweit und über alle Generationen hinweg für große Betroffenheit sorgte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.rolf-krekeler.com/Tigger3000/AKjpgs/Loriot.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://www.rolf-krekeler.com/Tigger3000/AKjpgs/Loriot.JPG" width="225" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Meine wohl erste Begegnung mit Figuren aus Vicco von Bülows kreativer Welt waren Wum und Wendelin, die ich kennen lernte, während ich mit meiner Oma den Großen Preis im Fernsehen guckte. Doch schon bald liebte ich auch Loriots typische Knollennasenmännchen, Herrn Klöbener und Herrn Müller-Lüdenscheidt mit ihrer Gummiente, eine Suppennudel, die Steinlaus und viele andere mehr. Seine im wahrsten Sinne des Wortes fein beobachteten Charakterzeichnungen und seine herrlich skurrilen Sprachspiele haben schon lange Kultstatus erreicht und können von vielen Menschen auswendig mitgesprochen werden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und dann sind da noch die beiden Herren von der Rennbahn, ein Profi-Bescheidwisser mit gelber Weste und blauer Krawatte, und der arme Ahnungslose, der schon mit der Benutzung seines Fernglases überfordert ist, aber immerhin begeistert erkennt, dass der Rasen schön grün ist. Eins der wohl bekanntestens Zitate aus diesem beliebten Loriot-Cartoon diente ja darum auch als Ideengeber, als ich damals nach einem guten Namen für meinen Blog suchte: "Ja, wo laufen sie denn? Ja, wo laufen sie denn hin?"&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;object class="BLOGGER-youtube-video" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" data-thumbnail-src="http://0.gvt0.com/vi/7LgWlAUnW9w/0.jpg" height="266" width="320"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7LgWlAUnW9w&amp;fs=1&amp;source=uds" /&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /&gt;&lt;embed width="320" height="266"  src="http://www.youtube.com/v/7LgWlAUnW9w&amp;fs=1&amp;source=uds" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich habe diesen Sketch immer geliebt, unter anderem auch, weil er nicht einfach irgendwelche Fantasienamen für die zwei erwähnten Jockeys verwendet, sondern Reiter benannt werden, die es tatsächlich gegeben hat. Über den einen, Otto Schmidt, der im Sattel von &lt;a href="http://www.galopp-sport.de/dvrWebApp/htdocs/aktive/nonsecure/renndaten/pferdeDetail.jsp?PIDNR=1315321"&gt;Elektrola&lt;/a&gt; unterwegs ist (eine Stute mit diesem Namen, deren Pedrigree aber nicht leicht zu ermitteln ist, hat es 1926 tatsächlich gegeben), muss wohl kaum etwas gesagt werden, war er doch der vermutlich profilierteste und beliebteste, dazu auch noch ungeheuer erfolgreiche Jockey in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.hoppegarten.com/images/Ticino_1942.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.hoppegarten.com/images/Ticino_1942.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Otto Schmidt - hier im Sattel von Ticino, nicht von Elektrola&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;"Den können Sie wetten. Den können Sie wetten. Ich habe da ganz sichere Informationen. Wenn er will, wissen Sie, wenn er will, dann macht er's. Wenn nicht, dann will er gar nicht, ne. (...) Wenn er nicht macht, dann hat er nicht gewollt, oder er konnte nicht."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aaaaah ja. Klar.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Tatsächlich hätte Otto Schmidt Ende der zwanziger Jahre jene Elektrola reiten können. Ob sie dann allerdings gegen Gänseblümchen angetreten wären? Das ist fraglich, denn die einzigen beiden Stuten dieses Namens, die sich in der DVR-Datenbank finden lassen, wurden erst wesentlich später (&lt;a href="http://www.galopp-sport.de/dvrWebApp/htdocs/aktive/nonsecure/renndaten/pferdeDetail.jsp?PIDNR=1262523"&gt;1951&lt;/a&gt; als Tochter des Deckhengstes Olymp und &lt;a href="http://www.galopp-sport.de/dvrWebApp/htdocs/aktive/nonsecure/renndaten/pferdeDetail.jsp?PIDNR=1289257"&gt;1980&lt;/a&gt; von Dschingis Khan abstammend) gefohlt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aber immerhin - es hat Vollblüterinnen mit diesen Namen gegeben, und auch der Jockey, der im Sketch auf Elektrola über den grünen Rasen reitet, ist heute zwar nur noch wenigen Menschen bekannt und erreichte nie die gleiche Popularität wie sein Kollege Otto Schmidt, aber auch Anton Olejnik brachte es im Rennsattel während des Ersten Weltkriegs und in der ersten Hälfte der Weimarer Republik zu einer Reihe guter Erfolge. Zu nennen wären hier unter anderem der knappe Treffer im Union-Rennen 1918 in Hoppegarten mit Orilus oder im gleichen Jahr der Sieg im Bayerischen Zuchtrennen mit Eiffilo. Mit der Stute Orla holte sich Anton Olejnik den Preis der Diana 1920 und avancierte wenig später zum festen Reiter von König Midas aus dem Besitz von L. Lewin, mit dem er einige Siege und viele Platzierungen in herausragenden Rennen erzielen konnte. Nach Sieganzahl am erfolgreichsten gestaltete sich für den Jockey das Jahr 1922, denn da wurde er zum Jockey-Champion gekürt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bis zu seinem größten Erfolg musste Anton Olejnik jedoch noch ein wenig warten und zunächst die Rennstiefel an den Nagel hängen, denn was ihm als Reiter verwehrt geblieben war - ein Sieg im Deutschen Derby - gelang ihm dann 1928 in seinem neuen Metier als Trainer auf Anhieb, als sich der von ihm vorbereitete Hengst Lupus unter Everett Haynes das Rennen aller Rennen sicherte. Später wurde er Trainer der Pferde des Traditions-Gestüts Ebbesloh, für das er unter anderem solche Könner wie den Winterfavoriten Elritzling, die Diana-Siegerin Adlerfee oder Effendi vorbereitete, der sowohl das Henckel- als auch das Union-Rennen 1942 gewann.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://pmu.fr/pmu/img/casaques/c_565873.gif" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://pmu.fr/pmu/img/casaques/c_565873.gif" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Ebbesloher Rennfarben: &lt;br /&gt;Zu Zeiten des Trainers Anton Olejnik ebenso erfolgreich wie auch aktuell wieder&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Interessant ist im Hinblick auf den "Ja, wo laufen sie denn?"-Cartoon, dass Anton Olejnik als Trainer für seine Pferde fast immer auf die Dienste des berühmten Jockeys Otto Schmidt vertrauen konnte. War der 1923 geborene Loriot, mit dem der Sketch im Bewusstsein der meisten Deutschen fest verknüpft ist, also ein großer Freund des Galopprennsports, der sich auch in der Turf-Historie so hervorragend auskannte, dass er die Namen der Reiter für den Text bewusst und sachkundig auswählte? Hatte er die Herren Olejnik und Schmidt (und vielleicht auch die Stuten Elektrola und Gänseblümchen?) möglicherweise in den Jahren seiner Kindheit, die er in Berlin verbrachte, ehe er im Alter von vierzehn Jahren mit seinem Vater nach Stuttgart zog, selbst in Hoppegarten am Start erlebt?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die verfügbaren Biographien Vicco von Bülows geben keinen Aufschluss darüber, ob er ein Rennbahnbesucher war, doch gibt es auch so eine einleuchtende Erklärung für die Wahl der Jockey- und Pferdenamen. Es war nämlich gar nicht Loriot selbst, der den Text zu diesem im Rennsport wohl bekanntesten Werk des Komödianten verfasste. Vielmehr lieferte er mit seinen charakteristischen Knollennasenmännchen "nur" die Bilder zu einer Tonaufnahme aus dem Jahre 1946, die der aus Einbeck stammende Kabarettist Wilhelm Bendow gemeinsam mit dem Schauspieler und Conferencier Franz-Otto Krüger unter dem Titel "Auf der Rennbahn" aufgenommen hatte. Schon 1926 hatte Bendow, dessen künstlerisches Wirken sich vor allem (reiner Zufall?) in den Rennbahn-Städten Hamburg und Berlin abspielte, mit einem anderen Humoristen namens Paul Morgan ein Tondokument namens "Rennbahngespräche" aufgenommen - und da wären wir wieder genau in jener Zeit, in der die Jockeys Olejnik und Schmidt hochaktuell, äußerst erfolgreich und somit wohl mit Bedacht ausgewählt wurden.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://herrpfleger.de/wp-content/uploads/2011/01/loriot_1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="193" src="http://herrpfleger.de/wp-content/uploads/2011/01/loriot_1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Aktuell sogar als Briefmarke erhältlich: "Ja, wo laufen sie denn...?"&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Teilweise ist Vicco von Bülow in den Presse-Nachrufen der vergangenen Tage fälschlicherweise auch mit der Textgrundlage des berühmten Sketches verknüpft worden. So intensiv ist uns heute die aus seiner Feder stammende Zeichentrickversion wohl vertraut, dass wir bei der Phrase "Ja, wo laufen sie denn..." automatisch an Loriot denken. In Vergessenheit wird er sicher lange nicht geraten. Und das ist auch gut so.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.bildblog.de/wp-content/faz_loriot.gif" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="222" src="http://www.bildblog.de/wp-content/faz_loriot.gif" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Vielen Dank, Loriot. Es war ein Vergnügen!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.morgenweb.de/images2/galerie/20081111_loriot/xm_loriot9.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://www.morgenweb.de/images2/galerie/20081111_loriot/xm_loriot9.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-1567754850396176291?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/1567754850396176291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/08/olejnik-auf-ganseblumchen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/1567754850396176291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/1567754850396176291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/08/olejnik-auf-ganseblumchen.html' title='Olejnik auf Gänseblümchen'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-172824065447735188</id><published>2011-08-16T15:12:00.002+02:00</published><updated>2011-08-16T15:13:44.961+02:00</updated><title type='text'>Kandia und ihre (Kindes-)Kinder</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zwei Geschichten an zwei Tagen? Ja, ich weiß - das entspricht eigentlich wirklich nicht meinem sonst eher gemächlichen Schreibtempo. Nicht einmal in den Sommerferien... Und dennoch gibt es heute schon wieder etwas neues Altes zu lesen. Allerdings ist dieser Bericht, der auch zum vergangenen Rennbahnwochenende passt, an dem mit dem Rheinland-Pokal der Nachfolger des früheren Aral-Pokals ausgetragen wurde, schon fast zwei Jahre alt. Geschrieben habe ich ihn auf Anregung eines Mitglieds im Tippspielforum, weil wir immer wieder einmal über die Stute und ihre verschiedenen Nachkommen geredet hatten.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Da ich gerade umziehe, kommen Rennsportalben, Jahresrennkalender und alte Videos nun allerdings erst einmal in Kartons, und der Blog hat vermutlich demnächst auch ein Weilchen Pause, bis wir alle miteinander im neuen Zuhause angekommen sind. Zunächst einmal geht es aber zurück in die Vergangenheit...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor 35 Jahren&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wie vor einer Weile schon einmal versprochen, will ich mich hier einmal an einer kleinen Würdigung der tollen Stute Kandia und ihrer diversen Nachkommen versuchen. Über ein Pferd zu schreiben, an das man selbst keine Rennbahnerinnerungen mehr hat, weil man zu ihrer aktiven Zeit schlicht und einfach noch zu klein war, um Pferderennen bewusst mitzuerleben, ist natürlich nicht einfach. Kandia hat es aber sicher verdient, in diesem Blog einmal eine Rolle zu spielen, denn die von Ilse Bscher und der Fürstin Oettingen-Wallerstein gezogene Luciano-Tochter der Krönungsgabe war nicht nur auf der Rennbahn eine Klasse für sich, sondern hat auch in der Zucht bis in unsere Zeit hinein deutliche Spuren hinterlassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Mal wieder handelt es sich um ein Lieblingspferd meines Onkels, dessen Geschichten von Kandias Rennbahn-Heldentaten ich mir früher demzufolge auch reichhaltig anhören durfte. Solcherlei Prägung aus Kindertagen hinterlässt natürlich ihre Spuren, zumal ich ja wusste, dass Kandia die Mutter eines meiner eigenen frühen Lieblingsgalopper war, der auf den Namen Kamiros hörte. Wie die Engländer so schön sagen: What’s not to like?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Rein optisch allerdings muss ich da eine kleine Einschränkung machen, denn wenn es nach dem Aussehen geht, hat es mir Kandia, sofern man alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen in den Alben des Rennsports 1975 und 1976 trauen darf, nicht so recht angetan. Ein Riesenpferd mit einer kleinen unregelmäßig geformten Blesse mittig auf der Stirn, eindeutig mit einer gewaltigen Galoppade und jeder Menge Energie gesegnet, aber die Schönste war sie (ganz subjektiv geurteilt!) nicht. Es mag an den schmalen Augen liegen, die einen beim Betrachten der Bilder irgendwie zu verfolgen scheinen...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zur Hochform lief Kandia, die im Besitz von Renate von Mitzlaff, der Frau des Trainers (auch Kandias Trainers!) Sven von Mitzlaff, stand, zwar erst drei- und besonders vierjährig auf, aber ihren ersten Lebensstart hatte sie schon früh als Zweijährige am 7. Juni 1974 - und damit nur eine knappe Woche nach meiner Geburt - in Köln gegeben. Ein ansprechender dritter Platz sprang bei diesem Versuch heraus. Zwei weitere Starts erbrachten ebenfalls Platzierungen, wobei Kandia, die in ihrer Rennlaufbahn überhaupt nur ein einziges Mal &lt;u&gt;kein&lt;/u&gt; Geld nach Hause brachte, Ende August 1974 in Gelsenkirchen beinahe ihr erster Sieg gelungen wäre. Aber um einen kurzen Kopf hatte sie dann doch das Nachsehen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.rennstall-woehler.de/sites/default/files/images/besitzer3.jpg"&gt;Kandias Besitzer, das Ehepaar von Mitzlaff, in späteren Jahren mit dem noch jungen Trainer Andreas Wöhler nach dem Sieg des Kandia-Sohns Karos&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So legte Kandia ihre Maidenschaft erst beim zweiten Anlauf des Jahres 1975 in Dortmund ab. Im weiteren Verlauf ihrer Dreijährigensaison erwies die Stute sich als äußerst beständig und lief wieder und wieder aufs Treppchen, wobei sie insgesamt vier Rennen gewinnen konnte. Die Anforderungen waren Schritt für Schritt gesteigert worden, und im Juli 1975 avancierte Kandia zur Gruppesiegerin, als sie das Ludwig-Goebels-Erinnerungsrennen in Krefeld überlegen nach Hause brachte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es kann wohl nur spekuliert werden, ob sie im Anschluss daran bei besserem Rennverlauf auch den Aral-Pokal hätte gewinnen können (mein Onkel kannte bezüglich dieser Frage keine Zweifel!), aber so kam ihr offenbar ein gewisser Stallgefährte namens Athenagoras (ausgerechnet!) drastisch in die Quere, so dass hinter Lord Udo und Marduk „nur“ ein dritter Platz heraussprang. Aber aufgeschoben war in diesem Fall eindeutig nicht aufgehoben... später dazu mehr. Zum Abschluss der Saison holte sich Kandia dann noch zwei zweite Plätze auf Gruppe-Level, bei denen sie zweimal hinter der Schlenderhanerin Idrissa, der anderen Top-Stute des Jahres 1975, knapp das Nachsehen hatte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.muenzauktion.info/auction/uploaded/799427224710164.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://www.muenzauktion.info/auction/uploaded/799427224710164.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Jahr für Jahr begehrte Sammlerstücke: Die Aral-Pokal-Münzen -&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Anlass zum Erinnern an die großen Zeiten eines großen Rennens&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nahtlos knüpfte Kandia im folgenden Jahr an die als Dreijährige gezeigten Leistungen an und erzielte unter wechselnden Jockeys in einer für ihren Stall sehr schwierigen Zeit erneut eine Reihe guter Platzierungen auf höchstem Leistungsniveau, ehe es dann am 15. August 1976 zum Rennen aller Rennen kam. An jenem Tag wurde wieder der Aral-Pokal in Gelsenkirchen ausgetragen, und wieder war neben Kandia, geritten von Erwin Schindler, auch Athenagoras mit Peter Alafi im Sattel am Start.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.krefelder-rennclub.de/kr_rennclub_deutsch/images/cdt/cdt_17.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.krefelder-rennclub.de/kr_rennclub_deutsch/images/cdt/cdt_17.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Hatte 1976 knapp das Nachsehen gegen &lt;br /&gt;Stallgefährtin Kandia:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Peter Alafi als Jockey von Athenagoras&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Hergang des Rennens muss nach allem, was mir berichtet wurde, spektakulär gewesen sein. Das Aufgalopp-Foto zu jenem Wettstreit ist eigentlich das einzige Bild von Kandia, auf dem sie mir wirklich optisch gefällt. „Macht Platz, heute bin ich endlich an der Reihe!“ so scheint ihr stolz überlegener Gesichtsausdruck zu verkünden. Die Wetter hatten sie zumindest zum Favoritenkreis gezählt, dabei aber dem aktuellen Derbysieger Stuyvesant und Athenagoras die etwas größeren Chancen eingeräumt. Was sich dann in Gelsenkirchen-Horst abspielte, ist Rennbahngeschichte geworden: Die Zielgerade hinunter gab es nur noch zwei Pferde mit Aussicht auf den begehrten Gruppe-I-Erfolg: Athenagoras und Kandia, die beiden Stallgefährten aus dem Quartier von Sven von Mitzlaff. Und am Ende hatte dann die Stute hauchdünn das bessere Ende für sich. Vier Kilo weniger hatte sie zu schleppen als Athenagoras, der an jenem Tag nach einigen wenig inspirierenden Rennen seinen Kampfgeist wiederentdeckt zu haben scheint, sich letztlich aber doch mit einem Hals geschlagen geben musste.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es muss ein ausgesprochen emotionales Rennen für alle Beteiligten gewesen sein – nicht nur für Jockey Erwin Schindler, für den dies einer seiner allergrößten Erfolge im Rennsattel wurde, sondern sicher auch für Trainer und Besitzerin.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.ndr.de/sport/pferdesport/galopphorn114_v-contentgross.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="180" src="http://www.ndr.de/sport/pferdesport/galopphorn114_v-contentgross.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Errang mit Kandia einen seiner größten Erfolge: &lt;br /&gt;Jockey Erwin Schindler, hier nach seinem Sensations-Derbysieg 1982 mit Ako&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Am Ende der Saison ging Kandia dann in die Zucht, und auch dort erwies sie sich mit ihren überragenden Erbanlagen über Generationen hinweg als ausgesprochen durchsetzungsstark. Zu ihren direkten Nachkommen zählen neben dem bereits erwähnten späteren Gruppe-I-Sieger Kamiros auch der sehr gute Karos und die Klassestute Kallista (Mutter u.a. von Krombacher). Kandias Tochter Kardia fohlte neben dem hervorragenden Rennpferd Karakal besonders den heutigen Deckhengst Kalatos.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.goslarsche.de/cms_media/module_bi/62/31248_0_gross_830_008_90901_hs_kalatos_k.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="213" src="http://www.goslarsche.de/cms_media/module_bi/62/31248_0_gross_830_008_90901_hs_kalatos_k.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Kandias Enkel Kalatos als Deckhengst &lt;br /&gt;beim Erkunden seines neuen Standorts im Gestüt Harzburg&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Den mochte und mag ich sehr – schon seit seinen ganz frühen Rennbahntagen, so dass es wohl kaum verwunderlich ist, dass es mir neben seinem Sohn Palermo aktuell vor allem Ovambo Queen ziemlich angetan hat. Mal sehen, wie diese sich noch entwickeln wird!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.hoppegarten.com/2010_renntag_2/Ovambo_Queen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.hoppegarten.com/2010_renntag_2/Ovambo_Queen.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Einfach eine tolle Stute: Kandias Urenkelin Ovambo Queen&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und dann gibt es da ja auch noch eine gewisse Kazzia, die zur mehrfachen Gruppe-I-Siegerin emporstieg und damit sogar die großartigen Rennleistungen ihrer Urgroßmutter Kandia in den Schatten stellte. Man darf gespannt sein, ob sie ihr auch in der Zucht wird nacheifern können... Ihren Sohn Eastern Anthem haben wir ja in Deutschland 2009 bereits mehrfach im Galopp bewundern können, und der 2007 geborene Zeitoper war ein sehr talentierter Zweijähriger, der 2009 drei Siege einfuhr und als Höhepunkt den Prix de Conde gewann. Leider kam er 2010 gar nicht und inzwischen vierjährig nur einmal zu Jahresbeginn in Meydan an den Start, ist aber weiterhin für Godolphin im Training.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und die Moral von der Geschichte? Nun, sollte irgendjemand irgendwann einmal die Zeitmaschine erfinden, werden die 1970er Jahre wohl mein erstes Reiseziel sein, um mir Kandia (und all die anderen tollen Pferde, die ich nur aus begeisterten und begeisternden Erzählungen kennen gelernt habe) selbst anzusehen. Träumen darf man ja sicher ein wenig...&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-172824065447735188?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/172824065447735188/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/08/kandia-und-ihre-kindes-kinder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/172824065447735188'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/172824065447735188'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/08/kandia-und-ihre-kindes-kinder.html' title='Kandia und ihre (Kindes-)Kinder'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-2848893763185474713</id><published>2011-08-15T23:52:00.006+02:00</published><updated>2011-08-16T10:15:49.401+02:00</updated><title type='text'>Was aus weißen Westen werden kann...</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es ist, auch wenn das Wetter dies nicht unbedingt vermuten lässt, Mitte August, und so langsam tauchen sie wieder auf der Rennbahn auf, die mit mehr oder weniger Erfolg im diesjährigen Deutschen Derby an den Start gekommenen besten Dreijährigen. Die meisten Derbypferde scheinen das verrückteste aller Rennen zum Glück in diesem Jahr heil überstanden zu haben und werden weiter Rennen bestreiten. Einige unter ihnen, so etwa Gereon oder Sommernachtstraum, waren auch bereits wieder fleißig, sei es ohne Erfolg auf Gruppe-Ebene und erneut über eine zweifelhaft lange Steherdistanz, sei es zur Nachholung des länger schon überfälligen Maidensiegs in einer vergleichsweise harmlosen Pflichtaufgabe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-RbRVCG-d6Nw/TkmRI35CvJI/AAAAAAAAADE/Cxo2WHZz5c0/s1600/Sommernachtstraum+07-08-11d.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-RbRVCG-d6Nw/TkmRI35CvJI/AAAAAAAAADE/Cxo2WHZz5c0/s320/Sommernachtstraum+07-08-11d.JPG" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Ein Derbystarter, der nun endlich sein erstes Rennen gewann: Sommernachtstraum&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Richtig viele ehemalige Derbypferde konnte man aber an diesem gerade erst beendeten langen Wochenende auf den verschiedenen Rennbahnen bewundern:&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Derbyzweite Earl of Tinsdal und der Dritte Saltas haben sich zum Beispiel am Sonntag im Kölner Rheinland-Pokal ebenso ein Stelldichein gegeben wie der in Hamburg doch respektabel geschlagene Silvaner. Alle drei haben sich dort bei ihrem ersten Nach-Derby-Start erstmals auch mit der älteren Konkurrenz messen müssen, und man muss unterstreichen, dass sie dabei eine äußerst gute Figur gemacht haben. Earl of Tinsdal konnte sogar ungemein beeindrucken. Solche jahrgangsübergreifenden Konkurrenzen, die nun immer häufiger stattfinden werden, sind es ja, die für die gesamte zweite Saisonhälfte weiter Spannung garantieren und jede Menge Spielraum für Spekulationen über das jeweilige Leistungsvermögen und die sich daraus ergebenden Kräfteverhältnisse bieten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Egal unter welchen Bedingungen die ehemaligen Derbystarter sich in den Wochen nach dem größten deutschen Turfereignis wieder dem Rennbahnpublikum vorstellen – besondere Aufmerksamkeit ist ihnen so oder so gewiss, denn schließlich sind sie durch ihr Laufen in Hamburg-Horn alle schon eine besondere Attraktion bei den künftigen Renntagen. Wenn aber bereits jenen Vierbeinern, die im Derby auf den Plätzen oder gar mit dem geschlagenen Feld ankamen, solches Interesse zuteilwird, gilt dies natürlich noch viel stärker für das eine Pferd, dem es im Rennen aller Rennen durch eine ordentliche Portion Können, das nötige Glück und einen taktisch klugen Ritt gelang, vor allen Konkurrenten den Zielspiegel zu passieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;Ein Derbysieger ist (fast) immer ein ganz besonderes Pferd. Er (manchmal, in Ausnahmefällen, auch sie) hat verwirklicht, wovon die meisten Züchter, Besitzer, Trainer und Jockeys träumen – häufig Zeit ihres Lebens nur vergeblich. In diesem einen, alles entscheidenden Steher-Rennen des Dreijährigen-Jahrgangs war dieses eine Pferd ganz vorne und hat die gesamte Konkurrenz in den Schatten gestellt.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Wl0Tfpnq5Z4/TkmSaAQKZ1I/AAAAAAAAADI/oFG5pdGOBTw/s1600/IMG_2647.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://1.bp.blogspot.com/-Wl0Tfpnq5Z4/TkmSaAQKZ1I/AAAAAAAAADI/oFG5pdGOBTw/s320/IMG_2647.JPG" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Zwar &lt;u&gt;noch&lt;/u&gt; kein Derbysieger, aber dafür noch mit weißer Weste: &lt;br /&gt;Waldpark vor dem Start im Iffezheimer Derby-Trial&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;Der Derbysieger des aktuellen Jahrgangs, Gestüt Ravensbergs Waldpark, kam am heutigen Montag wieder an den Start. Allerdings fand dieser erste Auftritt von Waldpark nach seinem Hamburger Triumph nicht vor deutschem Rennbahnpublikum statt, denn als nächstes Saisonziel für den Ravensberger Hengst hatte Trainer Andreas Wöhler den&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="background-color: white; color: purple;"&gt;Prix Guillaume d'Ornano&lt;span class="apple-converted-space"&gt; &lt;/span&gt;in Deauville auserkoren. Am Ende sprang ein alles in allem vielleicht etwas enttäuschender sechster Platz gegen ausgezeichnete europäische Konkurrenz heraus, wobei Waldpark zwar ohne Siegchance, aber für eine bessere Platzierung nicht arg weit geschlagen war. Die weiße Weste, die er bislang durch seine Karriere getragen hatte, ist nun natürlich verloren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: purple;"&gt;Auch wenn der Ort des Geschehens heute in Frankreich, statt in Deutschland lag, existiert hier doch eine interessante Parallel, denn...&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Es war einmal vor 30 Jahren&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Vor dreißig Jahren blieb der amtierende Derbysieger des Jahres 1981 für seinen ersten Auftritt nach dem großen Triumph anders als 2011 im Lande. Mit Waldpark teilt er, der große Orofino, allerdings eine andere Eigenschaft, nämlich den Status des Ungeschlagenen, des Derbysiegers mit sprichwörtlich weißer Weste. Fünf Rennen hatte er seit seinem Debüt als Zweijähriger bestritten, und in allen Fällen hatte er als erstes Pferd den Zielpfosten passiert. Besonders seine immer ambitionierter werdende Dreijährigen-Route nach einem klassischen Muster jener Zeit (Hoffnungs-Preis, Henckel-Rennen, Union-Rennen, Derby), auf der er die Gegnerschaft in der Regel souverän abhängte, hatte enormen Eindruck gemacht.&lt;span class="apple-converted-space"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Daher stammte also seine völlige Zuversicht, dass Orofino auch in Gelsenkirchen seine weiße Weste behalten würde. Glaubte man den vollmundig vorgetragenen Argumenten während des Abendessens auf der nachgeholten Geburtstagsfeier, bei der ich stolz meine Orofino-Uhr stolz am Handgelenk spazieren trug, war der Zoppenbroicher Derbysieger vollkommen unschlagbar.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.sporthorse-data.com/horse/400104/021/Horse_Orofino-big.jpg" imageanchor="1" style="background-color: white; margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="229" src="http://www.sporthorse-data.com/horse/400104/021/Horse_Orofino-big.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="background-color: white; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Zu einem Pferd fast vom anderen Stern („Ooooorofino Erster, der Rest nirgends“, so titelte die Bildzeitung am Tag danach) war der Zoppenbroicher Hengst jedoch besonders durch seinen Derbysieg am 1. Juli 1981 geworden, denn diesen hatte er sage und schreibe mit einer Weile Vorsprung… nun, von „errungen“ kann angesichts des nachträglich nachgemessenen Abstands zum Zweiten Winslow von beinahe dreizehn Längen eigentlich nicht die Rede sein. Das wäre eine unangemessene Wortwahl. Vielmehr war Orofino wie auf Flügeln dem Feld enteilt und hatte das Hamburger Publikum mit dieser Galavorstellung, wie man sie ausgerechnet im Derby wohl kaum je zu sehen bekommt, in seinen Bann gezogen.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Hatte es überhaupt je einen derart überlegenen Derby-Sieger zu beklatschen gegeben? Viele Rennausgänge des vergangenen Jahrzehnts, die die anwesenden treuen Derby-Besucher vielleicht noch in Erinnerung hatten, waren eher knapp ausgefallen. Es hatte zwar auch klare Siege wie 1973 bei Athenagoras, 1976 bei Stuyvesant oder vor allem 1977 mit dem überlegenen Surumu gegeben, aber die Duelle bis ins Ziel überwogen. Oft war es sogar ausgesprochen eng geworden, so besonders 1974 zwischen Marduk und Lord Udo, 1978 in der Regenmatschpartie von Zauberer und vor allem bei jenem sagenumwobenen Zweikampf der beiden Dauer-Rivalen Königsstuhl und Nebos 1979. Auch Navarino, der Derbysieger des Vorjahres, hatte sich nach einem bravourösen Kampf gegen den Außenseiter Arcosanti gerade noch mit Halsvorsprung in Ziel retten können.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;  &lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Mitreißend waren diese Derbyentscheidungen für das anwesende Publikum und die Zuschauer daheim an den Fernsehgeräten zweifellos gewesen. Kein Vergleich an Nervenkitzel-Potential war dagegen der nie auch nur eine Sekunde zu bezweifelnde Triumph von Orofino. Sein Derbysieg beeindruckte nicht durch die Pulsfrequenz in die Höhe jagende Spannung, sondern gerade durch die drückend überlegene Demonstration seines Könnens. Man musste lange zurückdenken, bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs genau genommen, um mit Schwarzgolds Triumph von 1940 immerhin einen Zehn-Längen-Vorsprung zu finden, der das restliche Derbyfeld in ähnlicher Weise deklassiert hatte.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;  &lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Wer sollte dieses Wunderpferd Orofino denn überhaupt zukünftig schlagen? Unter seinen Altersgenossen hatte er, das hatte das Derby zur Genüge unter Beweis gestellt, wohl keinen Gegner zu fürchten. Und die Älteren? Waren sie Orofino vielleicht eher gewachsen oder gar überlegen, weil sein eigener Jahrgang in der Spitze möglicherweise eher schwächer besetzt war?&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;  &lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Heute vor dreißig Jahren bot sich die erste Gelegenheit zur Klärung dieser brisanten Frage, denn wie in jedem Jahr seit seiner Gründung anno 1957 wurde auf einer Rennbahn, die es inzwischen leider schon seit Jahren nicht mehr gibt, im Aral-Pokal die Bühne für den ersten ernsthaften Jahrgangsvergleich auf höchster Ebene bereitet: Gelsenkirchen-Horst.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;  &lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: .0001pt; margin: 0cm;"&gt;&lt;span style="background-attachment: initial; background-clip: initial; background-color: white; background-image: initial; background-origin: initial; color: black;"&gt;Ähnlich wie im aktuellen Rheinland-Pokal, dessen Vorläufer der Aral-Pokal war, fand sich mit sieben Startern nur ein überschaubares Teilnehmerfeld zusammen, obwohl es um Gruppe-I-Meriten ging. Außer den Dreijährigen Machtvogel und Ti Amo, die zwar gute Pferde waren, einem Orofino aber nicht das Wasser reichen konnten, waren unter den älteren Startern Donat und Maivogel auch eindeutige Außenseiter. Wenn überhaupt jemand den amtierenden Derbysieger gefährden konnte, so muss sich das Publikum vorab gedacht haben, dann doch wohl am ehesten sein Vorgänger in Hamburg-Horn, Navarino, oder… Ja, oder vielleicht der siebte Starter, der das Feld komplettierte, ein Hengst in Röttgener Farben namens Wauthi, der schon ein hervorragender Zweijähriger gewesen war, 1980 zwar nicht das Derby, aber immerhin das Henckel-Rennen, das St. Leger und auch den Aral-Pokal hatte gewinnen können und sich auch in der laufenden Saison schon als zweifacher Gruppesieger hatte auszeichnen können. Dieser Wauthi, der schien unter dem Röttgener Stalljockey Peter Remmert bei einer nüchternen Betrachtung der Aspiranten auf den Aral-Pokal brandgefährlich.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Mein Patenonkel war sich damals allerdings sehr sicher, dass niemand Orofino würde beeindrucken können. Er verkündete diese Überzeugung ausgesprochen selbstbewusst bei meinem nachgeholten Patengeburtstagsbesuch, der mir neben jeder Menge Schwärmerei über die Glanzleistung des Zoppenbroichers, die er in Hamburg selbst miterlebt hatte, ein ungewohnt großzügiges Geschenk einbrachte. Es handelte sich um meine erste eigene Armbanduhr mit einem Pferdekopfmotiv auf dem Ziffernblatt, einem roten Lederarmband und (ganz wichtig!) einer goldenen Umrandung. Diese geschenkte Uhr war genau genommen von Orofino („Sein Name bedeutet ja auf Deutsch eigentlich ‚feines Gold‘, wie mein Onkel stolz verkündete.) „bezahlt“ worden, denn sein Derbysieg hatte meinem Patenonkel dank einer frühzeitig noch im Vorjahr nach dem Debüt des Hengstes abgeschlossenen Festkurs-Wette einen hübschen Gewinn in die Tasche gespielt, den er auf den drückend überlegenen Zoppenbroicher so am Totalisator auf der Bahn sicher nicht mehr bekommen hätte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Genau genommen hatte er ja nur das gemacht, was er jedes Jahr tat, nämlich auf die vielversprechenden Zweijährigen mit Derby-Pedigree aus dem Stall seines erklärten Lieblingstrainers Sven von Mitzlaff Festkurse zu wetten. Wenn sie dann auch noch die hellblau-weißen Farben seines Lieblingsgestüts trugen und obendrein sogar von seinem damaligen Lieblingsjockey Peter Alafi geritten wurden… nun, dann machte ihn ein Treffer restlos glücklich und unterstrich seine innere Überzeugung, dass er ein genialer Zocker sei. Und genau deshalb war er auch völlig davon überzeugt, dass es mit Orofinos genialer Siegesserie einfach so weitergehen würde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Allerdings – manchmal kommt es anders als man denkt. Und das war gleich bei Orofinos nächstem Start nach dem Derby der Fall, denn hier traf er erstmals seinen Meister und wurde „nur“ Zweiter. Allerdings war er ein mit respektablem Abstand geschlagener Zweiter, so dass die Niederlage gegen Wauthi – denn das Röttgener Spitzenpferd war seiner Rolle als größte Gefahr für Orofino glänzend gerecht geworden, so dass Jockey Peter Remmert sein Pferd am Ende gar nicht mehr groß bemühen musste. Zu souverän fiel der Erfolg von Wauthi in Gelsenkirchen aus – und zu deutlich dadurch eben auch die Niederlage für den Derbysieger. Er sei entzaubert und in seine Grenzen verwiesen worden, hieß es. Und vielleicht sei er ja doch nicht so gut wie der triumphale Derbysieg dies hatte vermuten lassen…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich war in Gelsenkirchen damals nicht dabei. War mein Onkel, der natürlich nach Horst gefahren war, enttäuscht? Ja, ganz sicher, aber ich erinnere mich, dass er bei unserer nächsten Begegnung auf der Mülheimer Rennbahn weiterhin ganz fest an ein Comeback seines Orofino in Siegform glaubte. Dass manche Rennbahnbesucher den Hengst nach einem zweiten Platz in einem der ganz großen Rennen des deutschen Turf-Kalenders schon überragendes Leistungsvermögen absprechen wollten, ärgerte ihn sichtlich. Und ich, die ich ja immerhin jeden Tag meine Orofino-Uhr trug, erklärte mich da spontan solidarisch, als wir beschlossen, dass wir uns den Zoppenbroicher bei einem seiner nächsten Auftritte in der Umgebung gemeinsam live anschauen wollten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ein Weilchen musste ich warten, ehe dieser Plan tatsächlich in die Tat umgesetzt wurde – bis zum folgenden Jahr, genau genommen, als Orofino vierjährig war. Ein weiteres Rennen auf höchstem Parkett, den Großen Preis von Baden, hatte er nicht als Sieger, sondern nur als Vierter beendet. Im folgenden Jahr aber bestätigte er, dass mein Patenonkel mit seinem weitsichtigen Vertrauen vollkommen Recht und die leisen Zweifler vollkommen Unrecht gehabt hatten, denn das Jahr 1982 war das große Jahr des Orofino.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.chat34.org/wp-content/uploads/2011/05/orofino.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="232" src="http://www.chat34.org/wp-content/uploads/2011/05/orofino.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Vierbeiniger Held aus Kindertagen: Orofino&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Das neue Rennjahr begann gleich optimal mit einem klaren Sieg im Gerling-Preis, ausgerechnet gegen das Pferd, das ihm die erste Niederlage beigebracht hatte: Wauthi. Es folgten weitere große Treffer in Düsseldorf, Hamburg, erneut in Düsseldorf, dann schließlich im begehrten Aral-Pokal, den er im Vorjahr noch nicht hatte gewinnen können. Beinahe immer notierte der Zielrichter „überlegen“ im Richterspruch. Und genau so habe ich Orofinos Siege in Erinnerung: Demonstrationen eines überlegenen Rennpferdes. Ich bekam ihn in jener Saison mehrfach zu Gesicht, wobei allerdings meine Erinnerungen an die einzelnen Rennen, die wir besucht haben, ein wenig verschwommen sind und sich miteinander vermischen. Schön, nein, schön fand ich Orofino nie. Aber er hat mich beeindruckt, immer und immer wieder, denn er hatte jede Menge Charakter, auch wenn ich das damals mit meinen acht Jahren kaum hätte erklären können.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.gestuet-zoppenbroich.de/sites/default/files/images/IMG_0001.profil.jpg"&gt;Einfach ein richtig schönes Bild: Orofino mit Jockey Peter Alafi und Trainer Sven von Mitzlaff&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bald schon war der Hengst ein Publikumsmagnet und lebende Legende gleichzeitig, zog die Turffreunde in Scharen zu seinen Auftritten auf die Bahn, wurde sogar in seinem Trainingsquartier bei Sven von Mitzlaff auf der Rennbahn in Köln-Weidenpesch von einem Fernsehteam für eine Dokumentation unter dem Titel „Orofino, das Millionenpferd“ übers Jahr begleitet und gab nebenbei einem Restaurant im Heimatort seiner Zuchtstätte den Namen. Was es nicht alles gibt… Man beachte die Namen der Pizzen auf der Speisekarte. ;-)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.restaurant-orofino.de/"&gt;Restaurant Orofino in Rheydt&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Fünfjährig konnte Orofino auch auf europäischem Parkett überzeugen und war zweimal ausgezeichnet platziert, während er in Deutschland praktisch alles gewann, was es zu gewinnen gab – darunter auch dreimal den Titel „Galopper des Jahres“. Der ehrgeizige Plan, mit ihm in den Arc de Triomphe zu gehen (und dort hoffentlich auf zu gewinnen!) führte zwar nicht zum Erfolg, aber das tat der herausragenden Rennleistung von Orofino letztlich keinen Abbruch. Für mich war er der erste vierbeinige Star, dessen Karriere ich ganz aktiv und bewusst mitbekam.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und Wauthi, das Pferd, das ihn zuerst geschlagen hatte, nur um bei ihrer nächsten Begegnung eine deutliche Revanche erleben zu müssen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://foto.mv-online.de/images/pixi/screen_pixi_zgm/68/14/717442_Noch_eine_Institution_der_Galopper_des_Jahres_eine_Erfindung_von_Adi_Furler.jpg"&gt;Wauthi wird trotz aller Erfolge nicht Galopper des Jahres&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Auch er war ja alles andere als ein schlechtes Pferd. Im Gegenteil! Doch als Orofinos große Karriere vierjährig erst richtig begann, neigte sich jene von Wauthi bereits dem Ende zu. Etwas früher als der um ein Jahr jüngere Zoppenbroicher bezog Wauthi also einen Posten als Deckhengst. Beiden hätte man in der Zucht vielleicht mehr Fortune und dem bereits 1989 eingegangenen Orofino auch ein längeres Leben gewünscht. Die Nachkommen der beiden Hengste, die ich aus meiner Grundschulzeit noch gut in Erinnerung hatte, habe ich dann als Teenager immer aufmerksam betrachtet, und auch wenn bis auf den Orofino-Sohn Vincenzo und den Wauthi-Enkel Sternkönig die ganz großen Helden ausblieben, habe ich sie gerne laufen sehen, gleich ob es sich nun um Renomee, Ice and Fire, San Remo, Couronne oder Akelei hießen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und die Moral von der Geschichte? Auch überlegene Derbysieger mit einer bislang weißen Weste tun sich manchmal mit dem folgenden Rennen etwas schwer, aber oft bedarf es nur einer gewissen Geduld, ehe das Zutrauen in und die Hoffnung auf das Galoppiervermögen der vierbeinigen Helden von Horn im späteren Verlauf ihrer Karriere wieder belohnt werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Hoffentlich wird das für Waldpark auch gelten! Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-2848893763185474713?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/2848893763185474713/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/08/was-aus-weien-westen-werden-kann.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/2848893763185474713'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/2848893763185474713'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/08/was-aus-weien-westen-werden-kann.html' title='Was aus weißen Westen werden kann...'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-RbRVCG-d6Nw/TkmRI35CvJI/AAAAAAAAADE/Cxo2WHZz5c0/s72-c/Sommernachtstraum+07-08-11d.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-7490387469209144331</id><published>2011-07-29T22:54:00.002+02:00</published><updated>2011-08-03T21:37:42.681+02:00</updated><title type='text'>Anzilleros Sternstunde</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war einmal vor zehn Jahren&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;Seit vergangenen Sonntag ist er entschieden, der Große Preis von Berlin, und mit Danedream hat das traditionelle Rennen, das 2011 wieder in seine alte Berliner Heimat zurückgekehrt ist, eine verdiente, wenn auch vielleicht eher überraschende Siegerin gefunden. Sicher, man hätte durchaus darauf kommen können, dass Andrasch Starke sich wohl kaum zu seiner ausschließlich persönlichen Erheiterung auf ein Reitgewicht von mageren 53 Kilo herunterhungert, aber dennoch kommt der lockere Erfolg der von Peter Schiergen trainierten Stute zumindest einer kleinen Sensation gleich.&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Noch ein wenig überraschender als in diesem Jahr war allerdings der Ausgang der damals noch in ihrer Ausweichheimat Düsseldorf unter dem Renntitel "Deutschland-Preis" ausgetragenen Konkurrenz vor zehn Jahren, denn mit dem Sieg des Erlenhofers Anzillero hatten sicher noch weitaus weniger Rennbahnbesucher und Wetter gerechnet als mit dem ausgezeichneten Laufen von Danedream am vergangenen Wochenende. Zu übermächtig hatten die Gegner gewirkt – allen voran so großartige deutsche Rennpferde wie Sabiango, Subiaco, Caitano, der Derbysieger des Vorjahres, Belenus, oder ein starker ausländischer Gast namens Yavana’s Pace.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.naturfreunde-duesseldorf.de/images/Rennbahn3.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://www.naturfreunde-duesseldorf.de/images/Rennbahn3.JPG" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Zeitweilige Heimat des Großen Preises von Berlin (= Deutschland-Preis): &lt;br /&gt;Die Rennbahn am Düsseldorfer Grafenberg&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ja, es muss zugegeben werden – im Vergleich mit seinen Konkurrenten fiel Anzilleros bisherige Rennleistung auf dem Papier schon ein wenig ab, und so rechtfertigt sich wohl auch die hohe Siegquote von 217:10, die letztlich an jene Handvoll Wetter ausgezahlt wurde, die Anzillero dennoch vertraut hatten. Der Sieger, dessen blau-rote Rennfarben trotz aller Tradition deutlich jünger waren als das von ihm am 22. Juli 2001 mit einem lockeren Vorsprung von 1¼ Längen gewonnene, 1888 erstmals – damals aber noch über die deutlich kürzere Distanz von 2000 Metern – ausgetragene Rennen, scherte sich einfach nicht um irgendwelche Quoten, sondern lief das Rennen seines Lebens. Es sollte auch im Hinblick auf seinen Trainer und seinen Reiter noch eine ganz besondere Bedeutung bekommen. Doch zu diesen Zweibeinern später mehr… Vorerst bleiben wir bei den Vierbeinern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.bild.bundesarchiv.de/dev02/barchpic/2007/06-29/9b/58/7c/athene-5bi56ze2wcgkdzquj9_layout.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="220" src="http://www.bild.bundesarchiv.de/dev02/barchpic/2007/06-29/9b/58/7c/athene-5bi56ze2wcgkdzquj9_layout.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Sie findet sich in Anzilleros Pedigree: Asterblüte bei ihrem Derbysieg 1949&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bis zu jenem Tag vor zehn Jahren war Anzillero, der in der Mutterlinie über Allegretta auf Asterblüte zurückgeht, der sprichwörtlich „ewige Platzierte“ gewesen, wie Manfred Chapman ihn in der Parade vor dem Rennen bezeichnet hatte. Tatsächlich war der große Triumph, den die Erlenhofer mit Anzillero in Düsseldorf feiern konnten, erst der dritte Sieg des von ihnen selbst gezogenen Hengstes, der allerdings seine Laufbahn als Dreijähriger mit einem überlegenen Maidensieg eingeläutet und bei seinem zweiten Versuch im Jean-Harzheim-Rennen an Network immerhin den späteren Sieger des Union-Rennens auf den zweiten Platz verwiesen hatte. Ein Einstand absolut nach Maß also – und besonders sein Listensieg war in der Rückschau einige Ehren wert und berechtigte selbstredend zu größeren und größten Hoffnungen, die Anzillero jedoch danach nie so ganz einlösen konnte. In der Union kam er schon mit respektablem Rückstand auf Network, den er zuvor ja noch besiegt hatte, auf den dritten Rang, im von Samum gewonnenen Derby landete er als Achter – ganz sicher enttäuschend für seinen Anhang – nur im geschlagenen Feld. Dass er hierbei immerhin wieder einen Platz &lt;u&gt;vor&lt;/u&gt; Network blieb, konnte da nicht einmal ein schwacher Trost sein. Und auch der dritte Platz, den er zum Abschluss seiner Dreijährigen-Kampagne nach rund dreieinhalb Monaten Pause in einem Düsseldorfer Gruppe-III-Rennen belegte, war zwar ganz nett, entsprach aber wohl nur bedingt den hochfliegenden Hoffnungen, die Anzillero zeitweise gegolten haben dürften.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Versprechend begann seine zweite Saison auf der Rennbahn. Der nunmehr vierjährige Erlenhofer kam 2001 aus mehreren Rennen auf Gruppe-Ebene nie ohne ein Platzgeld nach Hause und bewies vor allem im Hansa-Preis sowie im Großen Mercedes-Benz-Preis, dass er in der Liga der ganz Großen namens Subiaco oder Samum durchaus mitreden konnte. Ein Pferd, wie es sich viele Besitzer erträumen und meistens nie bekommen also… ein Pferd, auf das man wirklich stolz sein konnte. Und doch blieb da sicherlich der Traum vom ganz großen Sieg für den ewigen Platzierten. Dieser große Traum sollte sich dann für den von Beginn an bei Dave Richardson in Frankfurt trainierten Anzillero am 22. Juli 2001 erfüllen, als er nach den beiden Siegen zu Beginn seiner Laufbahn noch einmal – ein letztes Mal, wie sich erst deutlich später herausstellte – als Erster die Ziellinie überquerte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.gestuet-erlenhof.de/pferdebilder/headerlogo.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.gestuet-erlenhof.de/pferdebilder/headerlogo.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bei diesem Triumph, der der eigentlich aus dem Dressursport stammenden Familie Rothenberger-Krause, die in die Wiederbelebung der alten Erlenhofer Tradition seit Mitte der 1990er Jahre viel Mühe, Energie und auch Geld investiert hatte, den größten Moment ihrer galopprennsportlichen Aktivitäten bescherte, mögen für viele Rennbahnbesucher wunderbare Erinnerungen an große Galopper der Vergangenheit wach geworden sein, die in den gleichen rot-blauen Farben einst den Turfsport bereichert hatten – gleich ob sie nun Neckar, Nereide oder Ticino hießen. Einige schöne Erfolge hatten die neuen Verantwortlichen auf dem Gestüt in Bad Homburg schon feiern können, seien es nun der Union-Erste Twen, der Gruppesieger Ladoni, die später in die USA verkaufte großartige Stute Moonlady oder der Derby-Dritte Masterplayer. Anzillero jedoch übertraf sie in Düsseldorf alle und reihte sich nach seinen vielen Platzierungen nun endlich in die illustre Reihe großer Erlenhofer Pferde ein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.flaemmli.homepage.t-online.de/images/NeckarXX.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="233" src="http://www.flaemmli.homepage.t-online.de/images/NeckarXX.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Einer der ganz großen Erlenhofer der Vergangenheit: Neckar&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und nun? Was macht man mit einem frisch gebackenen Gruppe-I-Sieger im besten Rennpferdalter von vier Jahren? Man versucht selbstverständlich, diesen Erfolg zu bestätigen und so aus einem Gruppe-I-&lt;u&gt;Sieger&lt;/u&gt; eben keine Eintagsfliege, sondern ein echtes Gruppe-I-&lt;u&gt;Pferd&lt;/u&gt; zu machen. Auch in Anzilleros Fall wurde diese folgerichtige Route eingeschlagen, die den Hengst als nächstes Mitte August 2001 nach Köln zum Vorläufer des Rennens führten, das heute als Rheinland-Pokal ausgetragen wird. Der Versuch scheiterte allerdings ziemlich drastisch, denn während Sabiango, Boreal und Belenus auf den ersten drei Plätzen das Geschehen bestimmten, kam Anzillero mit erheblichem Rückstand nur auf den vorletzten Platz unter acht Startern. Dieser ersten Ernüchterung nach dem großen Triumph von Düsseldorf folgten noch zwei weitere Start, einmal in Frankreich, dann auch in Italien. Doch auch sie, darunter der Griff nach den Sternen im von Sakhee gewonnenen Prix de l’Arc de Triomphe Anfang Oktober, führten nicht zur gewünschten Bestätigung von Anzilleros bester Leistung, denn bei beiden Gelegenheiten endete der Erlenhofer unter seinem ständigen Jockey Kevin Woodburn nur im geschlagenen Feld.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.le-cheval-bleu.com/anzillero3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="238" src="http://www.le-cheval-bleu.com/anzillero3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Anzilleros Aufgalopp zum Prix de l'Arc de Triomphe&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;War Anzillero, dessen Rennlaufbahn mit diesen drei Fehlschlägen endgültig beendet war, also doch „nur“ ein Gruppe-I-Sieger statt eines echten Gruppe-I-Pferdes?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nüchtern analysiert muss man diese Einschätzung wohl bejahen – auch wenn er sich in Köln eine kleine Verletzung mit offener Wunde zugezogen hatte, auch wenn ihm die katastrophal stürmischen Wetterbedingungen bei seinem Start in Rom nicht zugesagt hatten. Eigentlich war wohl auch geplant gewesen, den Hengst 2002 nach einer Gestütspause über Winter noch einmal in den Rennstall zurückzuschicken und ihm Gelegenheit zu geben, seine Spitzenleistung zu wiederholen. Diese Pläne, über die sich Trainer Dave Richardson selbstverständlich sehr gefreut hatte, zerschlugen sich jedoch, als Anzillero auch im März noch nicht wieder aus dem Gestüt zurückgekehrt war. Gerüchte kursierten zunächst, die Erlenhofer trügen sich mit dem Gedanken, Anzillero in ein anderes Quartier zu geben, ehe scheibchenweise klar wurde, dass sogar aus einer Fortsetzung der Rennkarriere an sich nichts werden würde. Eine Untersuchung hatte ein vermindertes Lungenvolumen ergeben, dessen Ursache nicht zweifelsfrei zu klären war. An einem ausgestandenen Infekt aus dem Vorjahr lag es vielleicht, doch wie auch immer: Anzillero würde nicht mehr laufen, sondern stattdessen als Deckhengst für sein Heimatgestüt aufgestellt werden, so hieß es Mitte April 2002.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.gestuet-erlenhof.de/pferdebilder/anzillero.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://www.gestuet-erlenhof.de/pferdebilder/anzillero.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Anzillero als Erlenhofer Deckhengst&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zu schreiben, dass der neue Deckhengst, der auch ein Intermezzo in einem irischen Gestüt absolvierte, von der Züchterwelt zurückhaltend angenommen wurde, wäre fast noch eine Übertreibung. Tatsächlich lässt sich die Zahl seiner deutschen Fohlen seit 2003 fast noch an zwei Händen bequem abzählen, und fast alle entstammen sie Stuten aus Erlenhof. Bei einer derart geringen Anzahl von Nachkommen fällt eine Bewertung der Deckhengst-Qualitäten von Anzillero natürlich sehr schwer. Seine wohl besten Töchter dürften die zunächst von Waldemar Hickst und Dave Richardson trainierten Stuten Sorcillera und Fly Away sein, die immerhin Rennen gewinnen konnten und nach wie vor in Großbritannien bzw. Frankreich aktiv sind.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bedauerlich ist, dass das Gestüt Erlenhof nach der zunächst sehr lebhaften Renaissance bis um die Jahrtausendwende, deren Höhepunkt Anzilleros Sieg in Düsseldorf markiert, seine rennsportlichen Bemühungen mehr und mehr zurückfuhr. Weitere größere Erfolge blieben im Anschluss aus, und von den selbst gezogenen Vollblütern konnte kaum einer auf der Rennbahn wirklich überzeugen. Aktuell hat das Gestüt selbst keine eigenen Pferde mehr im Training, die Mutterstuten sind zum Teil andere Gestüte verpachtet worden, und auch Anzillero befindet sich nicht mehr in Bad Homburg, sondern in Frankreich, wo er von einem kleineren, aber scheinbar ambitionierten Züchter namens Claude Pelsy aufgestellt wurde. Wie sich seine Zukunft entwickeln wird, muss weiterhin abgewartet werden. Seine ersten dort gezogenen Nachkommen müssten in diesem Jahr rennbahnfertig sein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.le-cheval-bleu.com/anzillero-tete.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="233" src="http://www.le-cheval-bleu.com/anzillero-tete.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Nun als Deckhengst in Frankreich&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Doch auch für zwei weitere maßgebliche Zweibeiner im Leben eines Rennpferdes war Anzilleros Entwicklung zum Gruppe-I-Sieger ein absolutes Highlight – nämlich für seinen Trainer Dave Richardson, der das Gefühl eines solchen Triumphs als Reiter (z.B. bei seinen Derbysiegen mit Lauscher 1971, Navarino 1980 und Philipo 1986) durchaus selbst schon kennengelernt hatte, jedoch als Trainer in seiner Ende 1991 gestarteten zweiten Karriere trotz einiger besserer Pferde wie etwa Tajawall, Sign of Nike, Touchdown, Indian Point, Siamo oder Shebar nie zuvor und auch seitdem nie wieder einen vergleichbaren Crack in seiner Obhut hatte. Nur noch sehr klein ist inzwischen die Zahl der von ihm trainierten Pferde. Leider ist ihm, nachdem er mit Anzillero zweifellos sein Meisterstück gemacht hatte, der Erfolg nicht treuer geblieben. Verdient gehabt hätte er es ganz sicher.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ebenfalls zu den Trainern, die aktuell ein recht kleines Lot betreuen, zählt der Mann, in dessen an Höhepunkten bestimmt nicht armer Jockey-Karriere Anzilleros Düsseldorfer Erfolg einen letzten ganz großen Meilenstein markierte: Kevin Woodburn. Nachdem der Hengst in seiner ersten aktiven Saison von verschiedenen Reitern, darunter besonders Pascal van de Keere, gesteuert worden war, avancierte Woodburn 2001 ab dem Frühjahrsmeeting in Baden-Baden 2001 zu Anzilleros festem Jockey. Zwar blieb es in den folgenden Rennen bei dem einen spektakulären Treffer, aber dieser Sieg war zu einem großen Teil auch seinem Reiter zu verdanken. Für Kevin Woodburn, der sich bereits zu diesem Zeitpunkt mit dem Gedanken trug seine Jockey-Laufbahn zu beenden und in München ins Traineramt einzusteigen, war der Sieg eine Genugtuung: „Ich bin in den letzten Wochen immer runtergesungen worden. Heute habe ich aber gezeigt, was ich auf guten Pferden noch kann, denn ich bin mit Sicherheit noch gut genug“, so seine Worte in einem Interview im Anschluss an das Rennen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.krefelder-rennclub.de/kr_rennclub_deutsch/images/cdt/cdt_27.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.krefelder-rennclub.de/kr_rennclub_deutsch/images/cdt/cdt_27.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Noch zu Jockeyzeiten: Kevin Woodburn&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dennoch blieb es dabei: Für Kevin Woodburn, damals eine Art Speldorfer Original, über dessen neueste Geschichten ich gerne von meinem Vater informiert wurde, der häufiger die gleiche Wirtschaft besuchte wie der englische Jockey, waren die Tage im Sattel gezählt. Nachdem er dank Anzillero zum Abschluss seiner Karriere noch einmal die Chance erhalten hatte im Prix de l‘Arc de Triomphe zu reiten, hängte er noch einige Wochen an, um schließlich Ende Januar 2002 die Rennstiefel wirklich auszuziehen. In München hielt es ihn nicht lang, und erst durch den Wechsel nach Neuss scheint er inzwischen sein neues Zuhause als Trainer, wenn auch eben mit einem kleinen Lot, gefunden zu haben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich persönlich habe Kevin Woodburn immer gerne reiten sehen und erinnere mich an manch ein taktisches Meisterwerk, so etwa den spektakulären Ritt mit der Stute Tsarina im Silbernen Band der Ruhr 1994, als er teilweise um mehr als ein Dutzend Längen vor dem Feld liegend vorwegmarschierte und sich außen die beste Spur suchte. Alle Anwesenden rings um mich herum waren an jenem nasskalten Novembertag auf der Mülheimer Rennbahn sicher, dass der Jockey größenwahnsinnig sein müsse und garantiert am Ende vom Feld gestellt und geschluckt werden würde. Doch genau dies geschah nicht, und das triumphierende Strahlen auf dem Gesicht des Reiters, als er mit der Stute zurück in den Absattelring kam, sprach Bände. Optisch hat sich Kevin Woodburn, wenn er den Sturzhelm aufgesetzt hat, der die Abwesenheit von Haarpracht verdeckt, in Jockey-Montur kaum verändert, wie man dann und wann bei Ex-Aktiven-Rennen und Trainerreiten beobachten kann. Und auch hier ist er, so im letzten Jahr auf der von ihm selbst trainierten Stute Cringid Mor in Hamburg, immer noch für einen Glanzritt gut.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was wohl in zehn Jahren aus dem Siegergespann des vergangenen Wochenendes in Hoppegarten, also aus Danedream, Andrasch Starke und Peter Schiergen geworden sein wird? Warten wir ab, welche Geschichten sie in Zukunft noch zu erzählen haben werden!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-7490387469209144331?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/7490387469209144331/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/07/anzilleros-sternstunde.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/7490387469209144331'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/7490387469209144331'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/07/anzilleros-sternstunde.html' title='Anzilleros Sternstunde'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-4645037130443724746</id><published>2011-07-17T00:34:00.005+02:00</published><updated>2011-07-18T23:38:56.791+02:00</updated><title type='text'>Derby unter Wasser</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Genau zwei Wochen sind seit dem Derby 2011 nun schon wieder ins Land gegangen, und so hatten auch meine in Hamburg von den nicht gerade sommerlichen äußeren Bedingungen ziemlich durchweichten Füße inzwischen wieder ausreichend Zeit zum Trocknen. Das Abenteuer Hamburg ist sogar erstaunlicherweise völlig ohne Erkältung abgegangen, was vielleicht an dem innerlichen Glühen liegen könnte, mit dem ich am ersten Juli-Sonntag die Rückreise antrat, nachdem feststand, welches Pferd das wichtigste Rennen des deutschen Turfkalenders gewonnen hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.ka-news.de/storage/scl/extern/dpa/sportsline/pferdesport/news/717797_m1t1w250q75v62318_jpeg-147DC60049658781-20110703-img_31230678.original.large-4-3-800-369-0-2631-1698.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.ka-news.de/storage/scl/extern/dpa/sportsline/pferdesport/news/717797_m1t1w250q75v62318_jpeg-147DC60049658781-20110703-img_31230678.original.large-4-3-800-369-0-2631-1698.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Mag auch Regen und weichen Boden: Waldpark, Derbysieger 2011&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Waldpark… Mensch, was hat mich das gefreut. Genau genommen freut es mich immer noch, was Wurftaubes Söhnchen da für eine Glanzleistung vollbracht hat. Und live dabei gewesen zu sein statt das Rennen nur per Internet vom heimischem Schreibtisch aus zu verfolgen, hat die ganze Sache so richtig perfekt gemacht. Was genau ich da auf der matschigen Wiese veranstaltet habe, als mir auf einen Schlag kurz nach dem Einbiegen des Derbyfeldes in die Zielgerade klar wurde, dass der sympathische, kleine Sommernachtstraum an diesem Tag ohne Möglichkeiten war, dafür aber mein anderes insgeheim erhofftes Wunschpferd in bestechender Haltung außen nach vorne ging, weiß ich nicht mehr so recht. Allerdings flossen wenig später Tränen der gerührten Freude. Dass mir das mal auf einer Rennbahn passieren würde…&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aber warum eigentlich nicht? Schließlich ist Waldpark nicht nur ein mehr als würdiger Derbysieger, der mir schon bei seinem Auftritt in Baden-Baden im Derby-Trial gefiel und mich auch in Hamburg die gesamte Zeit über durch seine Gelassenheit beeindruckte, sondern ich verbinde mit seiner Familie eine Menge schöner Erinnerungen und Geschichten. Waldpark verkörpert quasi in idealer Weise genau das, was mich am Galopprennsport außer der unmittelbaren Spannung der gerade aktuellen Rennen ganz besonders fasziniert. Er ist lebendige Tradition auf vier sehr flinken und ausdauernden Beinen und zugleich jede Menge Hoffnung auf die Zukunft.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was machen mir da schon ein paar nasse Füße?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Eigentlich – nichts...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ohnehin sind wir am vergangenen Wochenende im Vergleich zu früheren Derby-Austragungen trotz allem noch einigermaßen glimpflich davongekommen, was die Wolkenbruchmenge angeht. Man denke da nur an die Schlammschlacht von 1978, an deren Ende Zauberer aus dem Gestüt Bona Derbysieger wurde. Außerordentlich anschaulich beschreibt Harald Siemen diesen Tag in seinem Derby-Buch so: „Um die Mittagszeit des 2. Juli 1978 hatte eines der erwähnten Tiefdruckgebiete ausgerechnet über der Horner Rennbahn seinen tiefsten Stand erreicht. Unaufhörlich goss es in Strömen vom Himmel, ein Landregen hüllte die Rennbahn in einen grauen Schleier und verwandelte das Geläuf bis zu dem als sechstes Rennen angesetzten Derby in einen Acker und das Schuhwerk der 25.000 Besucher, soweit es nicht aus Gummistiefeln bestand, in entsorgungsreifes Altleder.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und trotz allem war dies noch nichts im Vergleich zum Derby 2001, denn:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;Es war einmal vor zehn Jahren…&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;… als das Deutsche Derby im wahrsten Sinne des Wortes beinahe in den Fluten einer durch ein orkanartikes Unwetter bedingten Überschwemmung ertrank, wie sie auch in Hamburg Seltenheitswert hatte. Wäre das Derby nur vierundzwanzig Stunden früher am Samstag statt am Sonntag zur Austragung gekommen, dann… ja, was dann? Wäre es dann nachgeholt worden? Hätte man es neu ausgeschrieben und für Seepferdchen geöffnet? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zu derlei ziemlich albernen Scherzen wird den Verantwortlichen hinter den Kulissen der Derby-Woche 2001 allerdings sicher nicht zumute gewesen sein, denn was sich auf der Rennbahn in Hamburg-Horn am Vortag des geplanten Höhepunkts einer ansonsten bei sehr angenehmem Sommerwetter abgelaufenen Derbywoche ereignete, war weit mehr als nur ein schwerer Wolkenbruch.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.wetterzentrale.de/extern/fuchs/StrUnw010706/BodenWK01070600.gif" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="221" src="http://www.wetterzentrale.de/extern/fuchs/StrUnw010706/BodenWK01070600.gif" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Wetterkarte Juli 2001 - Land unter in Hamburg und anderswo&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ganz plötzlich brach das Unheil über das Hamburger Rennbahnpublikum herein, das am 30. Juni 2001, dem Samstag vor dem Derby, gerade das fünfte Rennen der Tageskarte verfolgt hatte. Soll man im Namen des Siegers in jenem Ausgleich I, der Frühtau hieß und inzwischen auch als Deckhengst, wenn auch in der Ponyzucht, eingesetzt wird, ein feuchtes Omen sehen? Nein, das erscheint eindeutig überinterpretiert. Allerdings war es tatsächlich so, dass die Siegerehrung rund um das Team von Frühtau noch lief, als sich der Himmel über der Horner Rennbahn rasch und ausgesprochen dramatisch verdunkelte. Die dunkelgrau-schwarzen Unwetterwolken sahen überaus bedrohlich aus und brachten am eigentlich helllichten Tag Nachtstimmung über die Rennbahn, so dass den Anwesenden wohl auch ohne die Durchsagen des Rennbahnsprechers klar geworden wäre, dass sie sich besser einen wettergeschützten Platz suchen sollten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wenig später öffnete der Himmel seine Schleusen in ungeheuer dramatischer Art und Weise, und als das Unwetter sich nach rund einer Viertelstunde wieder verzog, war das Horner Moor zur Seenlandschaft geworden. Alles stand unter Wasser, stellenweise sogar so tief, dass Bierzeltgarnituren als Laufstege dienen mussten. Die schlimmsten Spuren hatte das Unwetter aber auf dem völlig durchweichten Geläuf hinterlassen, das Wassermassen in dieser extremen Größenordnung einfach nicht abführen konnte. Land unter in Hamburg-Horn!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was sollte unter diesen Umständen aus den eigentlich für jenen Samstag noch geplanten fünf Rennen werden? Eine Inspektion des Geläufs, an der neben der Rennleitung auch Jockey Andreas Suborics beteiligt war, ergab ein niederschmetterndes Ergebnis: Nichts ging mehr – zumindest nicht an diesem Tag. Und so musste der restliche Renntag schweren Herzens nach der Hälfte der Veranstaltung abgesagt werden. Zuschauer, Besitzer, Aktive, Vierbeiner… sie alle mussten unverrichteter Dinge abziehen und konnten nur hoffen, dass sich die sintflutartigen Folgen des schweren Unwetters bis zum folgenden Tag, an dem das Rennen aller Rennen gelaufen werden sollte, zumindest noch etwas würden mindern lassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ganz so arg wie bei der Überschwemmung der Rennbahn in Halle Anfang diesen Jahres hatte es die Hamburger zwar vor zehn Jahre nicht getroffen, doch am folgenden Sonntagmorgen ergab eine bange Überprüfung des Geläufs nach wie vor ausgesprochen matschige Verhältnisse und einen offiziellen Bodenwert von 5,9. Nicht gerade optimale Bedingungen also, außer man hatte zufällig ein als Sumpfhuhn geeignetes Pferd genannt, aber doch grundsätzlich machbar. Oder doch nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.mz-web.de/ks/images/mdsBild/1295257764144l.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://www.mz-web.de/ks/images/mdsBild/1295257764144l.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Rennbahn &lt;u&gt;&lt;i&gt;richtig&lt;/i&gt;&lt;/u&gt; unter Wasser - Halle Februar 2001&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Viele Trainer und Besitzer hatten hier zumindest Zweifel, und so sah sich der Hamburger Rennverein nach dem katastrophalen Samstag mit einer Welle neuer Hiobsbotschaften konfrontiert, als mehr als zwei Dutzend Pferde angesichts der Bodenwerte zu Nichtstartern erklärt wurden. Darunter befand sich zum Entsetzen der Verantwortlichen auch ein ganz besonderes Pferd – der Vorab-Favorit für das neunte Rennen, das Derby, ein Fährhofer Hengst namens Sabiango. Dieser Sabiango war bislang viermal am Start gewesen und hatte nur bei seinem Debüt als Dreijähriger in einem Hannoveraner Listenrennen eine Niederlage hinnehmen müssen. Abgesehen davon hatte er sich als dreifacher Sieger auszeichnen können, und spätestens nach seinem Erfolg im Union-Rennen hatte der von Andreas Suborics gesteuerte Sabiango sich seinen Favoritenrang unter den eigentlich angekündigten zwanzig Derbykandidaten redlich verdient.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und nun sollte das Hamburger Hauptereignis ausgerechnet auf Sabiango verzichten müssen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Enttäuschung über die Entscheidung von Andreas Wöhler wog verständlicherweise schwer, doch wenn man bedenkt, dass Sabiangos einzige Niederlage sich bei einem Bodenwert von 6,5 (schwer) abgespielt hatte, liegt auf der Hand, dass der Fährhofer mit solchen Verhältnissen einfach nicht zurechtkam. Und so war Sabiangos Abmeldung, die der Trainer auch zuvor schon gelegentlich angedeutet hatte für den Fall, dass die Bodenwerte nicht passen sollten, eben vor allem eins: konsequent!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So fehlte dem großen Rennen aber nun auch das symbolische Zugpferd. Gab es unter den nach einer weiteren Abmeldung noch verbliebenen achtzehn Kandidaten einen Starter, der diese Lücke füllen&amp;nbsp;konnte?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Das wettende Publikum war sich uneinig, denn zu deutlich hatte Sabiango vorab die Erwartungen dominiert, und so gab es mehrere Pferde, die am Toto unter 100:10 standen, als es in die Startboxen ging. Allesamt entstammten sie großen Trainingsställen oder Gestüten, für die ein Derbysieg kein Neuland war: Barsetto als Steigenberger Vertreter, Limerick Boy aus dem erfolgsverwöhnten Quartier von Andreas Schütz, Krombacher im rot-weißen Ittlingen-Dress, Somotillo als „Ersatz“-Fährhofer, Iberus für Schlenderhan und Syrakus in den Röttgener Traditionsfarben… Sie alle hatten in den diversen Vorbereitungsrennen auf dem Weg zum Derby durchaus auf sich aufmerksam machen können, aber an Sabiangos Leistungen hatten sie nie recht herangereicht. Würde nun einer von ihnen die Abwesenheit des vermeintlichen Jahrgangsprimus nutzen und sich das Blaue Band sichern?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Um es kurz zu machen: Nein, keinem der oben Genannten gelang dies am 1. Juli 2001 in Hamburg-Horn. Der tatsächliche spätere Derbysieger trug allerdings auch traditionelle Farben eines führenden deutschen Gestüts, aber irgendwie hatten nur wenige Rennbahnbesucher den Hengstnamens Boreal aus dem Gestüt Ammerland &amp;nbsp;auf der Rechnung gehabt, und so kam es, dass der Derbysieger, der sich das Rennen letztlich locker mit anderthalb Länge Vorsprung vor den beiden noch viel größeren Außenseitern Lierac und Near Honor sicherte, seine Wetter am Toto mit einem dreistelligen Wert von 104:10 belohnte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;object class="BLOGGER-youtube-video" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" data-thumbnail-src="http://1.gvt0.com/vi/msSIR-0lap0/0.jpg" height="266" width="320"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/msSIR-0lap0&amp;fs=1&amp;source=uds" /&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /&gt;&lt;embed width="320" height="266"  src="http://www.youtube.com/v/msSIR-0lap0&amp;fs=1&amp;source=uds" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Warum hatte man ihn nicht stärker auf der Rechnung gehabt? Immerhin entstammte Boreal einer ausgesprochen erfolgreichen Familie, deren bisheriges züchterisches Glanzstück seine um vier Jahre ältere Schwester Borgia war, die ihm 1997 schon vorgemacht hatte, wie das ging mit dem Derbysieg. Auch Mama Britannia war eine sehr gute Rennstute gewesen. Überdies war Boreal eigentlich bei all seinen Starts nach dem auf Anhieb abgehakten Maidensieg immer vorne mit dabei gewesen, und auch sein dritter Platz im Union-Rennen (natürlich hinter Sabiango!) konnte sich sehen lassen. Weniger als eine Länge hatte die beiden Hengst, zwischen die sich noch Barsetto geschoben hatte dort getrennt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Einen Vorteil gegenüber Sabiango hatte Boreal auf alle Fälle: Der mehr als weiche Boden in Hamburg-Horn machte ihm nicht das Geringste aus, und so profitierte er eben von der Abwesenheit des Fährhofers und tat es seiner illustren Schwester gleich, um Britannia zu einer jener seltenen Zuchtstuten zu machen, die gleich zwei Derbysiegern das Leben geschenkt haben. Nur vier Jahre nach Borgias Sieg war es so dank Boreal erneut ein ganz großer Tag für das Gestüt Ammerland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.ndr.de/sport/pferdesport/galopp126_v-contentgross.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="180" src="http://www.ndr.de/sport/pferdesport/galopp126_v-contentgross.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Gewonnen! Derbyieger Boreal trotz Boden weich&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Amüsantes Detail am Rande: In einem Artikel der Rheinischen Post, der vor dem Derbywochenende erschienen war, hatte sich Boreals Betreuer Peter Schiergen, für dessen noch junge Trainerkarriere dieser erste Derby-Treffer ein ganz wichtiger Erfolg war, so geäußert: "Etwas Regen wäre noch gut für uns."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es wurde dann bekanntlich &lt;u&gt;etwas mehr&lt;/u&gt; Regen... Petrus hatte zumindest aus dieser Perspektive gut zugehört und prompt reagiert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.rp-online.de/sport/Favorit-Sabiango-reist-in-letzter-Sekunde-an_aid_299760.html"&gt;Pressespekulationen vor dem Derby 2001&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Frage, ob Boreal denn auch gewonnen hätte, wenn es das sintflutartige Unwetter am Derby-Vortag und somit die Abmeldung von Sabiango nicht gegeben hätte, ist natürlich vor zehn Jahren intensiv diskutiert worden. Alles in allem sieht es so aus als sei Sabiango, der weltweit drei Gruppe-I-Rennen gewinnen konnte, das etwas bessere Rennpferd gewesen. Oder doch umgekehrt?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zwei weitere Mal begegneten die beiden Hengste sich auf der Rennbahn, und je eines dieser Zusammentreffen in Köln beziehungsweise Baden-Baden konnten Boreal und Sabiango im internen Duell für sich entscheiden. Vielleicht wäre es also gerechter, beide als ausgezeichnete Galopper zu bezeichnen, die später auf jeweils getrennten Pfaden auch international beweisen konnten, dass sie zu hohen und allerhöchsten Leistungen imstande waren. In Boreals Fall ist es natürlich vor allem sein spektakulärer Triumph im Coronation Cup 2002, als er auf Gruppe-I-Ebene in Epsom solchen Größen wie Marienbard oder Kutub locker das Nachsehen gab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://news.bbc.co.uk/media/images/38061000/jpg/_38061962_boreal_all.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://news.bbc.co.uk/media/images/38061000/jpg/_38061962_boreal_all.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Boreal gewinnt den Coronation Cup 2002 - &lt;br /&gt;und wieder war der Boden alles andere als abgetrocknet!&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nur logisch war es da, dass sein Heimatgestüt den schlammfesten Derbysieger des Jahres 2001 da als eigenen Deckhengst aufstellte, doch ähnlich wie seine Schwester Borgia erwies sich der Ammerländer auf diesem Gebiet leider als eine große Enttäuschung. Nur noch sehr bescheiden ist seine Decktaxe heute, noch bescheidener die Anzahl seiner bisherigen Nachkommen. Sie sind eben ein großes Rätsel, die Gesetzmäßigkeiten und Geheimnisse der Vollblutzucht.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.gestuet-ammerland.com/node/35"&gt;Boreal als Deckhengst&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Sabiangos zweite Karriere im Gestüt, die sich nach einem Beginn in Frankreich nun wieder in seinem Heimatgestüt Fährhof abspielt, scheint hingegen zumindest etwas hoffnungsvoller zu verlaufen, wobei es nach ersten kleineren Erfolgen mit Pferden wie Perfect Son, Per Se oder Ostler sicherlich noch viel zu früh ist, um hier auch nur annähernd ein Urteil zu fällen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.faehrhof.de/index.php?m=e3&amp;amp;lang=de"&gt;Sabiango als Deckhengst&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Fest steht aber bereits jetzt: Im Vergleich zu den Vorkommnissen um das Sintflut-Derby vor zehn Jahren kann man die Verhältnisse, unter denen sich Waldparks Derbysieg in diesem Jahr ereignete, als regelrecht schönes Wetter bezeichnen. Wie gesagt – was machen schon ein paar nasse Füße, wenn man ein wirklich mitreißendes Derby live miterleben kann? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Genau – nichts!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-4645037130443724746?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/4645037130443724746/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/07/derby-unter-wasser.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/4645037130443724746'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/4645037130443724746'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/07/derby-unter-wasser.html' title='Derby unter Wasser'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-187781917706593710</id><published>2011-06-29T18:47:00.000+02:00</published><updated>2011-06-29T18:47:34.838+02:00</updated><title type='text'>Klarer Favorit</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es ist wieder einmal soweit – die Zeit des Spekulierens und Diskutierens hat nun, nachdem das Union-Rennen und auch das früher als Consul Bayeff-Rennen bekannte Bremer Derby-Trial gelaufen wurden, &lt;u&gt;ernsthaft&lt;/u&gt; begonnen. Jene Pferde, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht im Derby antreten sollen, sind inzwischen endgültig gestrichen worden, und inzwischen scheinen nach einigen Turbulenzen und Verschiebungen in letzter Sekunde auch die Rittverpflichtungen klar zu sein. Kurzum: Die Derbywoche in Hamburg steuert mit jedem Tag mehr auf ihren jährlichen Höhepunkt zu. Wären wir beim Fußball, hätte man sicher am vergangenen Samstag, als sich in Horn erstmals für 2011 die Boxen öffneten, irgendwo diesen Gesang hören können… &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;„Jetzt geht’s lo-hos! Jetzt geht’s lo-hos…“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich mag sie ja sehr, all diese herrlich subjektiven und teils leidenschaftlich geführten Gespräche über die ganz persönlichen Derby-Favoriten, verbunden mit jeder Menge individueller Interpretationen der verschiedenen Vorbereitungsrennen, die uns durch das Frühjahr in den Sommer hinein begleitet haben. Rennverläufe werden verglichen, Taktiken diskutiert, es wird über Stamina und Speedvermögen gerätselt, Jockey- und Traineraussagen werden analysiert – und am Ende… tja, am Ende bin zumindest ich in diesem Jahr überhaupt nicht schlauer als vorher.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich kann mich nämlich nach wie vor nicht entscheiden, wer denn nun &lt;u&gt;mein&lt;/u&gt; Derbyfavorit 2011 werden soll. Viel zu offen ist für mich diesmal die Lage, viel zu groß noch das Feld der möglichen chancenreichen Kandidaten. Natürlich habe ich Pferde, die einen guten Eindruck auf mich gemacht haben, und Trainer/Jockeys/Besitzer, denen ich einen Derbysieg ganz besonders gönnen würde. In mehr oder weniger bunter Reihenfolge, eben weil ich mich (noch) nicht entscheiden kann:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Gereon… ja, schön wäre es, wenn dieses kleine Underdog-Märchen für alle Beteiligten Wirklichkeit werden könnte…&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Saltas, den ich nett finde und der mir – einfach schon aus freundschaftlicher Sympathie genehm wäre…&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Waldpark, der wegen seiner familiären Herkunft das Galoppsportgeschichteherz in mir heftig zum Klingen bringt und mir in Iffezheim wirklich gefallen hat…&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Sommernachtstraum, der nicht nur einen wunderschönen Namen für mich Shakespeare-Liebhaberin hat, sondern bislang auch gleich mehrfach kaum mit dem Glück im Bunde war – und mir in Baden-Baden ebenfalls sehr sympathisch…&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Brown Panther, der mir ganz aktuell beim Ascot-Livestream-Schauen ungemein imponiert hat…&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ja, das wären meine gegenwärtigen Top Five, und ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich nicht unbedingt eine Fortsetzung der Schlenderhan-Dominanz bräuchte, die bislang diese Rennbahnsaison zu prägen scheint. Wenn ich mir denn nun&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;partout einen der Schwarz-Blau-Roten aussuchen müsste, fiele die Wahl wohl auf Arrigo, aber insgesamt inspiriert mich keines der vielen Schlenderhan-Pferde wirklich. Und überhaupt: Ich bin für Abwechslung! Aber richtig entscheiden kann ich mich einfach nicht, und werde daher Hamburg-Horn wohl auf mich zukommen lassen, um mich spontan am Führring zu entscheiden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es ist diesmal auch deswegen besonders schwer mit der Auswahl eines Favoriten, weil man einen Jahrgangsprimus, der klar und deutlich über der Konkurrenz steht, in diesem Frühjahr vergeblich suchte. Das war vor fünfzehn Jahren jedoch deutlich anders…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war einmal vor fünfzehn Jahren&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Damals nämlich, anno 1996, schien es weit und breit nur einen Hengst zu geben, der für den Derbysieg in Frage kam. Es war ein ziemlich blaublütig gezogener Fährhofer namens Lavirco, dem diese Ehre praktisch von jedem Rennbahngänger zuerkannt wurde, und der Dreijährige hatte sie sich auch wirklich mehr als redlich verdient. Recht eng war über die Mutterlinie seine Verwandtschaft mit dem damals schon großen Lomitas, und auch wenn seine Mutter La Virginia ein ordentliches, obwohl nicht überragendes, Rennpferd gewesen war, mussten ihrem Mitte März 1993 geborenen Königsstuhl-Erstling Lavirco gewisse Hoffnungen gelten. Immerhin wurde dieses Zuchtrezept in den beiden Folgejahren, noch ehe man wissen konnte, was für ein großer Treffer hier geglückt war, in identischer Weise wiederholt, wobei mit einem Hengst namens Laveron auch noch einmal ein weiteres überragendes Rennpferd das Licht der Welt erblicken sollte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Lavirco jedenfalls wurde allen Hoffnungen mehr als gerecht, denn er zauberte eine zwar leider verletzungsbedingt nur recht kurze, aber umso beeindruckendere Karriere auf den grünen Rasen, die ihn vor fünfzehn Jahren – vollkommen zu Recht, wie sich dann am 7. Juli 1996 in Hamburg-Horn herausstellte – zum einzigen ernsthaft diskutierten Derbyfavoriten stempelte. Zu überlegen stand der Fährhofer Hengst, der bis zum Rennen aller Rennen für die Dreijährigen überhaupt nur einmal, nämlich im Dr. Busch-Memorial zum Saisonstart, bezwungen worden war, über der gleichaltrigen Konkurrenz als dass man wirklich ernsthaft noch andere Namen hätte diskutieren können. Allenfalls der viel zitierte „Turfteufel“, ein ausgesprochen schlechter Rennverlauf oder sonstige dramatische Missgeschicke, die ihm aber niemand wünschte, schienen Lavircos Derbysieg vorab überhaupt nur ganz theoretisch in Frage stellen zu können. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dazu kam es nicht. Das Glück blieb dem bildhübschen, fast schwarzen Hengst mit der kleinen weißen Blesse auf der Stirn zumindest bis zu seinem größten Tag hold, und folgerichtig gewann Lavirco die 127. Austragung des Deutschen Derbys genauso überlegen und spielerisch leicht wie das praktisch alle Rennsportfreunde von ihm erwartet hatten. Blickt man auf die Siegquote von immerhin noch 29:10, so muss man sich angesichts seiner Vorleistungen schon ein wenig wundern, dass es sich für viele Menschen noch rentierte, dem Favoriten in den schwarz-gelben Traditionsfarben Geld mit auf die Reise über das Horner Moor gegeben zu haben. Er hätte durchaus auch noch deutlich kürzer am Toto stehen können.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Am Ende aber zählte nur eins: Lavirco erfüllte locker die Hoffnungen &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;seiner Anhänger, als er mit Richterspruch „überlegen“ vier Längen vor dem Zweitplatzierten Surako ins Ziel flog.&amp;nbsp;Jener Surako aus der Fährhof-Filiale von Heinz Jentzsch war es übrigens gewesen, der dem bei Peter Rau trainierten Lavirco Anfang des Jahres seine oben schon erwähnte, bis dato einzige Niederlage überhaupt beigebracht hatte, doch da sie Zuchtgefährten waren, unterstreicht dies nur, wie klar die Fährhofer mit Lavirco an der Spitze 1996 das Geschehen bei den dreijährigen Hengsten dominierten. Es war ein gutes Jahr für das Sottrumer Gestüt, und nebenbei der letzte richtig große Erfolg, den der hochbetagte Gestütsgründer Walther J. Jacobs live in Hamburg miterleben konnte. Er muss ihn sehr genossen haben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Von alledem hatte ich aber noch keine Ahnung, als ich am 16. September 1995 auf dem Weg zur Rennbahn in Mülheim war. Dass ich in Kürze den künftigen Derbysieger sehen würde, war mir wirklich nicht bewusst. Und&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;was heißt auch schon „sehen“? So besonders viel habe ich nämlich damals überhaupt nicht von Lavirco sehen können, denn ich kam zu spät.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun ja… fast zu spät. Immerhin habe ich beim Betreten der Rennbahn am Raffelberg noch mitbekommen, wie das Zweijährigen-Feld, zu dem auch der Fährhofer gehörte, mit enormem Tempo an mir vorbeihuschte. Zu mehr hat es leider nicht gereicht, denn ich war am Morgen, vor Beginn des Renntags ganz brav bei einem Arbeitsgruppentreffen für ein Uni-Projekt gewesen, das in Duisburg stattfand. Und eigentlich hatten wir so früh Schluss gemacht, dass ich meine schwere Büchertasche noch nach Hause hätte bringen können, ehe es auf die Rennbahn ging, wenn… tja, wenn die Straßenbahn mal gekommen wäre.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Sie kam aber nicht. Grrrr…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So stand ich innerlich knurrend und frustriert an einer Haltestelle in Duisburg, genau so weit von der Rennbahn entfernt, dass Laufen keinen Sinn mehr machte, wollte ich es rechtzeitig zum Start des ersten Rennens schaffen. Nun gut, das erste Rennen konnte ich verschmerzen, das zweite hätte ich schon gerne miterlebt, aber das dritte, die Konkurrenz der Zweijährigen, wollte ich wirklich unbedingt sehen. Nicht wegen Lavirco, denn der war eben damals für mich einfach nur ein Fährhofer Debütant, sondern wegen eines Ravensbergers namens Taifun. Die Ravensberger waren mir, da ich mich damals ja schon brennend für Rennsportgeschichte interessierte, ausgesprochen sympathisch, Taifun klang nebenbei so recht wie man sich einen Rennpferdnamen vorstellte, und der Windwurf-Sohn hatte beim Erstauftritt einen guten zweiten Platz hinter Hemingway erreicht. Das wirkte doch ganz vielversprechend, und genau darum zog es mich auch so dringend zurück nach Speldorf auf die Rennbahn.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.strab-mh.de/PSMH03/SM03-13_01.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="159" src="http://www.strab-mh.de/PSMH03/SM03-13_01.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Kam nicht... und kam nicht... und dann doch irgendwann noch!&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wenn nur die blöde Straßenbahn endlich gekommen wäre… oder ich am Morgen das Fahrrad genommen hätte, um nach Duisburg-Duissern zu kommen. Hatte ich aber nicht. Und so war ich zum sinnfreien Warten verurteilt. Grrrr…&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Als mir klar wurde, dass ich das erste Rennen der Tageskarte abschreiben konnte, begann ich mich langsam mit dem Gedanken an einen Gewaltmarsch durch den Duisburg-Mülheimer Wald auseinanderzusetzen, um zumindest das Hauptereignis an jenem Tag, das Berberis-Rennen für die zweijährigen Stuten, nicht auch noch zu verpassen. Aber die kiloschwere Büchertasche drückte wirklich sehr, also konnte ich mich nicht recht aufraffen, sondern brodelte nur leise frustriert vor mich hin. Grrrr…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und dann, etwa in dem Moment, als nach dem Zurückführen der Pferde aus dem zweiten Rennen ihre zweijährigen Artgenossen, unter ihnen Taifun und eben auch ein gewisser Lavirco den Führring in der Nachbarstadt betreten haben dürften, erschien endlich zu meiner großen Freude am Horizont die Silhouette einer Straßenbahn der Linie 901. Sollte es doch noch zu schaffen sein?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun ja, man soll sich nie zu früh freuen, denn kaum hatte ich die Büchertasche und mich in die Bahn befördert, als wir nach nur einer Haltestelle am Zoo wieder aus- und in eine Ersatzbahn umsteigen mussten. Die fuhr dann allerdings erst einmal nicht, sondern stand gemütlich an der Haltestelle Zoo/Uni. Grrrr…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Irgendwann, als ich gedanklich auch das dritte Rennen aufgegeben hatte, zockelte sie – was für eine Sensation! – dann doch noch los, nahm rasch Fahrt auf, sauste durch den Wald über die Stadtgrenze nach Mülheim, passierte die Monning, schaffte es sogar bis zum Raffelberg und brachte mich schließlich wirklich zur Haltestelle Rennbahn. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Geschafft – fast!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Startzeit für das dritte Rennen nahte unbarmherzig, und ich Gemütlichläuferin bin wohl selten so flott den kleinen Berg hinunter in Richtung Haupteingang geeilt. Die Bücher mussten wohl oder übel mit auf die Rennbahn kommen. Noch auf halber Strecke hörte ich über die Lautsprecher, dass das Rennen kurz vor dem Start stand, also legte ich noch einmal einen Zahn zu und passierte das Eingangstor bei zum Glück damals noch freiem Eintritt für die Damen ziemlich genau in dem Moment, als auch die Zweijährigen in die Zielgerade einbogen und der Tribüne zustrebten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war ein – unbeabsichtigt! – beeindruckendes Erlebnis, dieses Rennen aus ganz anderer Perspektive als sonst vorne am Ziel oder oben auf der Tribüne mitzuerleben. Ich sah das Feld nur kurz als ein Durcheinander leuchtender Rennfarben und um eine möglichst gute Positionierung ringender Pferde, sprintete über die kleine Wiese vor zu den Rails, und dann flitzten sie auch schon unter lautem Hufschlag an mir vorbei. Das Gras flog, die Luft vibrierte für einen Moment, und schon sah ich das Rudel Vierbeiner nur noch von hinten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Meine eigene Atemnot nach dem flotten Marsch den Berg hinab mag dazu beigetragen haben, aber meine Herz schlug plötzlich im Takt. Fasziniert starrte ich den wunderschönen Pferden nach. Und so bekam ich perfekt mit, wie sich ein Starter unwiderstehlich vom Feld löste, die Konkurrenz scheinbar spielerisch stehen ließ und am Ende mit einem satten Vorsprung von drei Längen durchs Ziel flog.&amp;nbsp;Leider war es nicht Taifun, denn für den langte es bei seinem zweiten Versuch, dem noch viele weitere Starts und auch insgesamt neun Siege folgen sollten, nur zu einem dritten Platz. Die Rivalen liefen eben in diesem speziellen Rennen einfach zu gut, und es war – natürlich – Lavirco, der gleich sein Lebensdebüt in einen, wie der Zielrichter feststellte, hochüberlegenen Sieg ummünzte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Angetan von der Vorstellung des in Bruchteilen von Sekunden für sehr schön empfundenen Pferdes lief ich rasch über die Wiese an den beiden Tribünen vorbei in Richtung Absattelring, um mir den Fährhofer genauer anzusehen, denn er schien intuitiv einfach ein verdienter Hoffnungsträger zu sein. Auch aus der Perspektive vom Rand des Absattelrings bestätigte sich der Eindruck für mich, und die hochzufriedene Reaktion von Jockey Torsten Mundry und Trainer Peter Rau auf den Sieg ihres Schützlings war ebenfalls bezeichnend. Zugegeben, ich habe auch Taifun ausgiebig bewundert, bis die Glocke zum Waageschluss zu hören war, aber Lavirco ist mir sehr lebhaft im Gedächtnis geblieben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.manfred-hentschel.de/pferdemalerei/_img/_horses/lavirco.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="274" src="http://www.manfred-hentschel.de/pferdemalerei/_img/_horses/lavirco.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Wie gemalt: Lavirco porträtiert von Manfred Hentschel&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So hat es mich auch gefreut, rund einen Monat später zu lesen, dass er im Preis des Winterfavoriten antreten würden – einfach, weil ich mit ihm einen konkreten Eindruck verbinden konnte… einen sehr positiven noch obendrein. Von den anderen Kandidaten in der Prüfung, die damals anders als heute noch keine Gruppe-Ehren bot, sondern als eher zahmes „Nationales Listenrennen“ gelaufen wurde, hatte ich schon den „bei uns“ in Mülheim trainierten Barlovento und den anderen Fährhofer Surako am Start und auch bei einem Sieg miterlebt. Auch Decamerone, dessen Name mich doch sehr an den Inhalt eines damals gerade aktuellen Uni-Seminars erinnerte, war schon Sieger aus Mülheim. Insgesamt aber räumte mein Vorstellungsvermögen damals Lavirco nach seinem imponierenden Mülheimer Treffer die größten Chancen ein, auch wenn sein Engagement im Preis des Winterfavoriten erst sein zweites Rennen überhaupt war und ihm somit praktisch alle Konkurrenten einige Erfahrung voraus hatten.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dieser Mangel an Vorbereitungsrennen störte Lavirco aber ganz und gar nicht, denn wieder gelang ihm auf der Bahn in Köln Weidenpesch ein souveräner Erfolg vor – genau! – Barlovento und Surako, die auch insgesamt gesehen hinter dem Sieger die auf Dauer erfolgreichsten Pferde in diesem Zweijährigenfeld werden sollten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun stand die Winterpause an, und während ich 1996 mit wachsender Begeisterung im Saisonverlauf die Entwicklung „meiner“ Wurftaube (wohl bis heute mein absolutes Lieblingsrennpferd!) verfolgte, war auf der Seite der Hengste Lavirco auch als Dreijähriger der ganz große Star. Nur zu Saisonbeginn konnte ihn – wie bereits erwähnt – Surako einmal schlagen, doch danach schien es kein Halten für Lavirco mehr zu geben. Er absolvierte eine klassische Vorbereitungsroute in Richtung Derby, die mehr und mehr sein Stehvermögen austesten sollte, und er bestand diese mit einem leichten Sieg im Mehl-Mülhens-Rennen sowie dem folgenden sogar wieder überlegenen Treffer in der Union souverän. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Danach konnte es einfach ernsthaft keine Zweifel mehr geben: Lavirco war genau das, was wir in dieser Saison nicht haben: Er war der uneingeschränkte und scheinbar nicht schlagbare Jahrgangsprimus und damit auch der rechtmäßige Derbyfavorit.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.pfer.de/lav.gif" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://www.pfer.de/lav.gif" width="236" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Lavirco mit seinem ständigen Reiter Torsten Mundry&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun ist es ja so, dass gerade am Derbysonntag manchmal die größten Favoriten rüde entzaubert werden. In Lavircos Fall geschah jedoch genau dies nicht, denn auch in Hamburg-Horn konnte ihm keiner seiner immerhin siebzehn Konkurrenten das Wasser reichen. Auch Surako, der ihn ja einmal geschlagen hatte, blieb mit vier Längen Abstand deutlich hinter dem überlegenen Triumphator&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;zurück, der sich nicht davon irritieren ließ, dass Konkurrent Arctic Boy nicht in die Startbox zu bewegen war. Nach dem Start ergab sich auf dem schon optisch sehr weichen Horner Geläuf ein nicht ganz alltägliches Bild, als sich das Feld an den Tribünen vorbei fast in zwei Hälften teilte. Zunächst waren die Pferde von Heinz Jentzsch vorne, dann aber rückten außen die beiden Fährhofer Farben – Lavirco mitgezogen durch den flott antretenden Surako – auf.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.stallionbook.de/en/node/3143"&gt;Lavircos Derby-Video&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Gegenüber hielt Torsten Mundry seinen Hengst im vorderen Mittelfeld, „in Lauerposition“, wie Manfred Chapman es mit einem klaren Blick erkannte, und bereits beim Einbiegen in den Horner Bogen war klar, dass der Fährhofer gemeinsam mit seinem Zuchtgefährten Surako zu einer kleiner werdenden Gruppe von Pferden zählte, die auch fürs Auge weiter richtig gut gingen. Die bislang Führenden, darunter Agnelli und auch der für einen Moment noch chancenreich aussehende Schimmel Silver Sign waren jedoch rasch keine ersthaften Rivalen mehr, als eingangs der Zielgeraden die beiden Fährhofer – um den dort vermutlich besseren Boden auszunutzen – weit nach außen strebten. Währenddessen wurde der Ittlinger Agnelli, der lange vorne gelegen hatte, rapide nach hinten durchgereicht, als ihm die Kraft ausging. Er hatte mit der Entscheidung nichts mehr zu tun, ebensowenig wie Silver Sign. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Musik spielte an anderer Stelle – nämlich außen bzw. in der äußeren Bahnmitte: Fast schien es für einen Moment als dränge Surako dabei Lavirco zu weit ab und nehme ihm die freie Entfaltungsmöglichkeit, aber schon wenige Galoppsprünge später waren die Verhältnisse klargestellt, und Lavirco konnte auf den letzten dreihundert Metern einem triumphalen Sieg entgegeneilen, während für den ebenfalls gut laufenden Surako nur der zweite Rang blieb.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Vier Längen waren es im Ziel – das war schon ein deutliches Wort, das zeigte, dass Lavircos Favoritenposition mit 29:10 in einem Feld von weit überwiegend dreistellig am Toto stehenden Konkurrenten absolut gerechtfertigt gewesen war… trotz aller (wie auch immer begründeter) Zweifel. Und so formulierte es auch Manfred Chapman aus der Moderatorenkabine:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;„Lavirco ist der Derbysieger! Und wie der gewinnt! Alle haben es nicht geglaubt, dass der doch so gut ist. Er ist der Beste! Lavirco hat gewonnen!“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Begeistert riss Jockey Torsten Mundry unmittelbar vor dem Ziel, Augenblicke vor dem größten Triumph seiner reiterlichen Laufbahn, die linke Faust hoch, und dann war er auch schon unangefochten als Erster mit Lavirco am Spiegel vorbei. Der logische Favorit hatte gewonnen und wurde zusammen mit seinem Jockey, Trainer Peter Rau und natürlich seinen Züchtern und Besitzern vom Gestüt Fährhof in Hamburg gebührend gefeiert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.sport-welt.de/sonstiges/interview/index.php?PHPSESSID=blpjride&amp;amp;id=185&amp;amp;rubrik=jt"&gt;Torsten Mundry erinnert sich an Lavirco&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Tja… und dann? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dann hätte es ja eigentlich mit diesem innerhalb seines eigenen Jahrgangs so völlig überlegenen Pferd ebenso spielerisch triumphal weitergehen müssen. Wer sollte denn Lavirco in den im weiteren Saisonverlauf noch anstehenden Rennen überhaupt schlagen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0809/sport/0042/index.html"&gt;Große Erwartungen an das "Pferd mit dem fünften Gang" - und ein kleines bisschen "Was-wäre-wenn...?"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun, einer fand sich beim nächsten Auftritt in Hoppegarten tatsächlich noch, bei dem Lavirco zwar als erdrutschartiger 11:10-Favorit die Machtverhältnisse zu fast allen Rivalen aus dem Derby, so etwa Flamingo Garden, Ocean Sea oder Agnelli, klar bestätigte, aber dennoch ausgerechnet in einem Pferd seinen vorübergehenden Meister fand, das noch im letzten Rennen in Hamburg satte fünfzehn Längen hinter ihm völlig geschlagen als Elfter über die Ziellinie gekommen war: Bad Bertrich Again, der vierbeinige Werbestar eines gesamten Kurorts, dessen bis dato bester und einziger Treffer ein Nationales Listenrennen als Zweijähriger in Gelsenkirchen gewesen war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Naja… manchmal geschehen eben gerade im Rennsport doch größere Wunder. Für den vermeintlich unbezwingbaren Lavirco und sein Team war es ein rüdes Erwachen aus dem Traum von vielen weiteren Siegen, aber anders als manche Derbysieger, die später nie wieder recht an ihren allergrößten Erfolg anknüpfen konnten, gelang dies Lavirco nach einer kleinen Pause doch. Noch einmal sah man ihn 1996 am Start, und in diesem im Vergleich zum Hoppegartener Rennen hochkarätig besetzten Preis von Europa bestätigte Lavirco mit einem 3,5-Längen-Erfolg gegen Pferde wie u.a. die Klassestute Hollywood Dream, Dauerläufer Protektor und den englischen Spitzenhengst Luso seinen Gruppe-I-Treffer aus Hamburg.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Ehre war gerettet, der Nimbus des Überpferdes wieder hergestellt, und für die kommende Saison setzten alle Rennsportfreunde die größten Hoffnungen auf die vielen schönen Treffer von Lavirco, die 1997 zu erwarten waren. Insbesondere wurde schon vorab von einem baldigen Duell mit der so famos gesteigerten Ravensberger Stute Wurftaube geschwärmt. Das wollte man sehen... Doch dazu kam es nie - leider!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Schon im späten Herbst 1996 hatte nämlich das Unglück zugeschlagen, das später dafür sorgte, dass Lavircos leichter Sieg im Preis von Europa auch bereits sein letzter Start auf der Rennbahn gewesen war. Im Training kam es zu einer Verletzung am rechten hinteren Fesselgelenk, die zunächst gar nicht so extrem dramatisch aussah. Zunächst wurde jedenfalls alles Erdenkliche für eine erfolgreiche Rekonvaleszenz des Spitzenpferdes getan, und es schien auch gut auszusehen, bis dann zu Jahresbeginn 1997 erneut eine Lahmheit am betroffenen Bein auftrat. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dieser traurige Befund bedeutete das Ende für Lavircos Rennlaufbahn, auch weil man auf dem Gestüt Fährhof befürchtete, dass der Ruf des Hengstes Schaden nehmen könne, wenn es ihm durch die Verletzung bedingt nicht mehr gelingen würde, an seine alten Spitzenleistungen anzuschließen. Also sollte er lieber präventiv gleich als Deckhengst aufgestellt werden. Edel genug gezogen war der dunkle Hengst ja nach dem bewährten Erfolgsrezept als Königsstuhl-Sohn aus einer Surumu-Tochter – allerdings begann hier auch gleich ein gewisses Problem, das es Lavirco schwer machen sollte, sich in Deutschland, und ganz besonders in seinem Heimatgestüt, dauerhaft als Beschäler durchzusetzen, denn sein Pedigree war einfach zu klassisch und deckte sich damit zu stark mit jenem vieler Fährhofer Stuten, die ähnlich gezogen waren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Das limitierte natürlich per se die Zahl der Stuten, die ihm die Fährhofer zur Unterstützung zuführen konnten. Dennoch – man wollte es versuchen. Und obwohl Lavircos erster, 1998 geborener Jahrgang ziemlich klein und wenig spektakulär ausfiel, waren es doch ausgerechnet die beiden Fährhofer Produkte Sabana und Somotillo, die als (immerhin!) Black-Type-Pferde auf Anhieb gewisse Lorbeeren für ihren Vater ernten konnten. Somotillo offenbarte dann auch in fortgeschrittenem Alter noch Talent über die Sprünge, wo er in Italien immerhin ein Gruppe-III-Rennen gewann, das für die spätere Laufbahn seines Erzeugers wegweisend wurde.&amp;nbsp;Erwähnt werden sollte außerdem unter Lavircos deutschen Nachkommen auf jeden Fall der 2000 geborene Soterio, der als mehrfacher Listensieger auf Steher- und Extremsteherdistanzen für positive Nachrichten sorgen konnte, ehe er später vornehmlich in Frankreich mit sehr wechselndem Erfolg in einer Serie von Verkaufsrennen an den Start kam.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Lavircos Jahrgänge bis zu Beginn des neuen Jahrtausends sahen zahlenmäßig gar nicht einmal so schlecht aus, aber es verging eine Weile, ehe 2001, in dem Jahr, in dem seine ersten Nachkommen Dreijährige waren, sein wohl bester Sohn Fight Club das Licht der Welt erblickte. Der später wie so viele deutsche Spitzenpferde jener Zeit an Gary A. Tanaka verkaufte Fight Club verfügte zwar nicht über die ganz große Klasse seines Vaters, tummelte sich aber mit schöner Regelmäßigkeit und durchaus einigen Platzierungen auf Listen- und Gruppeebene. Große Schlagzeilen machte Fight Club, als er im September 2005 in Baden-Baden ausgerechnet Königstiger (ein entzauberter Derbyfavorit wie er im Buche steht!) bezwingen konnte – sein wohl größtes Rennen. Der ganz gehobene und vor allem beständige Erfolg blieb ihm allerdings letztlich doch versagt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Sein Vater Lavirco weilte damals auch bereits seit einer Weile nicht mehr in Deutschland, denn nachdem seine Karriere sich nicht so entwickelt hatte wie insgeheim sicher erhofft, hatte man für den Derbysieger von 1996 eine andere – alles andere als zweitklassige – Lösung gefunden und ihm einen Beschälerplatz in den Haras Nationaux besorgt, wo er überwiegend zur Zucht von Hindernispferden Verwendung fand – das auch mit einigem Erfolg, wie im vergangenen Jahr der talentierte Seriensieger bei den Hürdlern Bel La Vie oder zuvor bereits Mikael d’Haguenet, der mehrfach in Irland und England auf höherer und höchster Gruppe-Ebene über die Sprünge gewinnen konnte, unter Beweis stellten. Ganz aktuell konnte sich im Jahr 2011 auch bereits der Lavirco-Sohn Quarouso in einem Jagdrennen auf Gruppeebene siegreich präsentieren.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.fba.fr/images/Lavirco.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="219" src="http://www.fba.fr/images/Lavirco.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Lavirco als Deckhengst in Frankreich&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Lavircos letzter regulärer deutscher Jahrgang 2003 geboren worden war. Dieser enthielt zwar keine Fülle herausragender Könner, aber mit Lord of the Dark immerhin ein Pferd, das uns als wahrer Dauerläufer (wenn auch in einer ganz anderen Leistungsklasse) auch heute noch ein Begriff ist und seinem Vater nebenbei ausgesprochen ähnlich sieht. Und dann… tja, dann kam da noch eine Stute mit dem reizvollen Namen Lolita auf die Welt, die es drei Jahre später schaffte, sich zunächst mit dem Vorsprung von bloß einer Nase den Düsseldorfer Stutenpreis zu holen, um anschließend einen ungleich größeren und wichtigeren Sieg hinzuzufügen, als sie die 2006er-Auflage der German Guineas – immerhin gegen die spätere Diana-Siegerin Almerita – gewann.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.loewe-galopp.de/highlights/2006/2006-04-30/2006_04_30_86.php"&gt;Lavircos beste Tochter: Lolita&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dass die später in die USA überstellte Lolita Lavircos beste Tochter ist, dürfte wohl völlig außer Frage stehen, auch wenn sie sich anschließend auf europäischer Gruppe-I-Ebene nicht durchsetzen konnte, doch geriet der Hengst anschließend in Frankreich zumindest aus deutscher Perspektive einigermaßen in Vergessenheit. Und so mag es für manch einen, der sich so wie ich noch gut an den Derbysieger von 1996 erinnern konnte, im November 2009 die Nachricht von Lavircos gesundheitsbedingter Einschläferung als traurig stimmender Schock gekommen sein. Nach einer Operation im September war der Hengst nur noch durch eine Sonde ernährbar gewesen, hatte auch nicht mehr saufen können - eine schwere Belastung, wie die französische Gestütsseite schrieb. Zwar habe Lavirco noch regelmäßig einen Paddock aufsuchen können, aber als sich seine Gesundheit Anfang November rapide verschlechterte, entschloss man sich zwei Tage später schweren Herzens dazu, Lavirco von seinem Leid zu erlösen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.haras-nationaux.fr/professionnels/actualite-entiere/archive/2009/novembre/actualite/lavirco-a-tire-sa-reverence.html?tx_ttnews%5Bday%5D=12&amp;amp;cHash=272ddfa28ae7d4dd33b7f7d1de2b8de7"&gt;Die französische Meldung über Lavircos Einschläferung&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ein großartiges Rennpferd war er, dieser Lavirco, und ich hätte ihn so gerne noch öfter – vielleicht auch persönlich – am Start gesehen als bei unserer einzigen „Begegnung“, als ich atemlos an die Mülheimer Rails eilte und mir nur dieser berauschende Eindruck blieb, wie ein fast schwarzes Pferd unwiderstehlich antrat und an mir vorbei in Richtung Ziel rauschte. Dieser Eindruck allerdings ist auch viele Jahre später noch sehr lebendig geblieben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-187781917706593710?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/187781917706593710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/06/klarer-favorit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/187781917706593710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/187781917706593710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/06/klarer-favorit.html' title='Klarer Favorit'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-8536725910457130964</id><published>2011-06-12T12:35:00.000+02:00</published><updated>2011-06-12T12:35:18.984+02:00</updated><title type='text'>Royales Raubtier und stiller Wind</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der folgende Erinnerungstext ist exakt ein Jahr alt, erschien damals im Tippspielforum und wurde - besonders im Hinblick auf die Nachkommen des einen "Hauptdarstellers" - ein wenig aktualisiert. Das Ziel: Ein wenig Lust machen auf morgen, wenn die 2011er-Ausgabe des Union-Rennens in Köln-Weidenpesch ansteht, und das mit einem Feld, das durch Pferde wie Arrigo, Gereon, Saltas, Sundream... ebenfalls eine Menge Spannung verspricht. Ich freue mich jedenfalls schon heute auf morgen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor sechs Jahren&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="postbody1"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute springen wir zur Abwechslung einmal nicht gar so weit in die Vergangenheit, sondern lediglich sechs Jahre zurück, zum 12. Juni des Jahres 2005. Es war der mit einiger Spannung erwartete Tag der wichtigsten Derby-Vorprüfung, an dem das Union-Rennen in Köln ausgetragen wurde. Ganz so hochkarätig wie das Feld, das fast exakt sechs Jahre später, also am morgigen Nachmittag, in die Startboxen einrücken wird, war die 2005er-Auflage des Union-Rennens möglicherweise nicht, aber sie enthielt doch mit dem späteren Derbysieger (im Ziel hier nur Fünfter) und dem Hengst, um den es in diesem Text geht, zumindest zwei sehr gute Rennpferde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.koeln-galopp.de/picture/upload/image/Oppenheim04.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="213" src="http://www.koeln-galopp.de/picture/upload/image/Oppenheim04.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;So war es 2010: Union-Sieger Zazou vor dem Zweitplatzierten Lindentree&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;In der Favoritenrolle stand jedoch nur einer, und das war – wohl eher eine zufällige Parallele zu Scalo, der im vergangenen Jahr die meisten Wetten auf sich vereinigen konnte, dann aber, wie man inzwischen mit einiger Gewissheit sagen kann, unter Wert geschlagen blieb – der bislang bei drei Starts ungeschlagene und bereits doppelte Gruppesieger Königstiger. Auf 18:10 hatten die Besucher der Kölner Rennbahn den Ritt von Andreas Suborics schließlich vor dem Start heruntergewettet, was deutlich das gewaltige Vertrauen unterstreicht, das sie in den Schlenderhaner Tiger Hill-Sohn aus der Kittiwake setzten. Königstiger sollte seine Anhänger letzten Endes auch nicht enttäuschen und gewann das Union-Rennen, aber ein Spaziergang wurde es für ihn und seinen Jockey wahrlich nicht. Im Gegenteil – was sich vor sechs Jahren in Weidenpesch abspielte, verdient wohl zurecht die Adjektive „kurios“, „dramatisch“, „mitreißend“ und „unterhaltsam“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bei Menschen ist es wohl nicht grundsätzlich anders als bei Rennpferden. Da gibt es manche Vertreter, die auf diesem oder jenem Gebiet eine besondere Gabe haben und mit diesem Talent offenbar mühelos brillieren. Es scheint ihnen keine spezielle Mühe zu machen, die Konkurrenz spielerisch leicht hinter sich zu lassen. Fast wirkt es so als nähmen sie sie im Höhenrausch der eigenen Fähigkeit gar nicht wahr. Und dann existieren da andere Menschen, die ähnlich talentiert sind, aber zum Abrufen ihrer Höchstleistung stets nahezu ebenbürtige Konkurrenz benötigen. Sie leben von der Auseinandersetzung, vom Kampf, und erst in der Herausforderung durch einen Gegner finden sie jene Kraft in sich, die es ihnen im allerletzten Moment gestattet, den Rivalen doch noch zu überflügeln.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Königstiger – so viel dürfte bei aller unterschiedlichen Wahrnehmung, die der Hengst in seiner leider nur sehr kurzen Rennlaufbahn erfuhr, unumstritten sein – war ein typischer Vertreter der zweiten Gruppe. Er benötigte das Kämpfen wie die Luft zum Atmen. Siege mit dem Prädikat „hochüberlegen“ waren seine Sache nicht – im Gegenteil! Je knapper es vorne wurde, je unerbittlicher der Zielpfosten näher rückte, je eindeutiger ein anderes Pferd den Sieg bereits in trockenen Tüchern zu haben schien, desto schneller wurde der Schlenderhaner, bis es ihm auf den allerletzten Drücker meistens doch gelang, die Partie noch einmal zu wenden. Nur einen einzigen seiner vier in Folge errungenen Siege (davon zwei als Zweijähriger und weitere zwei während seiner Kampagne als Dreijähriger 2005) hat er anders als durch „Kampf“ entschieden. Dies war sein Maidensieg beim allerersten Start im September 2004 in Baden-Baden. Ausnahmsweise war er hier gegen teilweise gar nicht einmal so schlechte Pferde mit einem sicheren Vorteil als erstes Pferd über die Ziellinie galoppiert. Danach aber machte er seinem Ruf als großer Kämpfer dreimal hintereinander alle Ehre.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Er war gewiss ein richtig gutes Rennpferd, denn schon beim zweiten Lebensstart schickte Trainer Peter Schiergen Königstiger nach Italien, wo er im Gran Criterium ausgesprochen knapp den vermeintlich höher eingeschätzten Stallgefährten Idealist unter Andreas Suborics düpierte. Filip Minarik saß an jenem Tag im Sattel der vorab „nur“ zweiten Farbe Königstiger, doch am Ende avancierte er mit dem Hengst zum Gruppe-I-Sieger, so dass die beiden Schlenderhaner dieses Rennen unter sich ausmachten. Auch bei seinem folgenden Auftritt, dem ersten in seiner Dreijährigensaison, gewann Königstiger in ganz ähnlichem Stil. Wieder war es nur ein Kopfvorteil, den er – erneut unter Filip Minarik – nach hartem Kampf und erneut gegen einen Stallgefährten namens Bernard ins Ziel brachte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bis zum Start des Union-Rennens musste sich also unter den Rennbahnbesuchern herumgesprochen haben, dass dieser Königstiger nicht von ungefähr als einer der ganz großen Aspiranten auf den Derbysieg galt, sich aber zum Anlegen einer Wette nur für Menschen ohne schwaches Nervenkostüm und Herzrhythmusstörungen anbot. Vielleicht war dies auch der Grund, warum der Schlenderhaner eigens für die große Derby-Vorprüfung einen Pacemaker in Gestalt des Ullmann-Hengstes Silent Wind zur Seite gestellt bekam. Dass dieser Silent Wind jedoch dem großen Favoriten am Ende noch beinahe die Tour vermasselt hätte, statt nur das Tempo schön flott zu machen und nebenbei noch für jede Menge Unterhaltung zu sorgen, war wohl &lt;u&gt;so&lt;/u&gt; nicht geplant gewesen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Silent Wind machte seinem Namen nämlich alle Ehre – zielstrebig führte und zog er das Feld bis in die Zielgerade hinein, wobei er durch einen ziemlich cleveren Ritt von Terry Hellier die innere Spur ganz an den Rails geschickt für Königstiger frei hielt, in dessen Sattel nun wieder Andreas Suborics saß. Der einzige ernsthafte Konkurrent, der &lt;u&gt;nicht&lt;/u&gt; von Peter Schiergen trainiert wurde, das Schütz-Pferd Le King aus dem Gestüt Wittekindshof, war so gezwungen, in einer weiter außen liegenden Bahn deutlich mehr Strecke zurückzulegen. Es waren also eigentlich optimale Voraussetzungen geschaffen worden für den großen Favoriten, aber im Einlauf tat sich Königstiger zunächst alles andere als leicht. Für einen Moment mochte man sogar glauben, er sei bereits geschlagen – aber da täuschte sich das gebannt zusehende Publikum.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.schuetzen-weidenpesch.de/pics/Luftbild-Pferderennbahn.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="224" src="http://www.schuetzen-weidenpesch.de/pics/Luftbild-Pferderennbahn.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Ort des Geschehens in einer alten Luftaufnahme: Rennbahn Köln-Weidenpesch&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was dann folgte und mit Hilfe des Rennvideos, das inzwischen auf der Website des Gestüts Fährhof bei den Informationen über den Deckhengst Königstiger anders als im letzten Jahr leider nicht mehr verfügbar ist, war ganz großes Rennbahnkino. Nicht nur, dass auf den letzten Metern bis zum Zielspiegel eine Kampfpartie sondergleichen entbrannte, an deren Ende Königstiger knapp – knapper – am knappsten mit lediglich einer Nase das bessere Ende für sich hatte, nein, es gab auch noch kostenlos eine Zugabe, die beinahe Slapstick-Charakter hat. Silent Wind nämlich, der wohl&amp;nbsp;ohne dass es beabsichtigt gewesen war, &lt;u&gt;fast&lt;/u&gt; das Rennen gewonnen hätte, machte seinem Namen alle Ehre und erzeugte... Wind. Er bediente sich dazu im Einlauf wieder und wieder sehr gekonnt seines Schweifs, mit dem er schlug und&amp;nbsp;wedelte, ohne im Galopp aus dem Takt zu kommen. Auch beim wiederholten Ansehen des Videos konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was in den Zuschauern vorgegangen sein mag, während sich dieses Spektakel vor ihren Augen live abspielte, kann man nur ahnen. Am Ende jedoch hatte Königstiger noch einmal – ein letztes Mal, wie sich später herausstellen sollte – das bessere Ende für sich gehabt. Er gewann, aber wer auf dem Video den bei der Siegerehrung ziemlich erledigt und perplex wirkenden Jockey Andreas Suborics betrachtete, sah, dass dies wohl kaum sein leichtester Gruppesieg gewesen sein dürfte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Nimbus der Unbesiegtheit war jedenfalls trotz der Umstände seines Erfolgs gewahrt geblieben, und so ging Königstiger auch als einer der Mitfavoriten ins Hamburger Derby. Lediglich sein Stallgefährte Arcadio (&lt;u&gt;noch&lt;/u&gt; ein erstklassiger Schlenderhaner!) wurde in diesem Rennen aller Rennen von den Wettern höher eingestuft als der Union-Sieger. Gewinnen konnten beide Pferde das Rennen am Ende allerdings nicht, denn genau in dem Moment, in dem es darauf ankam, erlebte der Außenseiter Nicaron, den Königstiger zuvor noch klar und deutlich geschlagen hatte, die Sternstunde seines Lebens.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.stallionbook.de/rennen/2005-07-03-hamburg-9-r-bmw-136-deutsches-derby"&gt;Derby 2005 - das Rennen und ein Blick hinter die Kulissen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Eine vergleichbare Leistung konnte der Derbysieger des Jahres 2005 später nie wieder erbringen, aber so ist es halt im Rennsport: Ein Triumph zur rechten Zeit genügt. Das Blaue Band konnte ihm danach niemand mehr nehmen. Und es sah in der Tat schon spektakulär aus, wie Nicaron auf den letzten dreihundert Metern des Rennens außen an den vermeintlich so siegessicheren Schlenderhanern vorbeizog, insbesondere Königstiger dabei vollkommen stehen ließ und auch die sehr gut aussehende Schlussattacke des späteren Zweiten Night Tango, der einen recht schlechten Rennverlauf gehabt hatte, ganz locker abwies. Auch Nicaron ist inzwischen zum Deckhengst avanciert, doch stehen die ersten Rennbahnstarts seiner Nachkommen noch aus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und Königstiger, dem möglicherweise in Hamburg der Weg doch ein wenig zu weit geworden sein könnte? Lange war trotz der vorhandenen Zweifel an seinem Stehvermögen über eine Revanchepartie gegen Nicaron im Rheinland-Pokal und somit erneut auf Derby-Distanz spekuliert worden. Königstiger wurde auch als Starter angegeben, dann jedoch am Tag des Rennens wegen des aufgeweichten Bodens zurückgezogen. Er erschien im Herbst nur noch einmal am Start – nun über deutlich kürzere 2000 Meter, aber gegen Fight Club gab es hier ebenfalls kein Ankommen, und so kam er „nur“ als Zweiter ins Ziel. Der Verdacht drängt sich auf, dass Königstiger möglicherweise bereits vor dem Derby all seine ihm zur Verfügung stehenden Kämpfe gekämpft hatte. Danach endete seine Karriere als Rennpferd abrupt mit der überraschenden Meldung, dass das Gestüt Fährhof ihn als Deckhengst aufstellen werde, wobei diese Entscheidung wohl auch viel mit dem tragischen Unfall eines anderen Pferdes namens Eagle Rise zu tun hatte. Zudem hatte Königstigers so erfolgreicher Vater Tiger Hill das Gestüt Fährhof gerade verlassen, und was lag da näher als ihn gewissermaßen durch seinen Sohn zu ersetzen?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.faehrhof.de/attachments/023_E1_koenigstiger_06.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="213" src="http://www.faehrhof.de/attachments/023_E1_koenigstiger_06.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Deckhengst Königstiger&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So verständlich die Entscheidung ist, dass Königstiger aus dem Rennstall genommen wurde, so schade ist es doch auch, dass er nicht mehr die Gelegenheit bekam zu zeigen, ob er (vielleicht nach einer kleinen Erholungspause?) noch zu weiteren faszinierenden Kämpfen in der Lage gewesen wäre.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.reinhard-grindel.de/wahlkreis/images/20061127_Faehrhof_CDU1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://www.reinhard-grindel.de/wahlkreis/images/20061127_Faehrhof_CDU1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Noch auf dem Gestüt Fährhof - Deckhengst Königstiger bekommt Besuch&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Als Deckhengst bekam der Gruppe-I-Sieger jedenfalls in den ersten Jahren seiner Tätigkeit auf dem Fährhof trotz seiner zunächst recht stattlichen Decktaxe alle nur erdenkliche Unterstützung und hatte auch von anderen Züchtern regen Zulauf. Inzwischen sind die Pferde seines ersten Jahrgangs vierjährig, und auch aus dem zweiten Jahrgang sind bereits einige Pferde gelaufen. Manche von ihnen, darunter z.B. Anking, Wild Pearl, Zirkel und Lavallo, haben auch bereits als Sieger auf sich aufmerksam machen können. Am erfolgreichsten hat sich bislang die Rennkarriere von Devilish Lips gestaltet, und auch bei der vierjährigen Shining Glory und dem dreijährigen Arazjal dürfte noch manch ein Traum geträumt werden. Der ganz große Treffer ist dem Königstiger-Nachwuchs aber bislang noch nicht geglückt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-FhegVLaTGhA/TfSSR1A3V-I/AAAAAAAAADA/YuEUCIvnB9M/s1600/Shining+Glory+02-10-10.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-FhegVLaTGhA/TfSSR1A3V-I/AAAAAAAAADA/YuEUCIvnB9M/s320/Shining+Glory+02-10-10.JPG" width="240" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Königstiger-Tochter Shining Glory&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Seit diesem Jahr hat er auch einen neuen Standort bezogen und ist ins Gestüt Zoppenbroich gewechselt. Sein 2011er-Jahrgang ist ebenfalls noch recht kopfstark und umfasst auch einige Black-Type-Stuten größerer Gestüte.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was die Zukunft nun für Königstiger bringen wird? Ich plädiere für Abwarten... noch ist nicht aller Tage Abend, und wer weiß – vielleicht setzt sich ja am Ende auch einmal eines seiner Kinder auf den allerletzten Drücker durch und zeigt, dass es den fulminanten Kampfgeist des Vaters geerbt hat?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-8536725910457130964?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/8536725910457130964/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/06/royales-raubtier-und-stiller-wind.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8536725910457130964'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8536725910457130964'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/06/royales-raubtier-und-stiller-wind.html' title='Royales Raubtier und stiller Wind'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-FhegVLaTGhA/TfSSR1A3V-I/AAAAAAAAADA/YuEUCIvnB9M/s72-c/Shining+Glory+02-10-10.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-8852389394914793983</id><published>2011-06-02T00:24:00.002+02:00</published><updated>2011-07-06T22:54:36.723+02:00</updated><title type='text'>Unsanfte Landung</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Morgen geht es los nach Baden-Baden, und das lange Wochenende kommt wirklich wie gerufen. Ich freue mich schon auf möglichst viele spannende Rennen, wobei berühmte Namen unter den aktiven Zwei- und Vierbeinern zwar das Salz in der Suppe sind, aber nicht der hauptsächliche Motivationsfaktor. &amp;nbsp;Auch wenn mein Fokus eindeutig auf dem deutschen Galopprennsport liegt, gibt es aber einige Jockeys aus anderen Ländern, über deren gelegentliche Stippvisiten auf unseren Bahnen ich mich immer freue. Olivier Peslier ist solch ein Mann, Johan Victoire ebenfalls, dann auch Maxime Guyon. Und dann ist da natürlich noch der alles überragende Star der blauen Flotte, der gar nicht so selten (und häufig höchst erfolgreich) hierzulande in den Sattel gehoben wird, um ihn im Erfolgsfall mit seinem berühmten Strecksprung nach dem Rennen wieder zu verlassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es geht natürlich um Lanfranco Dettori. Eine ganze Reihe großer Ritte des Godolphin-Stalljockeys trage ich in meiner Erinnerung nun schon mit mir. Hinzu kommt, dass Frankie, wie ihn seine vielen Fans nennen, ein großes Talent hat, sich professionell und gleichzeitig sympathisch mit ansteckend guter Laune in Szene zu setzen - so zuletzt noch nach seinem Erfolg auf Scalo im Kölner Gerling-Preis, als er die versammelte Trainer-, Besitzer- und Offiziellenschar auf dem Siegerpodest kurzerhand einer Formel-1-würdigen Sektdusche unterzog.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Kein Zweifel, ohne Lanfranco Dettori wäre der Galopprennsport viel, viel langweiliger und ärmer an mitreißenden Erlebnissen. Aber dass es seine vielen großen Ritte überhaupt gab, ja, dass es Lanfranco Dettori selbst noch gibt, ist schon einem kleinen Wunder zu verdanken. Heute nämlich vor genau elf Jahren geschah im englischen Newmarket ein Unglücksfall, der, wenn eine ganze Armada an Schutzengeln auch nur etwas weniger aufgepasst hätte, beinahe nicht nur Dettoris Karriere, sondern auch sein Leben tragisch früh beendet hätte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Vor einem Jahr habe ich bereits Mitte Juni einen kurzen Bericht über dieses Ereignis geschrieben, das auch im Zusammenhang mit dem Derbysieg eines großartigen Rennpferdes (inzwischen Deckhengstes) steht, welches für mich inzwischen als Vater einer gewissen vierjährigen Stute, der noch einige Hoffnungen gelten, eine ganz neue Bedeutung gewonnen hat: Sinndar...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.agakhanstuds.com/news/photos/sinndar_conformation.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.agakhanstuds.com/news/photos/sinndar_conformation.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Sinndar - ein großartiges Pferd!&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor 10 Jahren&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="postbody1"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br style="mso-special-character: line-break;" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Am 10. Juni 2000 wurde das englische Derby gelaufen. Gewonnen wurde es von dem von John Oxx trainierten Hengst Sinndar unter Jockey Johnny Murtagh. Liest man die Liste der übrigen beteiligten Reiter durch, so kann man leicht ins Schwärmen geraten ob der hier versammelten großen Namen, doch ein Jockey, der so bekannt ist wie wohl kaum ein anderer Aktiver des Galoppsports, fehlt in der illustren Aufzählung – und das hatte einen wenig erfreulichen Grund.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Jockeys leben gefährlich. Diese einfache Tatsache dürfte jedem bekannt sein, der öfter eine Rennbahn besucht und das Geschehen dort mit ein wenig Aufmerksamkeit verfolgt. Leichtere und leider manchmal auch schwere Verletzungen, wie sie im Training oder bei den Rennen selbst immer wieder vorkommen, gehören zum Berufsrisiko der Zweibeiner, die mit den schnellen Pferden umgehen – und in der Regel werden sie von ihnen einfach stillschweigend in Kauf genommen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nicht selten müssen die Schutzengel der Jockeys also Überstunden leisten, doch kaum je werden sie dermaßen gefordert wie vor zehn Jahren, als in England ein dramatischer Unfall mit zwei Jockeys geschah, der glücklicherweise zumindest für zwei der drei Betroffenen noch halbwegs glimpflich ausging. Ihre Schutzengel hatten am 1. Juni 2000 auf der Rennbahn in Newmarket ganze Arbeit geleistet, obwohl in den Unfall, der bald darauf weit über Großbritannien hinaus Schlagzeilen machte, gar keine Vierbeiner verwickelt waren. Die Namen der derart Beschützten, die wie durch ein Wunder überlebt hatten, waren eben weithin bekannt, handelte es sich doch um Ray Cochrane und Lanfranco Dettori, zwei der führenden britischen Jockeys.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ein Kleinflugzeug war an jenem Tag in Newmarket direkt am Rand der Rennbahn beim Startversuch abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Betrachtet man die Fotos, die die britische Presse vom Wrack der Maschine des Typs Piper Seneca veröffentlichte, ist es schwer zu glauben, dass zwei der drei Insassen – die Passagiere eben, die auf dem Weg zu einem Renntag in Goodwood gewesen waren – das Flugzeug lebend verlassen konnten.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/773056.stm"&gt;Link zu einem englischen News-Bericht über den Flugzeugabsturz von Newmarket&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Für den Piloten hingegen, Patrick Mackey (52), gab es keine Rettung. Er starb noch an der Unfallstelle. Unmittelbar im Anschluss an den Absturz wurde er von den Journalisten selbst, aber auch von den überlebenden Passagieren als Held gefeiert. Nur ihm, seinem Können und seinem Mut, so ließen die beiden verletzten Jockeys Cochrane und Dettori noch vom Krankenhaus aus verlauten, verdankten sie ihre Rettung. Erst ein halbes Jahr später kamen gewisse Zweifel an dieser Theorie auf, als eine polizeiliche Untersuchung ergab, dass der verstorbene Pilot zwar über eine Menge Erfahrung in seinem Beruf verfügt, jedoch vor dem Unfall erst wenige Flugstunden in einer Piper Seneca absolviert hatte. Normalerweise hatte er immer am Steuer einer Maschine des Typs Cessna gesessen, die gerade beim Startmanöver anders bedient wurde als der Unglücksflieger.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://news.bbcimg.co.uk/media/images/49195000/jpg/_49195522_dettori_crash226.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://news.bbcimg.co.uk/media/images/49195000/jpg/_49195522_dettori_crash226.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Von Blessuren gezeichnet und dennoch halbwegs glimpflich entkommen - &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Lanfranco Dettori &amp;nbsp;nach dem Flugzeugabsturz&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Weder Frankie Dettori noch Ray Cochrane kommentierten diese Untersuchungsergebnisse öffentlich, obwohl der Unfall zumindest für einen der beiden Reiter schwerwiegende Folgen gehabt hatte. Anders als bei Frankie Dettori, der zwar das neun Tage nach dem Crash ausgetragene englische Derby mit Verletzungen an Daumen und Knöchel versäumte, bedeutete der Absturz für Ray Cochrane das Ende seiner Karriere als Jockey. Seine Verletzungen an Brust, Schultern und Rücken erwiesen sich im Nachhinein als zu gravierend, und so musste er seine Reitstiefel ein knappes halbes Jahr später an den Nagel hängen. Auch die königliche Tapferkeitsmedaille, die ihm verliehen wurde, weil er dem verwundeten Dettori geholfen hatte, aus der Gepäckluke des brennenden Flugzeugs zu entkommen, ehe er zurücklief und noch einen vergeblichen Versuch startete, auch den Piloten aus den Flammen zu retten, wird angesichts dieser Folgen nur ein schwacher Trost gewesen sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.jockeysroom.com/cat28.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.jockeysroom.com/cat28.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Ray Cochrane - Erinnerung an seine Zeit als Jockey&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nach seinem Karriereende als Jockey arbeitete Ray Cochrane als Agent für Lanfranco Dettori, dessen damals bereits glanzvolle Laufbahn in den vergangenen zehn Jahren seit dem Flugzeugabsturz nur noch glanzvoller geworden ist.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;Wer kürzlich zum Mehl-Mülhens-Rennen in Köln anwesend war, konnte erleben, wie herzlich der Mann in den blauen Godolphin-Farben bereits vor dem Rennen beim Betreten des Führrings von seinen deutschen Fans beklatscht wurde. Auch nach dem Rennen waren sie noch begeistert von Frankie Dettori, obwohl dieser mit einem Glanzritt auf dem vermeintlich höchstens zweitklassigen Hengst Frozen Power soeben den deutschen Pferden die Hufe gezeigt hatte. Sicher war es auch die Hoffnung, mit Dettoris speziellem Markenzeichen, dem Strecksprung aus dem Sattel nach einem großen Sieg, beglückt zu werden. Ihre Erwartung wurde nicht enttäuscht, denn auch in Köln zeigte der sichtlich erfreute Jockey den Dettori Jump, sein berühmtes Zirkuskunststückchen. Wenn man in diesem umjubelten Moment daran dachte, dass der Flugzeugabsturz vor fast genau zehn Jahren ohne viel Glück, die Hilfe eines mutigen Kollegen und die entschlossene Hand seines Schutzengels sehr leicht auch anders für den Meisterjockey hätte enden mögen, konnte einem schon ganz anders werden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.gazzetta.it/Media/Foto/2007/06/02/dettori--346x212.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="196" src="http://www.gazzetta.it/Media/Foto/2007/06/02/dettori--346x212.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Jockey mit bewegter Biographie - übrigens ziemlich lesenswert! ;-)&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-8852389394914793983?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/8852389394914793983/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/06/unsanfte-landung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8852389394914793983'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8852389394914793983'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/06/unsanfte-landung.html' title='Unsanfte Landung'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-6229611002982395047</id><published>2011-05-26T23:42:00.003+02:00</published><updated>2011-05-26T23:46:00.856+02:00</updated><title type='text'>Klassische Stuten</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nach zwei Wochen Rennbahnabstinenz freue ich mich schon jetzt sehr, dass sich dieser Zustand ohne grünen Rasen in den kommenden zehn Tagen gründlich ändern wird. Bilder und Videos sowie Rennbahnberichte (egal wie lebendig geschrieben) können das Live-Erlebnis eben einfach nicht ersetzen. Eine der Rennbahnen, die ich am Wochenende aufsuchen werde, ist natürlich am Samstag meine Heimatbahn in Mülheim an der Ruhr, die ich schon seit meiner Kinderzeit gut kenne. Hier ist mir fast jede Ecke vertraut - dachte ich zumindest... bis ich am vergangenen Renntag durch die beharrliche Einladung (man könnte es auch 'liebevolles Kidnapping' nennen) einer lieben Freundin, die dort regelmäßig zu tun hat, nach dem letzten Rennen mit in den Presseraum kommen durfte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun weiß ich natürlich nicht, wie die Presseräume anderswo aussehen, aber sobald ich die Mülheimer Variante betreten hatte, bekam ich große Augen und konnte mich nur staunend immer wieder um die eigene Achse drehen. Der Grund? Nun, an den Wänden des Mülheimer Presseraums finden sich als Dekoration jede Menge hervorragender Fotos der Siegerinnen im Preis der Diana, seit dieser Stutenklassiker am Raffelberg ausgetragen wurde. Diese Ära begann 1948, nachdem das ursprünglich in Berlin beheimatete deutsche Gegenstück zu den englischen Oaks nach dem Zweiten Weltkrieg über eine kurze Zwischenstation in Düsseldorf quasi direkt vor meiner späteren Haustür landete. Seit 2003 ist auch diese Zeit leider, leider vorbei, denn der Preis der Diana wird nicht mehr hier, sondern nun (wieder) auf dem Grafenberg ausgetragen, wo er zweifellos eine würdige Heimat gefunden hat. Und trotzdem - es fehlt mir, dieses große Rennen, das in jedem Jahr ein Fixpunkt der Saison auf meiner Heimatrennbahn war.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.muelheim-ruhr.de/cms/StadtMH/data/uploadbilder/15c2f1f5eef44f1fdf0fb90b3d214db6.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.muelheim-ruhr.de/cms/StadtMH/data/uploadbilder/15c2f1f5eef44f1fdf0fb90b3d214db6.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Volles Haus am Raffelberg - &lt;br /&gt;so habe ich aus meiner Kindheit die Diana-Renntage in Erinnerung&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Kaum einen Preis der Diana habe ich verpasst, seit ich etwa im Grundschulalter war. Und so rief das Betreten des Presseraums in mir eine Fülle herrlicher Erinnerungen wach, denn hier waren sie alle vertreten, diese großartigen dreijährigen Stuten, die jeweils in ihrem Jahrgang an einem bestimmten Tag Ende Mai oder spätestens Anfang Juni die Besten waren.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;Bei Friedrichsruhs Sieg 1977 soll ich dabei gewesen sein, so wurde mir immer erzählt, und auch Leticias Triumph in den Fährhofer Farben 1980 muss ich wohl gesehen haben, selbst wenn mir hier die eigenen Erinnerungen fehlen. Ganz anders ist dies im Hinblick auf den Doppelsieg des ohnehin in diesem Rennen sehr erfolgreichen Stalls von Trainer Sven von Mitzlaff in den Jahren 1982 und 1983 mit Ultima Ratio und Novelle. Und dann war da am Ende meiner Grundschulzeit kaum einen Hufeisenwurf von der Rennbahn entfernt der kuriose Ausgang mit dem toten Rennen zwischen Las Vegas und Slenderella 1984. Später wurde sogar ein Vorbereitungsrennen nach diesen beiden Unzertrennlichen benannt, für die auf dem Geläuf spontan die Siegerschleife mit einer Schere geteilt werden musste.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Noch mehr Stuten fallen mir ein: Die fantastische Majorität 1987, dann 1988 die Diana-Siegerin mit dem wohl romantischsten Namen in der Siegerliste: Alte Zeit. Highness Lady, Martessa, Longa, Arkona aus dem in dieser Saison wieder so erfolgreich operierenden Gestüt Ebbesloh, dann 1994 die tolle Risen Raven, die ihrem Namen optisch alle Ehre machte und mich vom Führring bis zum Ziel begeisterte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.siegerlisten.com/?page=flachrennen&amp;amp;rennen=195"&gt;Diana-Siegerinnen, an die ich mich mehrheitlich erinnern kann&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Meine Highlights unter all diesen vielen Rennen fallen aber in die zweite Hälfte der 1990er Jahre und begannen mit dem Diana-Erfolg der von mir sehr bewunderten Centaine.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.stauffenberg.com/extensions/races/images/big/9.gif"&gt;Centaines Diana-Sieg 1995&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Sie hatte ich schon im Vorjahr bemerkt, als sie im Preis der Winterkönigin 1994 gute Vierte geworden war, und in mein Herz geschlossen. Wie immer, wenn ich mich in ein Pferd "verguckt" hatte, begeisterte mich ihr Sieg besonders, und so macht es mich auch sehr traurig, ausgerechnet heute beim Recherchieren diese aktuelle Nachricht auf der Website des Gestüts Itlingen zu finden, wo Centaine bei den Besitzern, für die sie seinerzeit auch den Preis der Diana gewann, als Zuchtstute stand:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.stauffenberg.com/index.php?nr=353&amp;amp;lang=de&amp;amp;css=standard&amp;amp;newsd=1"&gt;Centaine zwei Tage nach der Geburt ihres Fohlens eingegangen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Zumindest ich werde Centaine nie vergessen, denn für mich war sie neben Que Belle und Flamingo Road diejenige Diana-Siegerin, die ich am meisten mochte. Beeindruckend war auch der Sieg von Elle Danzig 1998, auch wenn ich dem Pferd selbst eher wenig abgewinnen konnte. Im Jahre 2002 habe ich dann meinen letzten Preis der Diana am Mülheimer Raffelberg miterlebt, in dem die großartige Salve Regina "meiner" Midnight Angel knapp das Nachsehen gab.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und im Presseraum sind sie und viele weitere Diana-Siegerinnen alle gewürdigt. Großformatiges Foto reiht sich hier an großformatiges Foto, mehrere Reihen unter- und übereinander, so dass drei Wände beinahe komplett gefüllt sind. Und da es eigentlich viel zu viele Namen sind, um sie in einem einzigen Beitrag zu würdigen, habe ich mich im vergangenen Jahr entschieden, einfach mal mit einer Stute anzufangen, die zur Diana-Siegerin avancierte. Mehr von ihnen werden sicher nach und nach folgen, aber die Geschichte der Stute, die das große Rennen 1985 gewinnen konnte, ist in der Tat außergewöhnlich. Es ist die Geschichte von Padang...&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor 25 Jahren&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="postbody1"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass der eine oder andere Besucher mit etwas Hintergrundkenntnis an großen Renntagen mit sportlich anspruchsvollen Rennen auch deshalb auf die Rennbahn geht, weil er eben die bereits etablierten Stars bewundern möchte. In der Tat ist es schon ein ganz besonderes Gefühl, vor einem Grupperennen im Führring die vierbeinigen Helden an sich vorbeiziehen zu sehen und mit anderen Beobachtern darüber zu spekulieren, welches der Pferde sich im bevorstehenden Wettkampf eine weitere Auszeichnung holen wird. Manchmal – recht oft sogar – gewinnen ja dann auch die gemeinten Favoriten, die bereits früher auf der Rennbahn für Furore gesorgt haben, und der Zuschauer kann mit einem zufriedenen Grinsen feststellen, dass er diesen Sieg doch irgendwie schon vorausgeahnt hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Manchmal aber... ja, manchmal kommt es auch in den ganz großen, selbst in den klassischen Rennen zu einem verblüffenden Zieleinlauf, den so eigentlich kaum jemand auf der Rechnung hatte. So mag es dem einen oder anderen Rennbahnbesucher auch am 26. Mai 1985 gegangen sein, als der Preis der Diana entschieden worden war. Dass die Siegerin Padang heißen würde, dass es sich zudem um eine Stute handeln sollte, die in dieser großen Prüfung überhaupt erst ihren zweiten Lebensstart absolvierte und als noch siegloses Pferd in die Boxen einrückte, war so eindeutig nicht vorauszusehen. Überhaupt hatte vor dem Start des Rennens rein nach Papierform nicht so besonders viel auf Padang hingedeutet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Einzig die Tatsache, dass es sich bei ihr um eine Fährhoferin handelte und somit um eine weitere Repräsentantin der in jener Saison 1985 dank Acatenango, Lirung und Abary sensationell erfolgreichen gelb-schwarzen Rennfarben, mochte vorab für sie gesprochen haben. Insgesamt aber hatten die Wetter kaum mit Padang gerechnet, deren Erfolg locker und leicht mit sicher fünf Längen Vorsprung zustande kam. Es war quasi eine Traumkarriere, die die Fährhoferin da auf den Rasen der Mülheimer Galopprennbahn gezaubert hatte. Ihrem Sieg haftete schon etwas Märchenhaftes an, zumal es ihr einziger Lebenssieg bleiben sollte. Fünfmal kam Padang überhaupt nur an den Start, und ausgerechnet im größten Rennen ihres Lebens fand sie zu perfekter Form, wurde klassische Siegerin und durfte sich laut Album des Rennsports als „souveräne Königin“ unter den deutschen Stuten betrachten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ähnliche Großtaten gelangen ihr anschließend nicht mehr. Ein Ehrenplatz im Listenrennen hinter Kleopatra, die sie zuvor im Preis der Diana noch locker auf Abstand gehalten hatte, ist positiv zu verbuchen, aber danach lief bei zwei weiteren Starts nicht mehr viel zusammen. Sei’s drum – Padang war eben genau in jenem Moment topfit gewesen, in dem es wirklich darauf ankam, und so wurde sie unter Jockey Georg Bocskai zur Diana-Siegerin des Jahres 1985.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dass ich in unmittelbarer Nähe zur Mülheimer Rennbahn aufgewachsen bin, habe ich ja schon mehrfach erzählt. Und auch wenn außer meinem Onkel niemand in meiner Familie viel Interesse am Rennsport entwickelte, gab es doch einen festen Termin für einen Familienausflug zum Raffelberg, der eigentlich in keinem Jahr ausgelassen wurde. Der Preis der Diana gehörte zum Pflichtprogramm, gerne mit Kind, Kegel und Picknicktasche. Mir war es recht, denn ich hatte – obwohl erst zehn Jahre alt – das Rennen des Vorjahres noch in bester Erinnerung, als es zwischen Las Vegas und Slenderella so knapp gewesen war, dass selbst das Zielfoto die beiden Stuten nicht klar voneinander trennen konnte und darum auf dem Geläuf die Siegerschleife für die doppelte Ehrung kurzerhand geteilt wurde. Irgendwie hatte ich wohl gehofft, dass es wieder ähnlich spannend werden würde, aber meine Favoritin hieß (wir hatten das Thema „Ägypten“ gerade in der fünften Klasse in Geschichte behandelt) eindeutig Kleopatra. Die allerdings hatte an jenem Tag Ende Mai 1985 in Mülheim nichts mit der engeren Rennentscheidung zu tun und sollte sich erst im weiteren Verlauf der Saison wieder von besserer Seite präsentieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Triumph am Raffelberg gehörte allein Padang, deren Hintergrundgeschichte sie zwar wahrlich nicht zur Favoritin gestempelt hatte, ihren Sieg aber doch auch wieder zu etwas Besonderem machte, denn immerhin war sie noch sieglos angetreten, obwohl sie schon einmal in einem Rennen – eben bei ihrem ersten Lebensstart im März 1985 – als erstes Pferd im Ziel gewesen war. Dieser Sieg im Kugelbrunnen-Rennen in Köln, der hochüberlegen mit einer Weile Vorsprung ausgefallen war, war ihr allerdings nachträglich wieder aberkannt worden, weil sie – wie man heute sagen würde – bei einer Dopingkontrolle negativ aufgefallen war. Es wurde ein entzündungshemmendes Medikament festgestellt, woraufhin Padang disqualifiziert und mit einer Startsperre belegt wurde. Durch eben diese Startsperre, die sage und schreibe erst vier Tage vor ihrem Diana-Sieg endete, war der Fährhoferin jede Chance genommen, vorher noch einmal unter Beweis zu stellen, dass sie auch ungedopt sehr gut laufen konnte. Auch das Sammeln weiterer Routine schied somit aus, und deshalb kam es zu jener ungewöhnlichen Entscheidung, ein noch siegloses Pferd gleich beim zweiten Versuch in das Rennen aller Rennen für dreijährige Stuten zu entsenden. Dieser unorthodoxe Mut hat sich für Trainer Heinz Jentzsch und die Besitzer Padangs vom Gestüt Fährhof reichlich ausgezahlt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;War Padang nun auch wirklich die beste Stute ihres Jahrgangs? Das wohl eher nicht... Andere im Preis der Diana noch geschlagene Pferdedamen wie etwa ARAG-Preis-Siegerin Grimpola, die Zoppenbroicherin Kaiserstadt und „meine“ Favoritin Kleopatra waren ihr wohl zumindest ebenbürtig, so dass die einschlägigen Prüfungen für dreijährige Stuten in der Saison 1985 ein uneinheitliches Bild abgeben. Mal gewann die eine, dann war wieder die andere Stute vorne. Wenn sie auf Gäste aus dem Ausland trafen, mussten die deutschen Starterinnen teils empfindlich zurückstehen – ein Los, das 1985 nicht nur die Diana-Siegerin Padang traf. So war es wohl auch nur folgerichtig, dass sie nach jenem Jahr aus dem Rennstall genommen wurde und im Gestüt Fährhof die Mutterstutenherde bereicherte. Der ganz durchschlagende Erfolg unter ihren Nachkommen, von denen der 1990 geborene Penol neben dem Ausgleich-I-Pferd Pacon (*1993) wohl der Beste war, blieb aber aus. Vermutlich wurde Padang deshalb Mitte der 1990er Jahre an Dr. O. Herminghaus verkauft, für den sie 2004 auch das letzte Fohlen brachte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Padangs Geschichte ist nur eine von vielen anderen Diana-Geschichten, die man erzählen könnte. Eigentlich, ja... eigentlich sollte es ein Buch über diese tollen Stuten und über die wechselvolle Geschichte des Rennens an sich geben, ähnlich vielleicht wie das wunderbare Derby-Buch. Das wäre doch mal eine Idee!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-6229611002982395047?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/6229611002982395047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/nach-zwei-wochen-rennbahnabstinenz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/6229611002982395047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/6229611002982395047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/nach-zwei-wochen-rennbahnabstinenz.html' title='Klassische Stuten'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-5844624406447017908</id><published>2011-05-23T22:58:00.007+02:00</published><updated>2011-05-24T08:53:13.303+02:00</updated><title type='text'>Vom Glück nicht verfolgt...</title><content type='html'>&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: large;"&gt;Es war einmal vor 25 Jahren&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: large;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Gestern wurde ein kleines Menschlein, das mir viel bedeutet, getauft, und weil dieser wichtige Tag in ihrem Leben natürlich gebührend gefeiert wurde, war ich nicht live auf der Rennbahn dabei, als sich in Köln-Weidenpesch am Nachmittag nicht nur die Himmelsschleusen, sondern auch die Boxen zur diesjährigen Auflage des Mehl-Mülhens-Rennens öffneten. Wer gewonnen hatte, war gestern ausnahmsweise erst einmal Nebensache – dafür interessierte ich mich dann abends nach der Feier wieder.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Einer der Kandidaten, dem ich jeden nur möglichen Erfolg auch in Zukunft sehr gönnen würde, passt zumindest namenstechnisch klassisch-katholisch sehr gut zu meiner Hauptperson des Tages. Auch die Tatsache, dass – wie bei mir für den Sommer geplant – ein Umzug von hier nach dort vor einem Vierteljahrhundert eine gewichtige Rolle spielte, ist ein obskurer Zufall, der aber wohl keinen Einfluss auf das Ergebnis des Kölner Klassikers 2011 genommen hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nachdem die sehr schöne Tauffeier nun auch schon wieder Geschichte ist, gibt es jetzt einen neuen „Es war einmal…“-Beitrag, dessen eine Hälfte – über den Ausgang anno 1985 – ich bereits im vergangenen Jahr geschrieben hatte. Sie wurde nun um einige Abschnitte zum Jahr 1986 ergänzt, denn beide Pferde, die dieses große Rennen vor jeweils einem Vierteljahrhundert gewinnen konnten, haben auf der Rennbahn Großes vollbracht, waren im weiteren Verlauf ihres Lebens aber nicht unbedingt immer mit dem Glück im Bunde. Beiden – und das ist in der Tat eine traurige Parallele – war leider kein langer Lebensabend irgendwo auf einer sonnigen Koppel vergönnt, wie sie ihn zweifellos verdient gehabt hätten.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Los geht es also mit Erinnerungen an das Jahr 1985…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Das Mehl-Mülhens-Rennen ist als erster deutscher Klassiker und auch als Grundstein der in den vergangenen Jahren doch ein wenig außer Mode gekommenen Dreierkombination der Triple Crown auch das erste richtige Highlight jeder Galoppsaison. Vielen Rennbahngängern mag es dabei inzwischen so vorkommen, als sei das Rennen mit der nicht ganz unkomplizierten Schreibweise schon immer in Weidenpesch beheimatet gewesen, aber dem ist nicht so. Eine Siegerliste mit solch illustren Namen wie Philipo, Turfkönig, Kondor, Kornado, Lavirco, Martillo, Tiger Hill, Platini und Precious Boy weckt zwar wunderbare Rennbahnerinnerungen, die sicher mit dazu beigetragen haben, diese klassische Konkurrenz für dreijährige Pferde (in der Regel Hengste) zu einem der absoluten Höhepunkt der Kölner Turfsaison zu machen. Doch die 2000 Guineas, so der andere Name des Rennens, haben noch eine wesentlich längere und bewegtere Geschichte, die bis ins Wilhelminische Kaiserreich zurückweist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-qAuAmuvFg5s/TdrJ9g3wuAI/AAAAAAAAAC8/s9ne6raf7w0/s1600/Precious+Boy+12-05-08b.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://1.bp.blogspot.com/-qAuAmuvFg5s/TdrJ9g3wuAI/AAAAAAAAAC8/s9ne6raf7w0/s320/Precious+Boy+12-05-08b.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Noch ein Mehl-Mülhens-Sieger der jüngeren Vergangenheit - &lt;br /&gt;leider auch nicht vom Glück verfolgt: Precious Boy&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Im Jahr der Reichsgründung 1871 wurde das Rennen durch die schlesischen Grafen Henckel zu Donnersmarck aus der Taufe gehoben und bis 1944 durchweg in Berlin – entweder auf den Bahnen in Grunewald oder Hoppegarten – ausgetragen. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Suche nach einer neuen Heimat notwendig. Über zunächst jährlich wechselnde Stationen in Düsseldorf, Köln und Dortmund landete das Henckel-Rennen schließlich 1950 in Gelsenkirchen, wo es in den Folgejahren neben dem Aral-Pokal rasch zum absoluten Saison-Glanzstück am Horster Schloss avancierte. Gerade in seiner Rolle als Derby-Vorprüfung war das über 1600 Meter führende Rennen in der Nachkriegszeit bis weit in die 80er Jahre hinein unschlagbar. Neckar, Allasch, Kilometer, Orsini, Waidmann, Herero, Mercurius, Presto, Literat, Lombard, Caracol, Königsstuhl, Orofino... es waren fast durchweg große Steher, unter ihnen viele spätere Derbysieger, die sich im Henckel-Rennen zu Saisonbeginn die Ehre gaben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.ksta.de/ks/images/mdsBild/1246883135049l.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="244" src="http://www.ksta.de/ks/images/mdsBild/1246883135049l.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Vorbereitungsrouten auf dem Weg zum Blauen Band haben sich inzwischen jedoch merklich verschoben und erweitert, auch wenn dies wohl nichts mit dem Weggang des Traditionsrennens auf Gelsenkirchen zu tun hat. Heute sind es aber oft eher die Meilencracks und Mitteldistanz-Hoffnungen, die wie in den vergangenen Jahren mit Precious Boy und Irian gezielt im Mehl-Mülhens-Rennen, dem Nachfolger des einstigen Henckel-Rennens, genannt werden. Potentielle Steher bevorzugen inzwischen oft andere Stationen, gerne so genannte „Derby-Trials“ in Bremen, Hannover oder Iffezheim, so dass das 2011er-Startfeld, das immerhin an Gereon, Point Blank und Quinindo noch mit drei Derby-Aspiranten aufwarten kann, durchaus untypisch für die jüngere Vergangenheit ist. Selbst wenn sie überzeugend laufen sollten, kann das Mehl-Mülhens-Rennen aber keinesfalls schon als Gradmesser für eventuelles Stehvermögen herangezogen werden, denn 600 zusätzliche Meter sind schon eine ordentliche Distanz, die oft auch eine völlig andere Renntaktik erforderlich machen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Doch schon in der Vergangenheit, als das Rennen noch seinen ursprünglichen Namen trug und in Gelsenkirchen-Horst entschieden wurde, war die Steherprognose nicht immer gegeben. Selbst wenn die Namen späterer Derbyhelden die Siegerliste des Henckel-Rennens in reichlicher Fülle zieren, blühten auch hier früher bei manch einem Besitzer, Trainer und Jockey weiter große Träume, die später bitter enttäuscht wurden, wenn sich in der Union oder im alternativ im Bayeff-Rennen, spätestens dann aber am Derbysonntag in Hamburg-Horn herausstellte, dass die dort verlangten 2400 Meter doch des Guten zu viel waren. Erinnert sei hier nur an Kronenkranich, der das Henckel-Rennen 1975 noch gewann, sich aber später gewiss nicht als Steher profilierte. Und auch bei der letzten Austragung der 2000 Guineas in Gelsenkirchen war es um den Sieger des Henckel-Rennens ähnlich bestellt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wir gehen also zurück ins Jahr 1985 – es war ein großes deutsches Sportjahr. Ein gewisser Acatenango lief sich in jenem Jahr, in dem Boris Becker auf einem grundsätzlich anderen grünen Rasen triumphierte, nämlich mehr und mehr in die Herzen der deutschen Rennbahnfans. Im Henckel-Rennen war er allerdings noch nicht vertreten, denn dieses Rennen gehörte ganz und gar seinem Stallgefährten, dem damals noch viel höher eingeschätzten Lirung aus dem Gestüt Fährhof. Lirung war ein alles andere als zierlicher Fuchshengst mit einer sehr markanten, breiten Blesse, und am 19. Mai 1985 zauberte er eine Galavorstellung auf das Geläuf der Gelsenkirchener Rennbahn, die den Anwesenden nachhaltig in Erinnerung bleib. Weiterhin war er, der als zweijähriger neben dem Versuchsrennen der Hengste und dem Ratibor-Rennen auch den Preis des Winterfavoriten hatte gewinnen können, ungeschlagen, was auch über 2200 Meter im Bremer Bayeff-Rennen so blieb. Erst in Hamburg wurde Lirung, der seinen Namen mit einem nepalesischen Berggipfel teilt, dann im wahrsten Sinne des Wortes entzaubert – ausgerechnet von seinem Stallgefährten Acatenango, denn der war im Gegensatz zu Lirung, den am Ende die Kraft verließ, eben doch ein richtiger Steher.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.mountmerutreks.com/assets/images/langtang-lirung-02.png" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: black;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://www.mountmerutreks.com/assets/images/langtang-lirung-02.png" width="206" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Namensgeber für ein begnadetes Rennpferd? &lt;br /&gt;Langtang Lirung in Nepal&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Von dieser späteren Entwicklung des Rennjahres 1985 konnte aber Mitte Mai noch niemand etwas ahnen, als das Kraftpaket Lirung höchst überlegen vor alles andere als schlechten Pferden wie Bismarck, Onesto und Smaragdin Gelsenkirchen-Horst durchs Ziel pflügte. Entsprechend stolz wirken Besitzer Walther J. Jacobs und Jockey Georg Bocskai auf einem Foto von der Siegerehrung. Und man glaubt es kaum, aber auf das Gesicht von Trainer Heinz Jentzsch hat sich tatsächlich so etwas Ähnliches wie ein erfreutes Grinsen verirrt. Auch kein ganz alltäglicher Anblick, doch bis kurz vor dem Derby war Heinz Jentzsch von Lirung, obwohl er zugestand, das seine Stamina noch nicht völlig nachgewiesen sein, wesentlich überzeugter als von Acantenango - und er sagte dies auch ganz freimütig in einem berühmt gewordenen Interview.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=QkgiU1VbKHo"&gt;Heinz Jentzsch über Lirung und Acatenango&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Mit Lirungs Sieg endete allerdings die stolze Ära des Henckel-Rennens, denn es war 1985 das letzte Mal unter diesem Titel und in seiner Nachkriegsheimat ausgetragen worden. Die Tradition der 2000 Guineas sollte aber an anderer Stelle glücklicherweise nahtlos weiterleben, denn das Mehl-Mülhens-Rennen, so benannt zu Ehren der Röttgener Gestütsbesitzerin Maria Mehl-Mülhens, die fast genau einen Monat vor Lirungs Sieg im April 1985 nach schwerer Krankheit verstorben war, erlebte exakt ein Jahr später, am 19. Mai 1986, in Köln seine Premiere, als mit Philipo wieder ein späterer Derby-Sieger als Erster die Ziellinie passierte.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dieser Philipo gewann in seiner leider nur kurzen Rennbahnkarriere insgesamt zwar „nur“ drei Rennen, ist aber dennoch vielen Rennbahnfreunden im Gedächtnis geblieben, weil seine Lebensgeschichte so erstaunlich verlief und letztlich ebenso wie jene des 1987 nach einem Italienaufenthalt an einer Infektion erkrankten und nach vier Wochen Kampf letztlich nicht mehr zu rettenden Lirung viel zu früh und viel zu traurig endete. Philipo – durchaus passend benannt, bedeutet der Name doch nichts Geringeres als „Pferdefreund“ – verkörperte nämlich im besten Sinne das Modell des Underdogs, dem zunächst kaum ein Beobachter die großartigen Leistungen zutraut, zu denen er in der Lage ist. Zwar sollte seine Mutter Prärie, die zwei ihrer acht Rennen gewinnen konnte, an ihrem Erstling, Philipos um ein Jahr älterer Halbschwester Pikante, immerhin die Mutter eines weiteren Derbysiegers namens Pik König fohlen, aber dies konnte Mitte Februar 1983, als der braune Hengst von Prince Ippi das Licht der Welt erblickte, ja noch niemand ahnen, denn noch war Pikante, die später über Hindernisse und ansonsten eher im Ausgleich III als auf höchstem Parkett unterwegs war, ja selbst erst ein Jährling.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Akute Derbyhoffnungen dürfte man also mit dem kleinen Philipo kaum verbunden haben, und so erzielte er auf der Jährlingsauktion in Baden-Baden gerade einmal einen Preis von 9000 D-Mark, als er in den Besitz von Volker Rüdiger Henneberg wechselte, unter dessen Stall-Decknamen „Stall Surinam“ er auch bei seinen großen Dreijährigen-Erfolgen lief. So wie die an Philipo beteiligten kleinen Besitzer, denen das große Glück zuteilwurde, ein so großartiges Pferd entdeckt zu haben, trug auch das Röttgener Urgestein Hartmut Steguweit in seiner bis dahin noch nicht eben spektakulären Trainerkarriere als Sympathieträger zu Philipos märchenhaft anmutender Geschichte bei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Als Zweijährigen-Sieger im Preis der Jährlingsauktion, vor allem aber als Drittplatzierter in Oldtimers Preis des Winterfavoriten konnte Philipo seine neuen Besitzer und seinen Betreuer bereits sehr erfreuen, aber mit der Traumgeschichte, die 1986 noch folgen sollte, konnten sie wohl kaum rechnen, zumal der Hengst bei seinem ersten Auftritt im Dr. Busch-Memorial, als er lediglich als Achter und Vorletzter ins Ziel kam, einstweilen kaum überzeugen konnte.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So konnte eigentlich am 19. Mai 1986 kaum ein Rennbahnbesucher damit rechnen, dass ausgerechnet der kleine Philipo so auftrumpfen würde. Das tat er aber, und dabei ließ der nunmehr frischgebackene klassische Sieger fast ausnahmslos namhafter Konkurrenz aus den Gestüten Bona, Zoppenbroich, Ittlingen, Fährhof und Schlenderhan souverän hinter sich, die ihn zuvor teilweise bereits geschlagen hatte. Ein tolles Bild ist es, wie Philipo mit windschnittig angelegten Öhrchen ganz fokussiert mit Blick voran dem Ziel entgegenfliegt und sich anschließend schon mit der rot-weiß-goldenen Siegerschleife geschmückt von seinem vor Begeisterung strahlenden Jockey Dave Richardson tätscheln lässt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Schlagartig sprach man auf der Rennbahn eben nicht nur von Oldtimer, Orfano oder Babylonier, sondern nun auch von Philipo, wenn das Thema „Derby 1986“ diskutiert wurde. Eine solche Unterhaltung habe ich selbst wenig später mitbekommen – schweigend und staunend, als die vielen Namen zwischen meinem Onkel und einigen seiner Zockerfreunde hin und her flogen, während ich versuchte, mir am Mülheimer Führring für den Preis der Diana eine Stute auszusuchen. Ich entschied mich damals (leider falsch, denn es gewann das Stuten-Derby die Fährhoferin Comprida) für Alveradis aus dem Gestüt Zoppenbroich. Und der Grund war einer, der wohl nur für ein knapp zwölfjähriges Mädchen überzeugend klingt, denn ich fand, dass die Kombination aus Philipo und Alveradis märchenhaft schön klang – irgendwie wie ein mittelalterliches Prinz- und Prinzessinnenpärchen. Damit lag ich eindeutig nicht auf der Derbylinie meines Onkels, der dezidiert Orfano wollte, weil der nun eben einmal ein von Sven von Mitzlaff trainierter Zoppenbroicher war, aber zumindest hatte ich, als aus dem Früh- ein Hochsommer wurde und das Derby immer näher rückte, den Namen Philipo irgendwo in meinem Hinterkopf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://koelschakademie.finbot.com/ecard/impression/bigecard/44.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: black;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://koelschakademie.finbot.com/ecard/impression/bigecard/44.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Plötzlich hatten die Zocker einen neuen Namen zu diskutieren...&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Hengst des Stalles Surinam hatte inzwischen durch seinen dritten Platz im Union-Rennen nachgewissen, dass er auch über Steherqualitäten verfügte und unterschied sich damit schon einmal deutlich von seinem Vorgänger als Sieger im Henckel- bzw. Mehl-Mülhens-Rennen Lirung, der zeitgleich in den deutschen und vor allem europäischen Mitteldistanzrennen bis hin zum Gruppe-I-Niveau ganz groß auftrumpfte. Gewonnen hatte das Union-Rennen allerdings meines Onkels Liebling Orfano, seines Zeichens Bruder von gleich zwei Derbysiegern namens Orofino und Ordos, und nunmehr auch erklärter Derbyfavorit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=pkZB_wAJQCs"&gt;Lirung, letzter Sieger im Henckel-Rennen, triumphiert im Prix Jacques le Marois 1986&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Tag des großen Rennens ist mir auch fünfundzwanzig Jahre später noch in lebhafter Erinnerung, weil ich ihn nicht zu Hause, sondern auf dem Dorf bei meinen schwäbischen Verwandten verbrachte, wo das große, allen Klischees gerecht werdende Musikfest tobte, und ein rothaariges Bobbele auf dem Weg zu seinem zweiten Wimbledon-Sieg die verfügbare Fernsehzeit vor dem einzigen Fernseher im Haus monopolisierte. Ärgerlich sah ich dem Ploppen der weißen Bälle zu und wünschte mir doch nur endlich einen Bericht über die flotten Vierbeiner in Hamburg-Horn. Als die Tennis-Sensation dann endlich, endlich geschafft war und die meisten Verwandten schon zum Festzelt unterwegs, blieb nur mein Cousin mit mir auf dem Sofa zurück, der damals im Grundschulalter noch ernsthafte Träume von einer Jockeykarriere hegte. Und zusammen haben wir auch gesehen, wie in Hamburg nicht Orfano gewann, sondern ein mit viereinhalb Längen vor der Konkurrenz überlegener Philipo. Mich hat’s sehr gefreut, auch wenn er dem Zoppenbroicher so klar die Hufe gezeigt hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Philipos Triumph im Deutschen Derby 1986 weckte aber auch noch ganz andere Interessen, die schließlich für seine Besitzer die Märchengeschichte richtig rund machten, denn nachdem sie mit dem Hengst den größten nur denkbaren Erfolg, den ein Pferdebesitzer in Deutschland überhaupt schaffen kann, errungen hatten, bekamen sie dieses ganz spezielle Angebot, dem sie nicht widerstehen konnten, denn es meldete sich ein reicher Interessent, der Philipo gerne kaufen wollte und bereit war, zu diesem Zweck tief in die Tasche zu greifen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Helmut von Finck war es, inzwischen mit seinem Gestüt Park Wiedingen als hocherfolgreicher Züchter einer kleinen Legion toller Rennpferde bekannt, damals aber noch ein recht junger Enthusiast in Sachen Vollblut und Galopprennsport, der – sicher aus einer Mischung verschiedener Motive – den frisch gebackenen Derbysieger in seinen Farben laufen sehen wollte. Und so kam das Geschäft zustande und Philipo trug bei seinem nächsten Start, der leider auch schon sein letzter sein sollte, neue Farben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.event-moderationen.de/fotos/FA_HelmuthvonFinck.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: black;"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.event-moderationen.de/fotos/FA_HelmuthvonFinck.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Philipos neuer, wenig vom Glück verfolgter Besitzer&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Trainer war der alte geblieben, Hartmut Steguweit, aber die verständlicherweise großen Erwartungen erlitten einen argen Dämpfer, als Philipo im Bayerischen Zuchtrennen gar nicht überzeugen konnte und am 3. August 1986 nur als Fünfter die Ziellinie überquerte. Groß wird die Enttäuschung gewesen sein, aber es sollte im folgenden Jahr noch viel schlimmer kommen für den Hengst, dessen Karriere doch seit seinem Sieg im Mehl-Mülhens-Rennen solch einen märchenhaften Höhenflug erlebt hatte, denn es folgten Verletzungssorgen und im folgenden Frühjahr, als Philipo auf sein standesgemäßes Saisondebüt im Gerling-Preis vorbereitet wurde, die große Katastrophe.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: -webkit-auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Einfach so, während einer Trainingseinheit daheim war Philipo zusammengebrochen und nach einem Herzversagen verendet. Wie schnell das Schicksal derart zuschlagen kann, hat uns zuletzt noch der Tod der Röttgener Derbyhoffnung Dekan tragisch vor Augen geführt, und auch in Philipos Fall waren die Rennsportfreunde erschüttert und trauerten um ein großes Pferd, das ihnen bei seinen wenigen Rennen so viel Freude bereitet hatte. Zumindest Erinnerungen an ihn und viele andere große und kleine vierbeinige Helden bleiben auch nach einem Vierteljahrhundert erhalten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-5844624406447017908?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/5844624406447017908/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/ein-umzug-ein-neuer-name-und-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/5844624406447017908'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/5844624406447017908'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/ein-umzug-ein-neuer-name-und-ein.html' title='Vom Glück nicht verfolgt...'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-qAuAmuvFg5s/TdrJ9g3wuAI/AAAAAAAAAC8/s9ne6raf7w0/s72-c/Precious+Boy+12-05-08b.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-7792955021524679073</id><published>2011-05-16T22:17:00.006+02:00</published><updated>2011-05-17T00:37:00.930+02:00</updated><title type='text'>Damals in Dresden...</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor 15 Jahren…&lt;/b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Vor ziemlich genau fünfzehn Jahren fand auf der Rennbahn in Köln-Weidenpesch genau das statt, was die Galoppsportfreunde in diesem Jahr bereits am vergangenen Sonntag erfreute, denn am 12. Mai 1996 wurde damals der Gerling-Preis in seiner 61. Auflage entschieden. Anders als damals war in der aktuellen Version dieses traditionellen Kölner Rennens zwar kein Derbysieger am Start, aber immerhin gab es mit dem Ersten Scalo und der Viertplatzierten Night Magic gleich zwei Galopper des Jahres zu bewundern. Und auch sonst gibt es Verbindungslinien zwischen den beiden mit fünfzehn Jahren Abstand voneinander ausgetragenen Rennen, sind doch die beiden Sieger – Scalo und Laroche – in den gleichen Rennfarben unterwegs und auch recht eng miteinander verwandt. Scalos Vater Lando ist nämlich der ältere Halbbruder des Erstplatzierten von 1996 Laroche.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-YVz6qdvIgxQ/TdGEBMvRq4I/AAAAAAAAAC4/5YiUnWtdrFQ/s1600/Scalo+26-09-10.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://4.bp.blogspot.com/-YVz6qdvIgxQ/TdGEBMvRq4I/AAAAAAAAAC4/5YiUnWtdrFQ/s320/Scalo+26-09-10.JPG" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Scalo: Wie "Onkel" Laroche Sieger im Gerling-Preis in Köln&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Verwirrend genug?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Laroche jedenfalls ließ sich an jenem 12. Mai 1996 nicht verwirren, sondern schaffte gegen wahrlich nicht schlechte Konkurrenz einen leichten 1¼-Längen-Sieg. Bedenkt man, dass er an Aratikos, Oxalagu und Protektor mehrere gestandene Gruppe-I- und Gruppe-II-Gegner hinter sich ließ, kann man sich gut vorstellen, dass seine Besitzer aus diesem Treffer große Hoffnungen hinsichtlich einer positiven Saison für den inzwischen fünfjährigen Derbysieger des Jahres 1994 schöpften – zumal seine Vierjährigen-Kampagne 1995 vielleicht nicht unbedingt so erfolgreich verlaufen war wie erwünscht. Laroche präsentierte sich nun aber wieder in hervorragender Form und schien 1996 noch einmal nachlegen zu können. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Doch daraus wurde nichts, denn der Sieg im Gerling-Preis in Köln sollte nicht nur sein letzter Treffer, sondern auch sein letzter aktiver Auftritt auf der Rennbahn überhaupt werden. Einige Zeit später wechselte Laroche mit einem GAG von immerhin 98,5 in die Zucht, stand ab 1998 im Gestüt Auenquelle, wo 1999 sein erster Jahrgang geboren wurde. Glad Hunter, Orange Blue, Sword Roche, Larofino, Russian Samba – das sind die Namen einiger seiner Nachkommen, die zwar durchaus nicht unerfolgreich waren, aber doch insgesamt nicht das auf dem grünen Rasen einlösen konnten, was man sich offenkundig von einem Derbysieger als Deckhengst versprochen hatte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ganz aktuell findet Laroche sich über seine Tochter Russian Samba auch im Pedigree des Vierjährigen Russian Tango, dessen leichter Erfolg im Hoppegartener Preis von Dahlwitz Lust auf mehr machte. Das letzte Wort über die Zuchtleistung von Laroche muss also noch nicht gesprochen worden sein, aber dennoch stand er nicht nur in dieser Beziehung immer im Schatten seines älteren Bruders Lando. Anno 2003 musste er umziehen und deckte weiter im tschechischen Gestüt Mimon, in das es neuerdings auch den ehemaligen Derbyfavoriten Suestado verschlagen hat. Bei vielen deutschen Turffreunden mag Laroche so schon fast wieder vergessen gewesen sein, als vor einem knappen Jahr, im März 2010, die Nachricht die Runde machte, dass der Sieger im Blauen Band 1994 wegen eines nicht zu operierenden Gehirntumors eingeschläfert worden war. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Irgendwie war er nicht unbedingt oft mit dem Glück im Bunde, der „arme kleine Bruder“ des großen Lando, der nicht nur durch seine eigene fulminante Rennleistung, sondern auch als Deckhengst durch seine aktuellen Spitzen-Nachkommen in aller Munde ist. Nein – da konnte Laroche wirklich nicht ganz mithalten, genau so wenig wie am 23. Juli 1995, als die beiden Ittlinger Derbysieger unter exakt gleichen Gewichtsvorgaben im Düsseldorfer Deutschland-Preis aufeinandertrafen und Lando Laroche klar mit 2,5 Längen hinter sich ließ. Aber immerhin: An einem Tag zumindest war der kleine Bruder unter den Pferden seines Jahrgangs der Größte gewesen, und wie es das Rennbahnglück so wollte, war dies ausgerechnet der Tag im Leben eines Vollblüters gewesen, der besonders viel zählt. Im ständigen unweigerlichen Vergleich mit seinem Bruder Lando hatte er sich also zumindest einmal, am 3. Juli 1994 in Hamburg, als ebenbürtig erwiesen und dem Gestüt Ittlingen nach dem Sieg 1993 gleich im Folgejahr den zweiten Derbytreffer geschenkt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich selbst habe Laroche nicht ein einziges Mal live auf der Rennbahn erlebt, und ich kann mit gutem Gewissen behaupten, das ich auch erst exakt einen Tag vor seinem Derbyauftritt auf den Hengst aufmerksam geworden bin. Lando, ja, den kannte ich natürlich, war ich doch bei seinem Derbysieg 1993 dank des besten Abitur-Geschenks aller Zeiten live in Hamburg dabei gewesen, als er sich fast wie Phoenix aus der Asche nicht nur rehabilitierte, sondern nach einigen schwächeren Leistungen zu Beginn der Saison auch den erneuten Grundstein zu einer spektakulären Rennkariere legte, die schließlich am 26. November 1995 ihren Höhepunkt in einem Sieg im Japan Cup fand.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Laroche hingegen… nein, diesen Namen hatte ich vorher trotz seiner illustren Verwandtschaft nicht auf dem Radarschirm gehabt. Wie es dazu kam, dass sich dies schlagartig änderte – nun, das ist allerdings eine besondere Geschichte, an die ich mich auch heute noch gerne erinnere.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dass ich Laroche nicht am Start gesehen hatte, lag einerseits daran, dass der Ittlinger Hengst zwei- und dreijährig sein gesamtes bisheriges Rennprogramm anderswo als auf meinen vertrauten Ruhrgebietsbahnen absolviert hatte. Zweijährig lief er zweimal – aber ohne einen Sieg landen zu können – in Köln, was für mich ja durchaus erreichbar gewesen wäre. Allerdings hatte es mich nach dem Abitur nach Heidelberg gezogen, wo ich zwei Semester (frei nach dem Motto: Jeder darf sich mal irren!) benötigte, um festzustellen, dass die Stadt am Neckar zwar wunderschön und lebenswert ist, das Studienfach Dolmetschen &amp;amp; Übersetzen und ich aber nicht unbedingt optimal kompatibel. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Noch einen Nachteil hatte Heidelberg, denn es lag aus Rennbahnperspektive von Mannheim und Hassloch abgesehen, wohin ich mich aber nie verirrt habe, weit entfernt von studentischen Reisemöglichkeiten zu interessanten Galopperzielen. Zu einem einzelnen Tagesbesuch (heldenhaft zusammengestückelt mit dem Wochenendticket und diversen Umsteigemanövern von einem Regionalzug in den nächsten) in Iffezheim hatte es immerhin beim Frühjahrsmeeting 1994 gereicht, aber ansonsten gestalteten sich der Herbst 1993 sowie die erste Jahreshälfte 1994 für mich rennbahntechnisch sehr flau. War ich auf Heimatbesuch im Ruhrgebiet, langte es nur ganz selten für einen Samstag auf der Rennbahn, denn sonntags, wenn die wirklich interessanten Ereignisse stattfanden, saß ich ja bereits wieder im Zug zurück nach Heidelberg.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich hatte in jener Saison also für meine Verhältnisse ausgesprochen wenig Rennbahnluft geschnuppert und mich, da es ja die heutigen komfortablen Internetmöglichkeiten noch nicht gab, mehr schlecht als recht per Sport-Welt, die es immerhin am Heidelberger Hauptbahnhof zu kaufen gab, auf dem Laufenden gehalten. So kam es, dass ich mich in jenem Jahr intensiver meinem anderen Hobby aus Schulzeiten gewidmet und sehr viel ehrenamtliche Arbeit bei der Malteser Jugend gemacht habe. Eine eigene Jugendgruppe war recht rasch aufgebaut, und so standen an den Wochenenden, an denen ich nicht nach Hause ins Ruhrgebiet fuhr, bald zahlreiche völlig rennbahnfremde Unternehmungen auf dem Programm, die aber auch sehr großen Spaß machten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Das Highlight in dieser Beziehung war die Teilnahme am Katholikentag des Jahres 1994, der unter dem Motto „Unterwegs zur Einheit“ weit entfernt in Dresden stattfand. Die ganze Jugendgruppe hatte sich eifrig vorbereitet und brach Ende Juni 1994 gemeinsam mit anderen Maltesern aus dem Badischen gespannt nach Dresden auf, wo wir ein Zeltcafé betreuen und diverse Mitmachaktionen anbieten wollten. Dass sich der Katholikentag ausgerechnet mit dem Derbywochenende 1994 überschnitt, war mir zwar bewusst, und sicher habe ich auch immer wieder an das Vorjahr gedacht, als ich selbst in Horn dabei sein konnte, aber insgesamt war ich viel zu erfasst von den Vorbereitungen und der guten Stimmung als dass mich die Aussicht, wohl auch die TV-Übertragung aus Hamburg nicht mitzubekommen, groß hätte betrüben können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.icahdq.org/divisions/orgcomm/Conventions/Conventions/Dresden06_files/Dresden.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="192" src="http://www.icahdq.org/divisions/orgcomm/Conventions/Conventions/Dresden06_files/Dresden.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Ort des Geschehens - Dresden&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Vier Jahre nach der Wiedervereinigung war der Aufenthalt in Dresden mit einer Horde katholischer Jugendlicher irgendwo auf der Grenzlinie zwischen Pfadfinderzeltlager und Pilgerfahrt nicht nur ein großes Abenteuer, sondern auch eine Zeit der unerwarteten Begegnungen und Konfrontationen (überwiegend positiver Natur) mit einer doch für uns Westkinder recht fremden Umwelt. Natürlich hatten wir in Zeitungen viel gelesen, hatten auch im Fernsehen etwas gesehen von „drüben“, aber noch war die DDR mit ihren Spuren und Erinnerungen in Dresden überall gegenwärtig. So richtig wiedervereinigt waren die Deutschen, die sich da (manchmal auch eher zwangsweise) begegneten, meiner Wahrnehmung nach noch lange nicht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Großartig haben sich die Dresdner Malteser um uns gekümmert, und auch zu einer brandneuen Jugendgruppe aus Meißen, mit denen wir Heidelberger uns einen ziemlich staubigen und trostlosen Klassenraum in einer ehemaligen Polytechnischen Oberschule teilten, wo wir alle mitten zwischen klischeehaften Plattenbauten untergebracht worden waren, entstand schnell mehr als nur freundschaftlicher Kontakt. Sogar die Nachbarschaft, die uns (ca. 500 quirlige und mit Begeisterung neues geistliches Liedgut zur Gitarre schmetternde Kinder und Jugendliche mit überwiegender Wessi-Herkunft) bei der Ankunft noch misstrauisch beäugt hatte, wurde am folgenden Abend schon lockerer. Da kamen dann irgendwann auch die örtlichen Jugendlichen mal vorbei, nachdem sie uns zunächst in klaren Reviermarkierungsabsichten demonstriert hatten, wie klasse ein frisierter Wartburg aufjault und sich quietschend in die Kurve vor dem geschlossenen HO legen kann, wenn man ihn nur richtig „fährt“, und setzten sich nach Einladung durch die Meißener mit ans improvisierte Lagerfeuer, wo gerade das Stockbrot schmurgelte. Und irgendwann in dieser arg surrealen, sternenklaren Nacht, in der ein Kassettenrecorder selbst aufgenommene Queen-Lieder (unsere? ihre? Ach, egal!) &amp;nbsp;spielte, war es dann zwischen den strengen Plattenbauten für eine Weile fast gleichgültig, wer Wessi und wer Ossi war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die sommerlich heißen Tage in Dresden waren in jeder Beziehung ein intensives Erlebnis – sei es bei diesen ganz alltäglichen Begegnungen, beim Feiern von Gottesdiensten, beim Sonnen auf den Elbwiesen, beim Bestaunen der alten Architektur ringsum (Platte oder – vorzugweise! – wesentlich älter… auch wenn die heute großartig wiedererrichtete Frauenkirche damals zum Beispiel noch ein ziemlicher Schutthaufen war), bei Diskussionsrunden, tatsächlich über Gott und die Welt, unseren von der Dresdner Bevölkerung übrigens interessiert angenommenen Mitmachaktionen sowie der einen oder anderen Party. Die Unterbringung auf dem harten Klassenraumfußboden war dann irgendwann auch egal, denn Schlaf war sowieso vollkommen überbewertet. Mit gerade einmal zwanzig Jahren ist man da wohl ausdauernder und leidensfähiger.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.katholisch.de/p/content/images_4_3/Kirchentag/katholikentag-1994_rdax_187x140.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="239" src="http://www.katholisch.de/p/content/images_4_3/Kirchentag/katholikentag-1994_rdax_187x140.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Irgendwo da war ich mittendrin - &lt;br /&gt;Menschenmassen auf dem Dresdner Katholikentag 1994&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war also eine großartige, von Euphorie getriebene, nachdenklich machende, intensiv erlebte Zeit, und dass weit entfernt in einer Stadt namens Hamburg die Derby-Woche 1994 auf ihren jährlichen Höhepunkt zusteuerte, hatte ich ehrlich gesagt praktisch vergessen. Oder vielleicht war es mir auch deshalb ziemlich egal, weil parallel so viel anderes Spannendes geschah.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dann jedoch, am ersten Julisamstag 1994, hatte ich vor der Abreise am Sonntag nach der gemeinsamen Eucharistiefeier noch einen kleinen Privatausflug ins Hygiene-Museum geplant und musste zu diesem Zweck durch den Bahnhof laufen, der vor lauter Katholikentagsvolk und Einheimischen aus allen Nähten zu platzen schien. Und plötzlich sah ich bei einem Zeitschriftenhändler etwas ausliegen, was ich so in Dresden (wieso eigentlich nicht?) gar nicht erwartet hatte: die Sport-Welt. Und es war nicht irgendeine Sport-Welt, die ja damals noch schlicht schwarz-weiß mit – wenn überhaupt – wenigen Fotos daherkam, sondern die besondere Derby-Ausgabe, die traditionell passend zum Blauen Band nicht nur besonders dick war, sondern auch blau, statt wie sonst grün umrandet war. Die musste ich natürlich kaufen, und zum Glück fand sich in der kurzen Hose, die ich im leckenden Klassenraumwaschbecken von Hand ausgewaschen und über Nacht auf dem Fensterbrett unserer Schulunterkunft getrocknet hatte, auch gerade noch genug Kleingeld.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Mit der Sport-Welt in der Tasche besichtigte ich also das Hygiene-Museum, war sehr angetan von der Ausstellung dort, hatte aber anschließend, als die Sonne schon wieder brennend vom Himmel stach, absolut genug von irgendwelchen weiteren Aktivitäten und beschloss, mich einfach in den Schatten eines Baumes zu werfen und ein wenig in der Sonderausgabe zu blättern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Tja, und genau dort hat mich dann ein Dresdner namens Gerd entdeckt, so etwa Mitte 50, der mich wohl schon eine Weile beobachtet haben musste, wie ich im Schneidersitz auf dem Boden die Sport-Welt las, und sich dann ein Herz fasse, um mich unbekannte Fremde spontan anzusprechen. Eigentlich hätte ich ja unter den gegebenen Umständen misstrauisch reagieren müssen, aber Gerd hatte irgendwie etwas spontan Sympathisches und Harmloses an sich, und überhaupt war ich ja begeistert von all der Kommunikation mit Menschen, die zum größten Teil eine ganz andere Lebensgeschichte hinter sich hatten als ich. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a3/Dresden-Hygienemuseum-pano.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="108" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a3/Dresden-Hygienemuseum-pano.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Über Pferderennen kann man (fast) überall sprechen - &lt;br /&gt;auch vor dem Hygiene-Museum in Dresden&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Also haben wir uns unterhalten, und die Tatsache, dass es Gerd verwunderte, dass ein Wessi-Mädchen im alles andere als gebügelten Katholikentags-T-Shirt in seiner Stadt auf einer Wiese sitzend ausgerechnet die ihm gut bekannte Sport-Welt las, war nur der Anlass zu einem Gespräch, das mir intensiv im Gedächtnis geblieben ist, weil es mit Pferderennen – unserem offenkundig gemeinsamen Hobby – anfing, immer wieder zu diesem Thema zurückkehrte, aber doch um so viel mehr ging.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Gerd, der noch gesprächiger wurde, als er von meinem brennenden Interesse an Geschichte und der Tatsache erfuhr, dass ich vorhatte, auf ein Lehramtsstudium zu wechseln, war wirklich ein netter Mensch, aber auch ein zutiefst enttäuschter „Wende-Verlierer“. So bezeichnete er sich zumindest selbst. Er erzählte mir, dass er mit „denen da oben“ nichts zu tun gehabt habe. Er habe halt so ein „bisschen mitgemacht, wenn es nicht anders ging“, aber grundsätzlich habe er nur seine Ruhe haben wollen. Er hatte sich sicher gefühlt in der DDR, und der Mauerfall sowie die atemlosen, radikalen Umwälzungen der Jahre danach hatten ihn überfordert. Sein Arbeitsplatz bei einem privatisierten Kombinat, in dem er sich immer kompetent und geschätzt gefühlt hatte, hatte lange auf der Kippe gestanden, dann war er arbeitslos gewesen, hatte sich mit Mühe eine neue Stelle (eher einen Job) bei einem anderen Arbeitgeber besorgt, tat dort sein Bestes, obwohl ihm die neue Arbeit wenig Freude bereitete, und fühlte sich doch ständig vom Schreckensgespenst neuer – und dann wahrscheinlich permanenter – Arbeitslosigkeit verfolgt. Dieser Gedanke, dem er nicht ausweichen konnte, belastete ihn, machte ihm fast Tag und Nacht Angst. Überhaupt hatte er das Gefühl, dass er nicht mehr recht in die wiedervereinigte Welt passte, dass ihm bei allem Fleiß die Energie und Spritzigkeit fehlten, um mithalten zu können. Er hatte, so meinte er mit einer aufrichtigen Traurigkeit, die mich sehr berührte, seine Heimat verloren, obwohl er doch immer noch in seiner Heimatstadt Dresden zu Hause war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich habe überwiegend zugehört, denn ich merkte rasch, dass mir nicht bloß Lebensalter, sondern vor allem auch Lebenserfahrungen fehlten, um irgendetwas sinnvoll Tröstliches angesichts seiner nachdenklichen Mutlosigkeit sagen zu können, die aber in keiner Weise mir gegenüber vorwurfsvoll war. Im Gegenteil – er betonte mehrfach, wie sehr es ihn freue, all die jungen Menschen zu sehen, die durch den Katholikentag in seine Stadt gekommen waren, weil sie so viel von dieser Lebensfreude und offenen Neugier verströmten, die er selbst für sich und sein Leben gerne gehabt hätte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dass ich die Sport-Welt las, fand er kurios, und ich muss gestehen, mir war zuvor gar nicht recht bewusst gewesen, dass es ja in Dresden auch eine Rennbahn mit langer Tradition gab. Gerd war dort ein regelmäßiger Besucher, einer von der Sorte, der als Junge von einer Jockey-Karriere geträumt hatte und häufig mit seinem Großvater in Hoppegarten gewesen war, bis er selbst zu groß und vor allem zu schwer wurde. Aber er ging immer noch hin, fuhr manchmal auch nach Berlin oder auf andere der sogenannten „Ost-Bahnen“, verlässlich wie ein Uhrwerk. Und er kannte darum Leute, Pferde, Anekdoten über den Galopprennsport im Osten und noch weiter zurück aus Hoppegartener Zeiten, die mir völlig neu waren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;An Hein Bollow konnte er sich noch als Reiter erinnern, und schon hatten wir ein Thema, über das wir auch gemeinsam reden konnten, aber auch andere ehemalige Hoppegartener Namen waren mir in der Form wesentlich älterer Menschen vornehmlich aus dem Trainerlager bekannt. Was dazwischenlag – nun, auch davon erzählte er ein wenig, schwärmte von einigen großen Pferden aus der DDR, die ihn begeistert hatten, aber bald seufzte er und meinte, aus meiner Perspektive müsse das ja alles albern wirken. Als ich erstaunt nachfragte, wie er darauf komme, meinte er nur mit einem Schulterzucken, die ganzen Ost-Pferde könnten ja im Westen in keiner Form mithalten. Das müsse man ganz nüchtern zugeben. Ich konnte merken, wie sehr es ihn schmerzte das zu sagen, denn ganz offenbar hing sein Herz an vielen dieser Erinnerungen an seine miterlebten Rennen der vergangenen DDR-Jahrzehnte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So recht widersprechen konnte ich ihm ehrlicherweise aber auch nicht, denn 1994 war es einfach noch so. Kaum ein Pferd, das im Osten trainiert wurde (und viele waren noch in volkseigenen Gestüten gezogen worden), konnte auf gehobenem Niveau mit der Konkurrenz aus den westdeutschen Bundesländern konkurrieren. Das nahmen manche – nicht alle! – Westtrainer gern zum Anlass, umfangreiche Expeditionen auf die Ostbahnen zu starten und dort richtig „abzusahnen“, denn auch in Sieglosenrennen und Ausgleichen taten sich die meisten westdeutschen Pferde in Dresden, Leipzig, Hoppegarten und Co. mit dem Gewinnen doch oft einen Tick leichter als zu Hause. Heinz Jentzsch, der westdeutsche Dauerchampion bei den Trainern, war hier regelmäßig dabei, und in der Tat hatte er zum Beispiel am 11. Juni 1994, dem vorletzten Dresdner Renntag vor meiner Zufallsbegegnung mit Gerd vor dem Hygiene-Museum, richtig jubeln können. Sage und schreibe fünf (!) der acht ausgeschriebenen Rennen gewann er mit seinen Asterblüte-Pferden. Unter ihnen befand sich übrigens auch Laroche, der den Anlass für das Schreiben dieser Erinnerungen liefert, denn er gewann mit dem ehemaligen Herold-Rennen einen Traditionstitel. Und nachdem auch Elfi Schnakenberg, Theo Grieper und Hans-Albert Blume je ein Rennen in den Westen geholt hatten, blieb für die Ost-Trainer rein gar nichts mehr übrig. Ob sich die West-Trainer mit derlei Aktionen unbedingt beliebt gemacht haben? Ich habe da gewisse Zweifel!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nicht immer offenbarte sich die Leistungskluft, die fünf Jahre nach dem Mauerfall noch bestand und sich erst in den folgenden Jahren langsam verringerte, als solche Pferde wie Artan oder Magical River dann und wann auch einmal im Westen auf sich aufmerksam machen konnten, derart eklatant. Aber für Gerd schien der vergangene Rennsamstag auf seiner Dresdner Hausbahn wie eine Bestätigung seines traurigen Verlierergefühls zu sein. Fast kam es mir vor als fühle er sich genauso abgehängt wie seine geliebten und vertrauten Rennpferde – irgendwie nichts mehr wert, egal wie sehr sie ihn in der Vergangenheit auch begeistert hatten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;„Naja, die Pferde aus dem Westen gewinnen halt wie sie wollen“, bemerkte er ernüchtert. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und weil ich eben irgendetwas Relativierendes sagen wollte, verwies ich auf die Titelseite der Sport-Welt-Sonderbeilage, die zwischen uns lag. Dort war ein englisches Pferd namens Overbury abgebildet, dem in jenem Jahr im bevorstehenden Derby eine Schlüsselrolle zuzukommen schien, denn dieses zweifellos sehr gute Rennpferd war für unser Rennen aller Rennen genannt worden und machte – so zumindest der Tenor vieler Artikel, die vorab geschrieben wurden – den deutschen Galoppanhängern mächtig Angst. Sie befürchteten schlicht und einfach, dass Overbury gleich im ersten Anlauf das schaffen würde, was tatsächlich dann erst Buzzword 2010 glückte: das nun auch für ausländische Pferde geöffnete Blaue Band aus Deutschland zu entführen. Zu übermächtig erschien Overbury als dass die deutschen Kandidaten gegen ihn ankommen konnten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Als ich eine Bemerkung in dieser Richtung machte, nickte Gerd nur und meinte: „Tja, da können die West-Trainer und Besitzer mal sehen, wie wir uns hier ständig fühlen.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Gleich aber fügte er mit einem entschuldigenden Lächeln noch etwas an: „Vielleicht muss man gerade deswegen mal auf die Außenseiter setzen. Habe ich gemacht.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Neugierig fragte ich nach, welches Pferd er meinte und schlug nebenbei die Doppelseite mit der Einzelvorstellung der Derbykandidaten auf, die mir in jenem Jahr viel weniger vertraut waren als zu anderen Gelegenheiten, weil ich ja weitab vom Schauplatz des Geschehens gewesen war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;„Den hier habe ich gewettet. Hat mir gefallen, als ich ihn neulich gesehen habe.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://wetten.germantote.de/images/deimages/ittlinge.gif" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" src="https://wetten.germantote.de/images/deimages/ittlinge.gif" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und er deutete auf ein Pferd in Ittlinger Farben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Laroche.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;„Eine Chance hat er natürlich nicht, denn sonst wäre er wohl kaum als letztes hier bei uns im Osten gelaufen. Aber wer weiß, sein Bruder hat’s ja letztes Jahr auch schon gewonnen. Ist vermutlich verrückt, aber mir war danach Laroche zu spielen.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Gerd war fest davon überzeugt, sein Geld zum Fenster hinausgeworfen zu haben, einfach aus einer komischen Laune heraus. Eine rechte Meinung zu den Derbypferden hatte ich ja auch nicht, außer dass mir natürlich ein Sieg des Union-Ersten Twen aus „meinem“ Stall sehr sympathisch gewesen wäre. Das hätte ich allerdings leicht abergläubisch wie ich damals schon im Hinblick auf große Rennen war, nie laut gesagt. Laroche war nur einer von insgesamt zwanzig Startern – ein veritabler Außenseiter noch obendrein. Glauben mochte ich daran also auch nicht, und als wir uns kurze Zeit später freundlich voneinander verabschiedeten, hatte ich Gerds verwegenen Tipp schon fast wieder vergessen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Vielleicht wäre diese für mich sehr angenehme Zufallsbegegnung auch inzwischen schon längst im Nebel der Vergangenheit versunken, wenn… ja, wenn Gerd mit seinem wagemutigen Tipp nicht am Ende doch Recht behalten hätte und zumindest am folgenden Tag, dem Derbysonntag 1994, &lt;u&gt;nicht&lt;/u&gt; auf der Verliererseite des Lebens stand. Das Ergebnis des Derbys habe ich erst mit einiger Verspätung erfahren, denn wo heute wahrscheinlich ein internetfähiges Handy zum Einsatz kommen würde, war ich auf der langen Busfahrt zurück von Dresden nach Heidelberg einfach von allen Neuigkeiten abgeschnitten. Das war aber nicht schlimm, denn wir waren nach den ereignisreichen Tagen alle ziemlich müde, aber zufrieden und mit jeder Menge neuen Eindrücken angefüllt, die erst einmal sortiert werden wollten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So stand ich dann irgendwann deutlich nach Mitternacht, als endlich alle Gruppenkinder von ihren Eltern abgeholt worden waren, im Innenhof der Heidelberger Malteser-Dienststelle und beschloss spontan, &lt;u&gt;kein&lt;/u&gt; Taxi zu rufen, sondern vor Ort eine weitere Nacht im Schlafsack im großen Schulungsraum zu verbringen. Der letzte Bus in den Vorort, wo sich meine Studenten-WG befand, war schon längst gefahren, also schien das Sinn zu machen. Zunächst hatte ich aber Hunger, und so borgte ich mir ein altes Fahrrad, das für diesen Zweck im Innenhof stand, und radelte durch die menschenleere Stadt in Richtung Bahnhof, weil ich mir dort am ehesten eine noch offene Futterquelle versprach. Die habe ich auch tatsächlich in Form eines angemessen studentischen Dönerstands gefunden – und direkt daneben einen Buchmacher, in dessen Schaufenster die Ergebnisse des abgelaufenen Renntags ausgelegt waren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und dort habe ich dann gesehen, wer das Derby 1994 gewonnen hatte. Nicht Overbury war es gewesen, denn der kam nur als Zweiter ins Ziel. Auch mein Wunschpferd Twen hatte es nicht geschafft, denn der war am Boden gescheitert. Nein, Laroche hatte gewonnen, und das als Außenseiter zu einer wirklich netten Quote von 181:10. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Alle Achtung!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dönerkauend bin ich damals mit einem breiten Grinsen einhändig durch die dunklen Straßen von Heidelberg geradelt und habe mich, ehe ich in meinen Schlafsack geschlüpft bin, einfach nur für meine freundliche Dresdner Kurzbekanntschaft Gerd gefreut, dem dieser Treffer sicher gut getan haben dürfte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ob es ihn wohl noch gibt? Inzwischen müsste er ja auch schon recht alt sein. Ich habe schon lange nicht mehr an ihn gedacht. Erst als ich zum Zweck dieses Erinnerungstextes ein wenig über Laroche recherchierte, fiel mir unser Gespräch damals wieder ein. Unbekannterweise hoffe ich aber zumindest, dass er sich über Laroches großen Sieg und seinen daraus resultierenden Wettgewinn gefreut hat. Schön wäre es außerdem, wenn dieser nette Mensch vielleicht doch nicht dauerhaft auf der gefühlten Verliererseite des Lebens gestanden hat, sondern immer wieder, ob nun beim Pferderennen oder anderswo, Grund zur Freude hatte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und wer weiß – vielleicht hat er im folgenden Jahr ja auch im Derby den Sieger des ehemaligen Herold-Preises auf seiner Dresdner Bahn gespielt. Falls ja, hätte er damit den zweiten Derby-Sieger in ebenso vielen Jahren getroffen, denn auch All My Dreams gewann vor seinem Hamburger Triumph zunächst in Dresden. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Das allerdings, die Geschichte von All My Dreams, ist ein Thema für einen anderen Beitrag und Tag…&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-7792955021524679073?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/7792955021524679073/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/damals-in-dresden.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/7792955021524679073'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/7792955021524679073'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/damals-in-dresden.html' title='Damals in Dresden...'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-YVz6qdvIgxQ/TdGEBMvRq4I/AAAAAAAAAC4/5YiUnWtdrFQ/s72-c/Scalo+26-09-10.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-4004052371243401759</id><published>2011-05-07T01:01:00.002+02:00</published><updated>2011-05-09T23:43:41.724+02:00</updated><title type='text'>Seifige Rivalen und ein Pferd namens Samurai</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Am vergangenen Wochenende haben wir uns quasi als Überbrückung zwischen den Renntagen in Mülheim und Düsseldorf ein "Mini-Westbahnen-Forumstreffen" in rein weiblicher Besetzung bei mir zu Hause gegönnt, lecker gekocht, den Mai mit Frizzante begrüßt und uns einfach einen schönen Abend (bis ziemlich spät... früh... in die Nacht hinein) gemacht. Ein Programmpunkt dabei war die Initiation der jüngsten Anwesenden in die Kultserie des deutschen Galopprennsports, von der sie (dank TV-Übertragung aus Hoppegarten und Co.) bislang nur die Titelmelodie kannte. Extra zu diesem Zweck hatte ich die DVD-Ausgabe der Serie besorgt, von der nur eine einzige Staffel produziert wurde, die aber damals - vor immerhin schon 22 Jahren - in (fast) aller Munde war. Sie lief auf dem ehemaligen Sendeplatz der Schwarzwaldklinik und zog - Seichtheit und manchmal eher minder spannende Drehbücher hin oder her - für eine Weile enorm viel neues Publikum auf die deutschen Rennbahnen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.derwesten.de/omg/1980-632729948/530_530_0025519239-0054911834.JPG.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="239" src="http://www.derwesten.de/omg/1980-632729948/530_530_0025519239-0054911834.JPG.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Inzwischen habe ich mir die gesamte Serie auch als Gegengewicht zu einer Menge Korrekturkram noch einmal angesehen, musste über viele Dinge einfach nur schmunzeln und habe ansonsten fleißig "Jockeys-von-früher-Spotting" betrieben. Also geht es in diesem kleinen Erinnerungsbericht ausnahmsweise nicht um ein Pferd, auch nicht um einen Jockey, Trainer oder ein berühmtes Rennen, sondern zur Abwechslung um einen Meilenstein der deutschen Fernsehgeschichte - die Fernsehserie "Rivalen der Rennbahn", die vor 22 Jahren im ZDF ausgestrahlt wurde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.phoenix-film.de/sites/files/phoenix/produktions_images/Rivalen%20der%20Rennbahn%208_0.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="217" src="http://www.phoenix-film.de/sites/files/phoenix/produktions_images/Rivalen%20der%20Rennbahn%208_0.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war einmal vor 22 Jahren&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Heute geht es um den Rückblick auf ein Phänomen, das vor nunmehr zweiundzwanzig Jahren den Galopprennsport in die Schlagzeilen brachte und mit „Black Type“ ganz anderer Art dafür sorgte, dass zahlreiche Neugierige erstmals eine Rennbahn besuchten. Wer weiß – der eine oder andere Neueinsteiger von damals mag auch heute noch dabei sein, denn sind Sympathien erst einmal geweckt, können sie bei entsprechender Pflege sehr nachhaltig sein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wer waren nun diese Sympathieträger? Sie nannten sich „Rivalen“, und es war vor allem ein Vierbeiner namens Mazzoni, der über mehrere Jahre alle Blicke auf sich zog, egal wo er auf Deutschlands Rennbahnen auftauchte. Jener 1984 von Michael Becher und Johann Th. Pavenstedt gezogene Mazzoni entstammte zwar einer später durchaus prominenten Mutter namens Mole, aber anders als sein zwei Jahre jüngerer Bruder Mondrian hatte er nicht unbedingt herausragendes rennsportliches Talent mitbekommen. Fünf Siege gelangen ihm zwar in seiner immerhin acht Jahre währenden Rennbahnkarriere, doch war dies auf kleineren Bahnen wie jener von Bad Harzburg sowie seinem Lieblingsgeläuf in Herxheim der Fall, und ein Maximal-GAG von 60 blieb das Höchste der Gefühle. Mit den Leistungen seiner bevorzugt von Surumu stammenden Halbgeschwister Modigliani, Molto Bene, Masolino, Molto in Forma – und besonders natürlich Mondrian – konnte er sich aber nur bedingt messen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ein Star wurde der Alias Smith-Sohn Mazzoni dennoch, denn in der im Frühjahr 1989 ausgestrahlten ZDF-Fernsehserie „Rivalen der Rennbahn“ spielte er einen Hengst mit dem Namen Samurai, den bald eine ganze Generation von weiblichen Teenagern (und gerüchteweise auch andere Zuschauer!) anhimmelte. Alle wollten nun Samurai sehen, und so pilgerten sie eben zur Rennbahn, wo die Popularität der Geschichten um Ex-Jockey und Neu-Trainer Christian Adler, den fiesen Klaus-Otto Gruber, dessen intrigante Ehefrau Silvia mit einer Vorliebe für Mode in schwarz-rotem Leder und das nett-naive Stallmädchen Margit für PR-Zwecke optimal genutzt wurde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;In bester Manier dessen, was man heute eine Soap Opera nennt, lieferten die Rivalen der Rennbahn dem damals noch nicht von einer nahezu unübersichtlichen Auswahl an Kabel-, Satelliten- und Digitalkanälen „verwöhnten“ deutschen Fernsehpublikum ab dem 30. März 1989 elf Wochen lang Intrigen, Herzschmerz, Spannung, Dramatik – und vor allem jede Menge Rennsport. Die Grundidee der Serie ist rasch nacherzählt: Der erfolgreiche Jockey Christian Adler, dessen Ehe bereits in Gefahr ist, weil er den Versuchungen der reichen Silvia Gruber partout nicht widerstehen kann, verweigert sich der Teilnahme an einem von deren skrupellosem Ehemann angezettelten Wettbetrug. Damit ist sogleich eine Tatsache klar: Der von Thomas Fritsch gespielte Christian Adler ist einer von den „Guten“ – und als er wenig später in einem Rennen folgenschwer verunglückt, nur um Haaresbreite einer Querschnittlähmung entgeht und den Jockeyberuf schweren Herzens aufgeben muss, leidet das gesamte Publikum mit ihm. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;In den sich anschließenden Folgen können die Zuschauer Christian Adler auf dem oft mühsamen Weg in eine neue Zukunft als Rennstalleiter/Trainer begleiten. Und die Serie lässt wahrlich nichts Aufregendes aus: Da gibt es erste Erfolge, helfende Hände, romantische Momente mit einer neuen Liebe, die ihm auch prompt ihre Pferde überstellt, aber auch Verschwörung und Enttäuschungen, da taucht ein zwielichtiger Bruder auf, ein Stall brennt nieder, die Pferde werden erst in letzter Sekunde gerettet, alte Liebe erwacht zögernd neu, um gleich wieder in Eifersucht zu ersticken, da feiern Adel und Neureiche, lästern übereinander und schließen Zweckallianzen oder Verschwörungsbündnisse, da gehen Stallmädchen, Trainer und Jockeys ihrem oft harten und nicht ungefährlichen Beruf nach, da wird (versehentlich) gedopt und gewettet, auf Auktionen teuer eingekauft, und immer wieder laufen in berauschenden Bildern, die die ganze Schönheit des Galopprennsports unterstreichen, Pferde vor einem sie enthusiastisch anfeuernden Publikum gegeneinander. Inmitten all des Trubels ist es aber vor allem die enge Beziehung zwischen Christian Adler und Samurai, die das Leitmotiv der Serie – Hoffnung und Glaube an den Underdog bei Mensch und Tier – symbolisiert... eine Botschaft, die bei den Fernsehzuschauern offenbar gut ankam.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.lalila.de/wp-content/uploads/2010/06/rivalen-der-rennbahn.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://www.lalila.de/wp-content/uploads/2010/06/rivalen-der-rennbahn.jpg" width="302" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Einmal pro Woche von März bis Mai 1989 liefen die inzwischen mehrfach wiederholten Folgen der Serie im Fernsehen – eine optimale Terminierung, denn die Rennsaison kam gerade so richtig in Fahrt, als die Popularität der „Rivalen der Rennbahn“ ihren Höhepunkt erreichte. Und auch bei den nicht fiktionalen Galoppern gab es in jenem Jahr viel Beeindruckendes mitzuerleben – sei es (wie passend!) die vierfache Gruppe-I-Serie von Mazzonis Halbruder Mondrian, die in seinem Derby-Triumph gipfelte, seien es die tollen Rennen von Turfkönig oder Filia Ardross oder Deutschlands absoluter Hindernis-König Oldtimer, der bei sage und schreibe acht Rennen ungeschlagen blieb... Auf Deutschlands Rennbahnen brummte es plötzlich wieder. Und daran hatten die Rivalen der Rennbahn durchaus ihren Anteil, so dass es auch nicht sehr verwunderte, als der Galopp Club Deutschland seine begehrte Auszeichnung GCD-Turfpersönlichkeit des Jahres 1989 ausnahmsweise nicht an einen Menschen, sondern an eine Fernsehserie verlieh.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;Die Begeisterung jenes Jahres war so gewaltig, dass der Erfolg selbst dem SPIEGEL einen – natürlich süffisant zynischen – Artikel wert war, in dem der „Tele-Gaul ‚Samuraj’“, mit dem der Schreiber sonst wenig freundlich ins Gericht ging, immerhin flott zum Goldesel erklärt wurde. Kritikpunkte wurden gesucht und selbstredend gefunden – sei es nun in der das Publikum offenbar kaum störenden Wahrnehmung, dass „&lt;/span&gt;&lt;span style="color: black;"&gt;die seichten Stückchen zwischen Bahn und Bett, Stall und Salon eher träge dahinplätschern, Dialoge von schlichter Rede sind“, &lt;/span&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;oder, was wesentlich schwerer wog, in Vorwürfen der Tierquälerei bei auf der Weidenpescher Rennbahn gedrehten Stuntszenen eines Sturzes mitten im vollen Renngalopp. War tatsächlich, wie vermutet, Schmierseife im Spiel? Lästermäuler urteilten, dass dies immerhin zum Charakter der Serie als Seifenoper passen würde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13495624.html"&gt;SPIEGEL-Artikel über den "Tele-Gaul Samuraj" (sic!)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Begeisterung tat dies jedoch keinen Abbruch. Immer wieder wurden in den Folgejahren Rufe nach einer – wohl ursprünglich auch fest eingeplanten – Fortsetzung der Serie laut. Als sich dieses Vorhaben aber mit verstreichender Zeit als unrealistisch erwies, wurden auch Vorwürfe gegen das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen erhoben, man habe eine erstklassige Chance zur weiteren Popularitätsförderung einfach fahrlässig verstreichen lassen. Die Antwort von Pressesprecher Peter Brauer war deutlich formuliert und bietet nebenbei auch heute – obwohl inzwischen schon wieder einige Jahre ins Land gezogen sind – noch einen spannenden Blick hinter die Kulissen von Fernsehen und PR-Aktivitäten der Galopperwelt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.pfer.de/first.html#a"&gt;Peter Brauer: "Die Wahrheit über die Rivalen der Rennbahn" (2000)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und was wurde nun aus Mazzoni (alias Samurai), nachdem die Rivalen nach nur einer Saison von der Rennbahn galoppiert waren? Nun, als Sechsjähriger, im Jahr nach der Ausstrahlung der Heldentaten seines Alter Ego Samurai, erlebte er mit zwei Siegen seine beste Saison und gewann das Goldene Tabakblatt von Herxheim. Bis 1993 konnte man ihn – inzwischen neunjährig – am Start erleben, auch wenn der alte Ruhm des Pferdes, das seit Anfang 1988 in den Farben des Schauspielers Thomas Fritsch und der für „Rivalen der Rennbahn“ verantwortlichen Produktionsgesellschaft lief, mehr und mehr verblasste. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn ging der Wallach, an dem zuletzt auch sein Trainer Robert Becker beteiligt gewesen war, in Privatbesitz über, lernte Dressur und verbrachte nach allen verfügbaren Informationen schließlich als „Rentner“ wohlverdiente Zeit auf der Koppel. Ob Mazzoni, der immerhin inzwischen siebenundzwanzig Jahre alt wäre, heute noch lebt, konnte ich mangels aktueller Daten nicht herausfinden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es ist wieder früh in der Saison, überall wird angefeuert durch neue Medienaktivitäten und scheinbar wachsende Besucherzahlen in den vergangenen Wochen von Aufbrüchen und Veränderungen gesprochen, und da kann man vielleicht auch ein wenig träumen und wilde Entwürfe machen...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Was wäre, wenn die Rivalen heute, unter sicher ganz anderen Bedingungen, wieder auf die Rennbahn zurückkehren würden? Welche Geschichten könnte man noch zusätzlich oder wieder neu erzählen? Wen würde das inzwischen an ganz andere Seherfahrungen gewöhnte deutsche Fernsehpublikum in einer Neuauflage der Sendung gerne erleben? Was müsste geschehen, um spannende Rennbahn-Geschichten zeitgemäß neu zu erzählen? Oder ist Fernsehen heute gar nicht mehr das unumschränkt einflussreiche und Meinungen prägende Medium, das es 1989 noch eher war? Müsste der Rennsport vielleicht auf ganz andere Mittel der medialen Popularitätssteigerung setzen?&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: 9pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.myvideo.de/watch/5888552/Rivalen_der_Rennbahn"&gt;Lalalaalalalaaaaa   ;-)&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Viele Fragen, die aus leicht seifigen Erinnerungen erwachsen können... Was bleibt sind ein musikalischer Ohrwurm und ein DVD-Set, mit dem man einige amüsant-nostalgische Stunden vor dem Fernseher verbringen kann.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-4004052371243401759?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/4004052371243401759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/seifige-rivalen-und-ein-pferd-namens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/4004052371243401759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/4004052371243401759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/05/seifige-rivalen-und-ein-pferd-namens.html' title='Seifige Rivalen und ein Pferd namens Samurai'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-8391652375399330137</id><published>2011-04-27T09:08:00.001+02:00</published><updated>2011-04-27T09:09:31.049+02:00</updated><title type='text'>Was aus Winterfavoriten werden kann...</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Heute gibt es gleich noch einen Bericht, wenn auch keinen ganz neuen, sondern einen Beitrag, den ich im Tippspielforum schon im vergangenen Herbst anlässlich des Preises des Winterfavoriten veröffentlicht hatte. Er passt allerdings auch gut zum heutigen 27. April, denn heute vor 25 Jahren absolvierte das Pferd, um das es in diesem Text geht - der Winterfavorit des Jahres 1985 eben - seinen ersten Jahresstart in seiner Dreijährigensaison. Und er gewann erneut... wenn auch seine spätere Laufbahn eine deutlich andere Wendung nahm als es sich damals sein Umfeld wohl erhofft haben mag. Derbysieger wurde er nicht, aber noch heute bekommen ältere Rennbahnfans bei der bloßen Erwähnung seines Namens, Oldtimer, glänzende Augen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Genau genommen hatte die Welt an jenem Sonntag Ende April 1986, als vor genau 25 Jahren dieser Oldtimer dreijährig erstmals wieder auf die Rennbahn kam, andere Sorgen - oder genauer gesagt: Sie sollte bald ganz massiv andere Sorgen haben als ein Pferderennen, denn am Tag zuvor war weit entfernt, aber doch unheimlich und unfassbar nah in der UdSSR ein Atomkraftwerk namens Tschernobyl explodiert und zum größten Teil ausgebrannt. Das machte viele andere Dinge bald zur Nebensache...&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Kaum zu glauben, dass diese Zeit, an die ich mich noch intensiv erinnern kann, nun auch schon ein Vierteljahrhundert her ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;********************************************************************************&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor 25 Jahren&lt;/b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Silvaner heißt der Winterfavorit dieser nun bald ausklingenden Grasbahnsaison 2010 – das wissen wir seit dem ausgesprochen mitreißenden Finish des Rennens gegen Nice Danon am vergangenen Sonntag. Vor fünfundzwanzig Jahren mussten die Galoppsportfreunde ein wenig länger warten, um ihren Winterfavoriten zu bejubeln, denn das fragliche Rennen wurde erst am 20. Oktober 1985 im Weidenpescher Park entschieden. Ob Silvaner mit seinen künftigen Auftritten auf dem grünen Rasen aber derart eindrucksvoll in Erinnerung bleiben wird wie sein Vorgänger vor einem Vierteljahrhundert, kann jedoch nur die Zukunft zeigen. Zu wünschen wäre es dem sehr netten und wirklich hübschen Lomitas-Sohn ganz sicherlich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Silvaner musste um seinen Sieg kämpfen. Im Vergleich dazu fiel der Rennausgang vor fünfundzwanzig Jahren – übrigens zwei Tage vor der ersten Ausstrahlung einer Fernsehserie mit dem Titel „Die Schwarzwaldklinik“ und nur eine Woche nach Massenprotesten gegen den Bau einer Wiederaufbereitungsanlage für Brennelemente in Wackersdorf – deutlich sicherer aus. Und Oldtimer, wie der damals noch überhaupt nicht alte, sondern ausgesprochen jugendlich frische Sieger von seinem Heimatgestüt Bona benannt worden war, schlug bei dieser Gelegenheit immerhin den Derbysieger des kommenden Jahres, einen gewissen Philipo, der im Preis des Winterfavoriten nur vier Längen hinter ihm und Royal Rock’s als Dritter ins Ziel kommen konnte. Auch der Zweite untermauerte die großen Hoffnungen, die man damals zu Recht an Oldtimers Zukunft knüpfen konnte, denn er mauserte sich in den kommenden Jahren immerhin noch zu einem Dauerplatzierten in den deutschen Grupperennen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Als der zweijährige Oldtimer in Köln an den Start kam, war dies sein insgesamt viertes Rennen. Bereits bei seinem frühen Debüt im Juni 1985 hatte der Esclavo-Sohn aus der Asta-Stute Oste gewinnen können. Nur einmal hatte er bislang einen Gegner vor sich dulden müssen, und zwar den von Bruno Schütz trainierten Alagos, den anderen Top-Zweijährigen der Saison 1985. Mit einem weiteren Sieg am Mülheimer Raffelberg hatte Oldtimer sich jedoch im Berberis-Rennen (damals noch für Hengste geöffnet, ehe es wenig später als Teil der Mülheimer Young Ladies Series den Stuten vorbehalten blieb) gleich wieder erfolgreich zurückgemeldet. Obwohl wir damals schon in bequemer Laufentfernung von der Rennbahn lebten, habe ich diesen Mülheimer Auftritt von Oldtimer leider verpasst. Die Klassenfahrt hatte dann doch Vorrang. Mein Onkel allerdings – immer willens, sich von einem Pferd begeistern zu lassen – hatte beim folgenden Familientreffen nur Gutes zu berichten. Beinahe wäre ich also auch mit nach Köln zum Preis des Winterfavoriten gefahren, aber irgendetwas muss wieder geschehen sein, so dass ich auch diesen Sieg von Oldtimer mit Andrzej Tylicki nicht live miterlebt habe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-bkqddTsFUb4/Tbe_Oq09Y5I/AAAAAAAAAC0/RTKw6IrB-Zw/s1600/Oldtimer.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="157" src="http://4.bp.blogspot.com/-bkqddTsFUb4/Tbe_Oq09Y5I/AAAAAAAAAC0/RTKw6IrB-Zw/s320/Oldtimer.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Über die Wintermonate hinweg galt Oldtimer, der von Hein Bollow trainiert wurde, also als größte Hoffnung für die Grasbahnsaison 1986. Und er machte im April auch einen guten Anfang, als er – nun wieder mit dem Stalljockey Peter Remmert – das Dr. Busch-Memorial gewann, das damals noch keinen Gruppen-, sondern nur Listenstatus hatte. Danach jedoch ging es nicht mehr so erfolgreich weiter. Zwar versuchte man mit Oldtimer die damals noch klassische Route zum Derby zu gehen, aber im Mehl-Mülhens-Rennen auf der Heimatbahn konnte er als Sechster erstmals nicht überzeugen. Der zweite Platz hinter Orfano, dem ebenfalls extrem hoch gehandelten Bruder der Derbysieger Orofino und Ordos, brachte hingegen wieder etwas Hoffnung für Hamburg, die im Juli aber bitter enttäuscht wurde, als Oldtimer nur als elftes von fünfzehn Pferden ins Ziel kam.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Im Anschluss an diese so wohl kaum erwartete Niederlage war der Faden des rennsportlichen Erfolgs erst einmal gründlich gerissen. Zwar lief Oldtimer weiter mit schöner Regelmäßigkeit Rennen, aber erst 1987 konnte er sich mit einer Reihe von Platzierungen – nun aber eher auf Ausgleich-I-Ebene statt in Grupperennen wieder etwas finden. Dann jedoch kam der 20. September 1987, und damit der Tag, an dem exakt dreiundzwanzig Monate nach seinem Sieg im Preis des Winterfavoriten Oldtimers wahre Karriere begann.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Möglicherweise hatte er ja auch nur ein wenig Zeit benötigt, um seinem Namen altersmäßig näher zu kommen… Auf jeden Fall war es der Wechsel auf die Jagd- und Hindernisbahn, der die große Wende brachte und Oldtimer in den kommenden Jahren deutschlandweit zu einem vierbeinigen Helden machte. Die Besitzerfamilie Harzheim vom Gestüt Bona war dem Sport zwischen den Flaggen gegenüber immer sehr aufgeschlossen gewesen. Heinz Harzheim selbst war ein erfolgreicher Hindernisreiter und u.a. Fegentri-Champion gewesen, so dass es vermutlich folgerichtig war, Oldtimer künftig vornehmlich über Hindernisse laufen zu lassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Hengst, denn das war Oldtimer anders als so manch ein anderer Steepler nach wie vor und blieb es auch, lernte rasch. Bereits beim dritten Versuch in einem Jagdrennen gelang ihm im Sommer 1988 in Hamburg der erste Sieg, dem rasch zwei weitere Treffer folgten. Zum Ende des Jahres ging es noch einmal kurz auf die Flache zurück, denn er war am 18. Dezember 1988 der allerletzte Starter in der Trainerkarriere des großen Hein Bollow. Anders als erwartet wurde es nur ein zweiter Platz, aber diesen emotionalen Moment, miterlebt im Alter von 14 Jahren, in dem man ja für Sentimentales ganz besonders anfällig ist, habe ich noch in guter Erinnerung. Wäre es über die Sprünge gegangen… wer weiß, vielleicht hätte der inzwischen fast sechsjährige Oldtimer ja seinen Trainer doch mit einem Sieg in den Ruhestand verabschieden können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So aber wurde er zum ganz großen Aushängeschild in der gerade erst beginnenden Trainerkarriere von Peter Remmert, seines früheren Jockeys, der den Stall von Hein Bollow übernommen hatte. Wohl kaum mehr zu überbieten ist die spektakuläre Saison, die Oldtimer 1989 erlebte, als ihm nicht weniger als acht Siege in Folge in den wichtigsten deutschen Jagdrennen gelangen. Er beendete die Saison ungeschlagen, und was seine Auftritte noch beeindruckender machte, war der Stil, in dem er zu gewinnen pflegte. Praktisch nie war, egal wer die Konkurrenten auch sein mochten, am Ende noch ein Pferd dabei, das Oldtimer auch nur entfernt Paroli zu bieten vermochte. Nicht selten notierte der Richter ein „W“ für die Weile an Vorsprung, die der vollkommen souveräne Hengst ins Ziel brachte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Erstmals hatte ich Oldtimer in einem Jagdrennen in Krefeld im November 1988 miterlebt, und damals war auch der Funke bei mir übergesprungen, denn bislang hatte mir immer nur mein Onkel von diesem Pferd vorgeschwärmt. Nun aber hatte er sich auch in mein Herz gesprungen. Und so verfolgte ich in der Sport-Welt aufmerksam, was und wie Oldtimer alles gewann. Leider lief er ja meistens in den Hindernis-Hochburgen Baden-Baden, Bremen oder Hannover, die alle außerhalb meines Radius lagen. So musste ich bis zum Jahr 1991 warten, um Oldtimer wieder einmal live sehen zu können. Wieder ging es nach Krefeld, und wieder gewann Oldtimer, was umso bemerkenswerter ist, da er im Vorjahr nur einmal hatte herausgebracht werden können, ansonsten aber auf Feierschicht stand. Der inzwischen Achtjährige hatte nichts von seiner Faszination verloren, und ich bin froh, dass ich ihn noch einmal laufen und springen sehen konnte!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bis in den April des folgenden Jahres lief Oldtimer weiter Rennen, und er verabschiedete sich standesgemäß mit einem Sieg in Bremen. Danach wurde er hauptsächlich außerhalb der Vollblutzucht eingesetzt. Die wenigen Vollblutfohlen, die er zeugte, haben nie eine Rennbahn betreten, aber für seine neuen Besitzer Anton Böckmann und Ullrich Kasselmann wurde Oldtimer für die Zuchten Hannover, Oldenburg und Mecklenburg anerkannt. Eine Reihe seiner Nachkommen sind im Turniersport erfolgreich, und sein Springtalent hat der Hengst offenbar an seinen (bis 2002) erfolgreichsten Nachkommen Orlando vererbt. Jener Anton Böckmann ist erst Anfang Oktober 2010 verstorben, doch konnte ich auf der Webseite dieses engagierten Züchters keine Spuren von Oldtimer mehr entdecken. Aber vielleicht weiß ja jemand unter den Lesern des Blogs mehr darüber, wie es mit Oldtimer, der, wenn er noch leben sollte, inzwischen siebenundzwanzig Jahre alt wäre, nach dem Ende seiner aktiven Rennlaufbahn weitergegangen ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-8391652375399330137?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/8391652375399330137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/heute-gibt-es-gleich-noch-einen-bericht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8391652375399330137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8391652375399330137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/heute-gibt-es-gleich-noch-einen-bericht.html' title='Was aus Winterfavoriten werden kann...'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-bkqddTsFUb4/Tbe_Oq09Y5I/AAAAAAAAAC0/RTKw6IrB-Zw/s72-c/Oldtimer.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-391083807647571077</id><published>2011-04-26T00:20:00.005+02:00</published><updated>2011-07-06T17:08:35.903+02:00</updated><title type='text'>Von einer Sekunde zur nächsten...</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war einmal vor 35 Jahren&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wenige Sekunden können manchmal ein Menschenleben vollkommen verändern. Dies weiß wohl jeder, der selbst oder in seinem Freundes- und Familienkreis schon einmal von einem schweren Unfall betroffen war. Was noch Augenblicke vorher heil und scheinbar beschützt war, kann dann durch ärztliche Diagnosen grundsätzlich in Frage gestellt werden. Und manchmal gehen – leider – in kürzester Zeit als verlässlich betrachtete und zutiefst geschätzte Fähigkeiten unwiederbringlich verloren, ohne die Lebensentwürfe völlig neu überdacht werden müssen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aus meiner Jugendzeit kann ich mich noch an das Entsetzen über die zwei tödlichen Stürze der Jockeys Josef Dolejsi und Hans Strompen erinnern. Augenzeugin war ich leider bei dem schweren Unfall von Jockey Neil Grant auf meiner Heimatbahn in Mülheim, den der mir immer sympathische Reiter im August 2000 nicht unversehrt überstand. Aber nicht nur in den Rennen an sich, sondern auch in der Trainingsarbeit kann es manchmal zu Unglücken mit schwerwiegenden Folgen kommen, wie aus jüngerer Zeit die Beispiele von Christian Zschache, Peter Gehm oder Peter Heugl belegen. Als weitestgehend unbeteiligte Zuschauerin ist mir auch bewusst, dass die Außenstehenden in der Regel gar nichts davon erfahren, wenn solche Unglücke statt der bekannten aktiven Reiter „nur“ die deutlich größere Gruppe der oft anonymen Arbeitsreiter und -reiterinnen betrifft. Dies macht eine Einrichtung wie die Trainer- und Jockey-Unterstützungskasse noch einmal wichtiger als sie es ohnehin schon ist. Übrigens – in einem alten Jahrgang der Sport-Welt aus dem Jahr 1968, der ein ganz besonderes Schätzchen in meinem Archiv ist, wurde regelmäßig ganz offensiv veröffentlicht, welche in einem Rennen erfolgreichen Besitzer einen Anteil ihres Gewinns an die Unterstützungskasse gespendet hatten. Wieso ist dies eigentlich heute nicht mehr so?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dass Galopprennen für die aktiv Beteiligten kein ganz ungefährlicher Sport sind, liegt ja angesichts des hohen Tempos, bei dem doch eigentlich fast alle Konkurrenten gewinnen oder zumindest so gut wie möglich abschneiden wollen, schon beinahe auf der Hand. Ich persönlich habe größten Respekt vor den Menschen, die diesem sicher jeden Tag neu faszinierenden, aber auch körperlich und mental sehr fordernden Beruf ausüben und dabei gelegentlich in Gefahr geraten. Heute im ersten Rennen in Köln wurden zum Beispiel gleich drei Pferde im Schlussbogen reiterlos, doch blieben sie dabei glücklicherweise unversehrt. Nur ein Jockey erlitt leichtere Blessuren, aber Andreas Suborics will am kommenden Wochenende bereits wieder im Sattel sein. Es ging also alles vergleichsweise glimpflich ab. Besonders wichtig ist darum die Anmerkung, dass schwere Unfälle, in denen Mensch und Tier großen Schaden nehmen, im Galopprennsport zwar (leider!) vorkommen, aber dennoch eindeutig nicht an der Tagesordnung sind. Zum Glück ist dies so!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-NY3qGGKlcpg/TbXy5Guju7I/AAAAAAAAACw/Ugwb9u84s8s/s1600/Derbysieg+Athenagoras.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="230" src="http://4.bp.blogspot.com/-NY3qGGKlcpg/TbXy5Guju7I/AAAAAAAAACw/Ugwb9u84s8s/s320/Derbysieg+Athenagoras.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Harro Remmerts größter Sieg als Jockey - &lt;br /&gt;Deutsches Derby 1973 mit Athenagoras&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Heute vor 35 Jahren, am 25. April 1976, geschah allerdings auf der Krefelder Galopprennbahn&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;ein Rennunfall, der nach allen Erzählungen und Quellen, die ich im Lauf der Jahre gehört und gelesen habe, die Freunde des Rennsports ebenso wie die Aktiven tief erschütterte, denn er betraf einen der bekanntesten Namen aus dem Jockeylager jener Zeit, einen Menschen, der zudem – zumindest wird dies immer und immer wieder betont – auch weithin besondere Sympathie genoss. Die Folgen jenes Unglücks, das der damals die Rennreiterstatistik der noch jungen Saison anführende Harro Remmert bei seinem Ritt auf dem belgischen Hengst Arpad im Dr. Busch-Memorial erlitt, beendeten nicht nur von einer Sekunde zur nächsten seine Laufbahn als Jockey. Sie veränderten auch sein Alltagsleben dramatisch und ließen ihn und seine Familie vor einer zunächst vollkommen ungewissen Zukunft zurück, denn nachdem sein Pferd in der damals noch nicht durch Rails begrenzten ersten Kurve der Rennbahn nach dem 1700-Meter-Start ausgebrochen und unkontrollierbar in ein Waldstück galoppiert war, wo es seinen Reiter gegen einen Baum schleuderte, konnten die Ärzte Harro Remmert nur noch die Diagnose einer bleibenden Querschnittlähmung stellen. &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wohl niemand kann den Hergang dieses folgenschweren Unfalls und seine Folgen berührender und intensiver erzählen als der Betroffene selbst, wie er es in einer Folge der Dokumentationsserie „Sport-Spiegel“ Anfang der 1980er Jahre tat, die vor knapp zwei Monaten zufällig noch einmal wiederholt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://vimeo.com/20594037"&gt;Sport-Spiegel 1981: Das Weinen nützt ja nichts...&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Eins macht dieser eindrückliche Bericht vor allem deutlich: Unabhängig von der Frage, ob der Unfall von Harro Remmert auf diese und jene Weise eventuell hätte verhindert werden können, wenn das Geläuf an dieser gefährlichen Stelle durch Rails begrenzt gewesen wäre, wenn das schon in der Arbeit schwer zu reitende Pferd nicht ausgerechnet aus der äußeren Startbox hätte abspringen müssen, wenn es vielleicht gar nicht erst an diesem Rennen teilgenommen hätte, für das sein Jockey eigentlich bereits eine andere Rittverpflichtung für das Pferd Gimont aus dem Stall seines ehemaligen Trainers Georg Zuber angenommen hatte, wenn… ja, wenn. Das Unglück war allerdings passiert. Die Folgen jener wenigen, das Leben dramatisch verändernden Augenblicke waren nicht mehr umkehrbar, egal wie groß das Entsetzen bei dem unmittelbar Betroffenen und denen, die zu Augenzeugen des Geschehens geworden waren, auch war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Einer jener Augenzeugen in Krefeld war auch mein Patenonkel, und ich kann die vielen Male gar nicht zählen, in denen er mir von jenem Tag und der Zeit danach berichtet hat. Das hatte einen naheliegenden Grund, denn schon lange vor dem 25. April 1976 war Harro Remmert einer der bevorzugten Reiter in der persönlichen Wertschätzung meines Onkels gewesen. Schon früh in den 1960er Jahren, so berichtete er, habe er den jüngeren Bruder des damaligen Spitzenjockeys Peter Remmert bei einem harmlosen Rennen in Mülheim für sich „entdeckt“. Peter Remmert, der Ältere der Brüder, sei damals in Köln Stalljockey bei Sven von Mitzlaff, den mein Onkel ja nahezu grenzenlos verehrte, gewesen. Und Harro Remmert kann demnach gerade erst seine Lehrzeit bei seinem späteren Schwiegervater Trainer Johannes Kuhr auf dem Gestüt Ravensberg in der Nähe von Gütersloh beendet gehabt haben. Er stand also sicher noch ganz am Anfang seiner Jockeylaufbahn, die fast genau fünfzehn Jahre dauerte, bis zu jenem folgenschweren Tag im Krefelder Stadtwald Ende April 1976.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Jung sei er damals noch gewesen und unerfahren, und natürlich habe er noch eine Menge lernen müssen, so meinte mein Onkel, aber was ihn überzeugt habe, sei das sichtbare Talent des jungen Mannes gewesen, dazu seine „nette, bescheidene Art“ und „wie der so mit den Pferden war.“ Ihm habe besonders gefallen, dass der junge Reiter die Peitsche niemals im Übermaß benutzt habe. „Der hat die Pferde nicht kaputt gemacht. Im Gegenteil!“&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Diese frühen Eindrücke und ein großer Wettgewinn auf einen Sieg Harro Remmerts mit der Stute Cosima aus dem Stall von Trainer C.W. Löwe im Oktober 1963, von dem mein Onkel auch viele Jahre später noch begeistert schwärmen konnte, haben ihn offenbar dazu bewogen, die Laufbahn des Reiters immer aufmerksam zu verfolgen und sich über jeden Fortschritt zu freuen. Mein Onkel war, so würde man dies zumindest heute ausdrücken, zum Fan geworden, und darum freute es ihn umso mehr, als Anfang 1973 bekannt wurde, dass sein bevorzugter Reiter den Posten als Stalljockey bei seinem verehrten Trainer Sven von Mitzlaff erhalten hatte. Für meinen Onkel - und nicht nur für ihn - war dies eine Traumkombination.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Für Harro Remmert selbst war dieser Schritt ein Meilenstein in seiner Karriere, die sich spätestens seit Mitte der 1960er Jahre in Stalljockeyfunktion bei Georg Zuber in Neuss enorm positiv entwickelt hatte. Ob es diese Berufung an den Olymp-Stall in Köln war, die meinen Onkel bewogen hat, jenes Autogramm zu besorgen, das ich in einem seiner alten Alben des Rennsports gefunden habe? Mag sein – es ist eines von nur drei Autogrammen, die er überhaupt in seinem Fundus hatte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-pZSF4JfBSnk/TbXo26yB-cI/AAAAAAAAACg/WAZlmF_gkcw/s1600/Autogramm.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-pZSF4JfBSnk/TbXo26yB-cI/AAAAAAAAACg/WAZlmF_gkcw/s320/Autogramm.jpg" width="233" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Fundstück - ein Autogramm&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So wie auf dem Bild dargestellt, in voller Jockeymontur, habe ich selbst Harro Remmert nicht mehr erlebt, denn dafür bin ich zu spät geboren. Als sein schwerer Unfall in Krefeld geschah, der meinen Onkel auch viele Jahre später noch immer wieder gedanklich beschäftigte und zum Erzählen brachte, wenn wir den Trainer Harro Remmert im Führring oder anderswo auf einer Rennbahn bei der Arbeit sahen, war ich noch keine zwei Jahre alt – zu jung also für aktive Erinnerungen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;u&gt;Seine&lt;/u&gt; Erinnerungen hat mein Onkel in seinen vielen Geschichten aber gerne mit mir geteilt und mir damit schon in meiner Kindheit eine intensive Prägung mitgegeben, die bis heute für gewisse Vorlieben sorgt, mit denen ich das aktuelle Renngeschehen erlebe. Speziell Geschichten von den großen Siegen Harro Remmerts mit dem Zoppenbroicher Athenagoras im Deutschen Derby 1973, von seinem Doppeltreffer im Aral-Pokal 1973 und 1974 oder der Sieg mit Loisach im Preis der Diana 1974 auf unserer Heimatbahn am Raffelberg, nachdem Harro Remmert gerade erst wieder von einem Armbruch genesen war, konnte mein Onkel dermaßen anschaulich nacherzählen, dass es mir vorkam als laufe ein Film in meinem Kopf ab und ließe mich tatsächlich indirekt zur Augenzeugin werden. Schade – ich hätte ihn wirklich auch gerne einmal als Jockey erlebt, denn was ich auf zahlreichen Fotos in diversen Alben des Rennsports sowie in wenigen erhalten gebliebenen Filmausschnittchen vom &lt;u&gt;Jockey&lt;/u&gt; Harro Remmert inzwischen gesehen habe, gefällt mir ebenfalls sehr.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich selbst kenne aus eigenem Miterleben also nur den &lt;u&gt;Trainer&lt;/u&gt; Harro Remmert, wobei meine frühesten Erinnerungen bis an den Anfang der 1980er Jahre zurückreichen. Ein Pferd namens Kai war es, dem damals meine gesamte Sympathie galt, hieß doch ein besonders netter Junge aus meiner Grundschulklasse auch Kai. Wie schön, dass Kai, das Pferd, von Harro Remmert trainiert wurde und häufiger in Mülheim vor meiner Haustür an den Start kam. Eine Weile lang war meine Standarderwiderung, wenn mein Onkel mich fragte, ob ich mit auf die Rennbahn kommen wollte: „Läuft Kai auch?“ Die Antwort war sehr oft positiv, und ich kann mich zum Beispiel noch gut an den dritten Platz von Kai erinnern, den er unter Harro Remmerts Bruder Peter am 1. Mai 1983 im Großen Preis der Stadt Mülheim an der Ruhr, immerhin einem Ausgleich I, errang. Ich hatte meinen skeptischen Onkel überzeugt, Kai doch auf Platz zu wetten – und es hat sich sehr gelohnt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Friedemann hieß ein weiterer treuer „Dauerläufer“ aus dem Neusser Stall von Harro Remmert, an dem ich im Grundschulalter einfach schon den wunderschönen Namen mochte. Erst viel später habe ich zufällig über einen alten Jahresrennkalender herausgefunden, dass jener Friedemann auch das letzte Pferd war, das Harro Remmert als Jockey am 25. April 1976 in Krefeld ins Ziel geritten hatte. Es wurde ein wenig spektakulärer fünfter Platz – kaum eine Stunde, ehe der Unfall mit Arpad das Leben des damals dreiunddreißigjährigen Reiters dramatisch verändern sollte.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dass der vom Gestüt Zoppenbroich gezogene Friedemann mit zu den Pferden zählen sollte, mit denen der Trainer Harro Remmert kaum ein Jahr später seine neue Aufgabe auf der Galopprennbahn in Neuss begann, hat damals sicher niemand ahnen können, und doch sind es gerade solche Kontinuitäten, die die im Verlauf von fünfundzwanzig Jahren bis Ende 2002 äußerst erfolgreich verlaufene Karriere des „Trainers im Rollstuhl“ Harro Remmert überhaupt erst möglich machten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40680539.html"&gt;Link zu einem Spiegel-Artikel über die frühe Trainerzeit von Harro Remmert&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Harro Remmert hatte vor seinem Unfall, wie es in einigen Interviews nachzulesen ist, überhaupt kein Trainer werden wollen. Erst danach, als er irgendwie einen Weg finden musste, um mit seiner bleibenden Behinderung zu Rande zu kommen, wurde das Trainieren von Galopprennpferden zu einer Möglichkeit, zumindest weiter mit den Vierbeinern arbeiten zu können, die zuvor sein Leben bestimmt und erfüllt hatten. Sein Trainer Sven von Mitzlaff und Kurt Bresges, der Gestütsherr von Zoppenbroich, die Harro Remmert beide offenbar sehr schätzten, waren es, die auf die Idee kamen ihm mitten hinein in die Ängste, Trauer und Zweifel der ersten Zeit nach seinem Unfall, als er noch schwer verletzt im Krankenhaus lag, eine solche zweite Laufbahn vorzuschlagen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ein Zeitungsbericht über einen ähnlich verunglückten Reiter aus Frankreich hatte als Ideengeber gedient, doch in Deutschland gab es damals noch keinen Präzedenzfall für einen querschnittgelähmten Trainer, der zur Fortbewegung auf einen Rollstuhl angewiesen war. Und so mussten zunächst viele Zweifel und Hindernisse ausgeräumt werden, ehe Harro Remmert überhaupt die Chance bekommen konnte, den zaghaft gefassten Funken Hoffnung in Realität umzusetzen, indem er die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister ablegte und sich auf der Neusser Galopprennbahn einen eigenen, zunächst kleinen, bald aber stetig wachsenden Stall aufbaute.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Mein Onkel erinnerte sich gut an die vielen Diskussionen über die Realisierbarkeit dieses Vorhabens, die unter seinen Zockerfreunden 1976 geführt wurden, als einige Zeit nach dem schweren Unfall in Krefeld bekannt wurde, was Harro Remmert nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus tun wollte. Immer wieder sprach er davon, wie er im Herbst 1976 Harro Remmert nach dessen Unfall zum ersten Mal wieder auf der Kölner Rennbahn gesehen habe und von der folgenden Debatte in einer Wetthalle. Er selbst, so meinte er, sei praktisch der Einzige in jener Runde gewesen, der auch nur ansatzweise daran geglaubt hatte, dass so etwas möglich sei. Die Zweifel türmten sich bergehoch: „Wie will er das denn überhaupt machen aus dem Rollstuhl? Wie soll so etwas mit diesen großen Tieren denn gehen?“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wie Harro Remmert das machte, wie so etwas mit diesen großen Tieren ging, lässt der oben verlinkte Filmausschnitt wohl recht gut erkennen. Neben der Hilfe seiner Frau, seiner Familie und guter Freunde waren es aber doch sicher vor allem eigene Entschlossenheit, seine intensiv enge Bindung an die ihm anvertrauten Pferde sowie seine auffallende Ruhe und Geduld, die dazu beigetragen haben, dass der Trainer Harro Remmert nicht nur mit ein paar ihm aus Mitleid überlassenen Alibi-Vierbeinern irgendwie über die Runden kam und etwas zu tun hatte, was ihn auf andere Gedanken brachte, sondern dass er von Jahr zu Jahr immer mehr Erfolg entwickelte. Bald entwickelte sich sein Stall in Neuss zu einer beliebten Trainingsadresse. So rückte irgendwann auch die Tatsache, dass dieser Trainer nun einmal zum Vorwärtskommen einen Rollstuhl benutzte, zunehmend in den Hintergrund der Wahrnehmung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die Fernsehdokumentation von 1981 zeigt einen Einblick in diese frühe Phase der Trainerkarriere von Harro Remmert, in der er gleichwohl mit den zwei Iffezheimer Treffern der Zoppenbroicher Stute Anmut oder mit den vielen guten Platzierungen des Hengstes Ludovico schon sehr schöne Erfolge erringen konnte. Das Leben, das am 25. April 1976 durch den Unfall mit Arpad und die Diagnose Querschnittlähmung radikal unterbrochen worden war, war doch irgendwie weitergegangen – und es hielt neben der täglichen, sicher oft mühseligen Anstrengung, diesen Beruf als Rollstuhlfahrer ausüben zu wollen und ausüben zu können, auch sichtbar viele Freudenmomente für Harro Remmert bereit. Er hatte eine neue Aufgabe gefunden, die ihn vollständig forderte und ihn gleichzeitig regelmäßig durch Erfolge belohnte, die – diese Erinnerung ist mir ebenfalls noch ganz deutlich präsent – vom Rennbahnpublikum immer mit besonderer Herzlichkeit bejubelt wurden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;„Hab ich doch gesagt, dass der das kann!“, pflegte mein Onkel auch in den späteren 1980er Jahren noch gerne mit leicht triumphierendem Unterton anlässlich solcher Erfolge zu jenen unter seinen Zockerfreunden zu sagen, die anfangs zu den größten Zweiflern gezählt hatten. So zum Beispiel am 27. September 1987, als Harro Remmert mit dem Hengst Kamiros in Köln durch den hauchdünnen Sieg im Preis von Europa seinen bis dahin wohl größten Treffer schaffte, nachdem er zu Beginn der Saison von Neuss nach Weidenpesch gewechselt war, um dort den Stall von Sven von Mitzlaff weiterzuführen. Eigentlich war mein Onkel ja damals mit mir im Schlepptau nach Köln gefahren, um noch einmal den großen Acatenango live zu erleben, der in jenem Preis von Europa sein letztes Rennen absolvierte, doch dessen besorgniserregendes Versagen war schlagartig vergessen, als das Zielfoto schließlich belegte, dass tatsächlich Kamiros das Rennen gewonnen hatte. Damit gerechnet hatte mein Onkel gewiss nicht, doch seine pure Freude steckte (nicht nur mich) einfach an. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wenig später machte ich mich im Hinblick auf meine unvermindert regelmäßigen Rennbahnbesuche überall dort, wo man eben mit dem Schülerticket und öffentlichen Verkehrsmitteln hinkam, immer selbstständiger von meinem Onkel und nahm lieber Freundinnen mit, die sich dann (das hat sich ja eigentlich bis heute nicht geändert) all die vielen Geschichten am Führring anhören durften, die sich so im Verlauf der Zeit in meinem Kopf angesammelt hatten. Meinem Onkel begegnete ich irgendwann auf der Rennbahn nur noch eher zufällig und irgendwann, als seine Gesundheit nicht mehr mitspielte, gar nicht mehr. Seine Vorlieben, zu denen auch sein respektvoll bewunderndes Interesse für Harro Remmert zählte, hatte er mir aber schon längst „vererbt“, und so achtete auch ich mit meinem zunächst noch ziemlich beschränkten Hintergrundwissen immer genau und mit besonderer Sympathie auf die Pferde, die jener Trainer am Start hatte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Viele Male habe ich am Absattelring gestanden und nach einem Rennen – gleich ob es nun erfolgreich verlaufen war oder nicht – beobachtet, wie Harro Remmert mit seinen Schützlingen umging, wie er sie ganz genau beobachtete und häufig, so als existierten das Menschengewimmel ringsumher und die anderen Pferde gar nicht, den Kontakt zu ihnen suchte, wie sie in der Regel auch unmittelbar nach den Anstrengungen und all der Aufregung eines Rennens mit bemerkenswerter Vertrautheit und Ruhe auf ihn reagierten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-GnQrIpnBeDk/TbXuMETijwI/AAAAAAAAACk/bwHAcYlNL38/s1600/Scan_Pic0001.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="276" src="http://4.bp.blogspot.com/-GnQrIpnBeDk/TbXuMETijwI/AAAAAAAAACk/bwHAcYlNL38/s320/Scan_Pic0001.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Harro Remmert und die von ihm trainierte Wurftaube&lt;br /&gt;nach deren Sieg im St. Leger am 29. September 1996 &lt;br /&gt;- ein ganz typisches Bild aus dem Absattelring&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Das hat mich – und ganz sicher nicht nur mich! – immer enorm beeindruckt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Gerade „meine“ Rennbahn in Mülheim entwickelte sich, nachdem eine kleine Durststrecke zu Beginn der 1990er Jahre überstanden war, zu einem besonders erfolgreichen Pflaster für Harro Remmerts Pferde, und so kann ich mich an viele schöne Treffer erinnern, die ich meistens von ganz vorne an den Rails neben dem Richterturm unmittelbar gegenüber des Zielspiegels miterlebte. Allen voran sind da natürlich die drei Siege im Preis der Diana mit Centaine, Que Belle und Puntilla, aber auch Listentreffer mit Theophanu, Massada und Tsarina oder Handicap-Erfolge mit Laval, Lambada oder Mink zu nennen. Besonders das spektakulär erfolgreiche Jahr 1995, in dem Harro Remmert später ja nicht nur den Preis der Diana mit Centaine, sondern auch das Derby mit All My Dreams gewann, ist mir in lebhafter Erinnerung geblieben, begann es doch schon sehr erfolgreich, als der Erlenhofer Ladoni in Mülheim im Orakel der Dreijährigen siegte. Bemerkenswert ist übrigens nebenbei, dass jener Ladoni es auch war, der wenige Wochen später in Krefeld, an dem Tag, als die renovierte Rennbahn dort neu eröffnet wurde, das Dr. Busch-Memorial gewinnen konnte – also genau das Rennen, in dem Harro Remmert neunzehn Jahre zuvor so schwer verunglückt war. Auch hier war ich dabei und habe fleißig geklatscht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Im folgenden Jahr war es dann die Ravensberger Stute Wurftaube, die mein Herz in ganz besonderer Weise eroberte, auch wenn sie nie am Raffelberg an den Start kam und ich sie nur manchmal live laufen sehen konnte. Dennoch habe ich ihre Karriere unter der Obhut von Harro Remmert besonders aufmerksam verfolgt – nicht umsonst gibt es hier ja auch bereits eine separate Geschichte über mein besonderes Lieblingspferd Wurftaube.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-HswuuXnh59I/TbXvOEMy-NI/AAAAAAAAACo/zj1aQ9CHFS0/s1600/Pfadi+Herbst+2008.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://4.bp.blogspot.com/-HswuuXnh59I/TbXvOEMy-NI/AAAAAAAAACo/zj1aQ9CHFS0/s320/Pfadi+Herbst+2008.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Wiesenpfad im Führring der Düsseldorfer Rennbahn&lt;br /&gt;Herbst 2008&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ihr Enkel Wiesenpfad war es passenderweise dann auch, der mich nach einigen Jahren Rennbahnabstinenz, die sich vor allem durch zwei längere Auslandsaufenthalte ergeben hatte, wieder zurück zu diesem Sport lockte und die von kleinauf gewachsene, nur verschüttete Faszination neu aufflammen ließ. Die aktive Trainerlaufbahn von Harro Remmert war da bereits seit einigen Jahren beendet, und manchmal bedauere ich es, dass ich nicht nur in dieser Hinsicht auf der Rennbahn nach der Jahrtausendwende einige Dinge versäumt habe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Einmal war ich aber auch in jener Zeit noch eher zufällig am Raffelberg dabei – am 9.Juni 2002, und damit genau an dem Tag, an dem Harro Remmert (sinnigerweise ausgerechnet im Sven von Mitzlaff-Rennen!) mit der Stute Templerin sein lang ersehnter 1000. Sieg als Trainer gelang. Als Jockey war es ihm nicht möglich gewesen, diese magische vierstellige Zahl zu erreichen, denn seine Reiterlaufbahn endete heute vor genau 35 Jahren durch den schweren Unfall in Krefeld abrupt, nachdem er im Sommer zuvor seinen 500. Sieg hatte feiern können. Seine viel bemerkenswertere Leistung dürfte es aber wohl sein, dass er ganz offensichtlich einen Weg gefunden hat, sich von den Folgen dieses Sturzes nicht dauerhaft aus der Bahn werfen zu lassen, sondern ein erfülltes und – so wirkt es zumindest – zufriedenes Leben mit vielen Glücksmomenten zu führen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-7l1F1zWW2X8/TbXwZDwviDI/AAAAAAAAACs/8ZKik6Owc6o/s1600/Lieblingsfoto.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://3.bp.blogspot.com/-7l1F1zWW2X8/TbXwZDwviDI/AAAAAAAAACs/8ZKik6Owc6o/s320/Lieblingsfoto.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: xx-small;"&gt;Harro Remmert im Mülheimer Führring Anfang Mai 2010 &lt;br /&gt;beim Beobachten des Maidenstarts des vom Gestüt Zoppenbroich gezogenen Lindentree&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Bis heute ist er auf den Rennbahnen im Westen Deutschlands, aber auch in Hamburg und Baden-Baden, häufiger Besucher und sehr aufmerksamer Beobachter, besonders der Pferde eines Trainers namens Waldemar Hickst, der Mitte der 1990er Jahre als einfacher Arbeitsreiter im Kölner Olymp-Stall angefangen hatte und dort bald zu einem wichtigen, auch menschlich sehr geschätzten Mitarbeiter von Harro Remmert geworden war. Dass es ausgerechnet &lt;u&gt;dieser&lt;/u&gt; Waldemar Hickst war, der als Jockey Templerin zum 1000. Sieg für seinen Trainer ritt, dass er mit leichter Zeitverzögerung gewissermaßen Harro Remmerts Nachfolge als einer der führenden deutschen Trainer angetreten hat, dass er es auch war, der den kleinen Hengst Wiesenpfad für eine Besitzergemeinschaft um Harro Remmert vorbereitete und zu vielen Gruppesiegen führte… nun, es gibt im Leben manchmal einfach Geschichten, die einen derart märchenhaften Charakter haben, dass man sie nicht besser erfinden könnte, wenn sie nicht sowieso schon Realität wären.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;In diesem Fall ist es ganz sicher so.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dass Harro Remmerts persönliche Lebensgeschichte einmal eine solche Entwicklung erfahren würde, konnten wohl weder die erschreckten und besorgten Augenzeugen in Krefeld noch die unmittelbar Betroffenen heute vor fünfunddreißig Jahren ahnen, als sich die Befürchtungen nach seinem Sturz mitten hinein in schockierte Ohnmacht langsam bewahrheiteten – geschweige denn hoffen. Dass ihm dies nach dem 25. April 1976 überhaupt gelang, hat ganz sicher auch viel mit einer enormen inneren Kraft zu tun, die er in sich selbst gefunden haben muss. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Allen Menschen, deren Alltagsleben und Zukunftsplanungen durch ein ähnliches folgenschweres Ereignis derart abrupt in Frage gestellt werden, kann man eigentlich nur möglichst viel von jener inneren Kraft, Unterstützung durch liebe Menschen und ähnlich viel Zutrauen in die eigenen verbliebenen Fähigkeiten wünschen. Harro Remmert selbst aber wünsche ich noch möglichst viele Jahre Gesundheit, Lebenskraft und Freude an der aufmerksamen Beobachtung von Rennpferden, die sein gesamtes Leben vor und nach seinem Unfall so geprägt haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-391083807647571077?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/391083807647571077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/von-einer-sekunde-zur-nachsten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/391083807647571077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/391083807647571077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/von-einer-sekunde-zur-nachsten.html' title='Von einer Sekunde zur nächsten...'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-NY3qGGKlcpg/TbXy5Guju7I/AAAAAAAAACw/Ugwb9u84s8s/s72-c/Derbysieg+Athenagoras.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-9056322024843993541</id><published>2011-04-21T23:30:00.003+02:00</published><updated>2011-04-24T21:48:18.269+02:00</updated><title type='text'>Wüstenkönigs Walkover</title><content type='html'>&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war einmal vor fünfzig Jahren&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;„Früher war alles besser…“ – so wird es immer wieder gerne behauptet, auch wenn man sich nur noch vage (oder gar nicht) daran erinnern kann, wie es denn früher wirklich war. Genau deshalb ist diese pauschale Aussage auch so fragwürdig…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://news.bizzlounge.com/blogs/files/2010/07/ja-wo-laufen-sie-denn.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://news.bizzlounge.com/blogs/files/2010/07/ja-wo-laufen-sie-denn.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Auf den deutschen Galopprennsport bezogen lässt sich aber sicher festhalten, dass früher tatsächlich einige Dinge besser waren: Es gab mehr Renntage, mehr Rennbahnen, mehr aktive Reiter und Auszubildende, mehr Pferde im Training, mehr Besucher auf den Bahnen. Ob die Rennen darum immer spannender waren, die Pferde alle leistungsfähiger oder besser vorbereitet – nun, das kann so allgemein wohl kaum entschieden werden, weil die menschliche Erinnerung nun einmal eine starke Neigung hat, das Vergangene nur auf seine besonders positiven Merkmale zu reduzieren und die negativen Bereiche auszublenden. Das Durchschnittliche geht in der Rückschau immer unter – die Helden und großen Momente bleiben in Gedanken auch nach Jahren und manchmal Jahrzehnten noch lebendig… oft sogar überlebensgroß. So ist das eben mit der Nostalgie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Eines aber behalten wir Menschen besonders gut im Gedächtnis – das Kuriose, Außergewöhnliche. Und eben in diese Kategorie fällt auch die heutige Geschichte von Wüstenkönig und Vasgenwälderin, die sich vor fünfzig Jahren, am 22. April 1961, auf der Galopprennbahn in Mülheim an der Ruhr abspielte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.rheinruhronline.de/images/raffelberg12.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://www.rheinruhronline.de/images/raffelberg12.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war ein Samstag, und die Veranstaltung auf dem Raffelberg sollte so beginnen wie damals manch ein Renntag anfing – mit einer Konkurrenz über die Sprünge. Heute, in einer Zeit, in der Hindernisrennen an sich schon rar geworden sind, findet man kaum je ein wirklich kopfstarkes Feld in diesem Metier vor. Immer wieder führt dies zum großen Bedauern der Hindernis-Fans sogar zu Rennabsagen, weil sich einfach nicht genug Pferde rekrutieren lassen. Damals hingegen gehörte mindestens ein Hürden- oder Jagdrennen zu praktisch jedem Renntag dazu, und entsprechend gab es auch mehr Pferde, die für solche Wettbewerbe vorbereitet wurden und dann im Kampf um Sieg- und Platzgelder zur Verfügung standen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Sollte man zumindest meinen…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Mülheimer Rennverein hätte sich damals sicher auch ein besseres Nennungsergebnis gewünscht, aber man entschied sich dennoch, das Ratzeburger Jagdrennen, das mit immerhin 4000 Mark dotiert war, mit nur vier Startern ins Programm zu nehmen. Ziemlich grenzwertig, das gesamte Unterfangen, vor allem mit Blick auf erhoffte Wetterlöse! Man mag sich kaum vorstellen, was in den Verantwortlichen dann vorgegangen sein muss, als am Morgen des Renntags &lt;u&gt;zwei&lt;/u&gt; der vier gemeldeten Starter, nämlich die Pferde Kerbal und Strom, zu Nichtstartern erklärt wurden. Flugs hatte sich das Starterfeld um die Hälfte auf nur noch &lt;u&gt;zwei&lt;/u&gt; verbliebene Kandidaten reduziert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ein Zwei-Pferde-Rennen gleich zu Beginn der Tageskarte? Das an sich mag schon bizarr genug anmuten, wird aber noch verstärkt, wenn man weiter im Rennkalender für das Jahr 1961 liest. Solche Mini-Starterfelder waren nämlich im jenem Frühjahr keinesfalls selten. Schon im zweiten Rennen in Mülheim waren wiederum nur zwei Starter für die Dreijährigen-Flachkonkurrenz über 1600m übrig geblieben, denn nach der Abmeldung von Arosio kamen nur noch der spätere Sieger Wiener Marsch und der Zweitplatzierte Minnesänger an den Ablauf. Ein sehr musikalischer Einlauf also! Und weil es scheinbar zum Motto des Renntags geworden war, wiederholte sich dieses Phänomen gleich im fünften Rennen, denn den Preis von Plön bestritten nur Nettuno und Abu-Markub, nachdem Thisbe abgemeldet worden war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Man hatte hier also ernsthaft ein Vier- und zwei Drei-Pferde-Rennen angesetzt anstatt sie (wie heute sicher üblich) abzusagen. Doch nicht alleine der Mülheimer Rennverein offerierte im Frühjahr 1961 derartig kuriose Mini-Starterfelder. Gleich am folgenden Tag, dem 23. April 1961, ging es in gleicher Manier in Horst-Emscher weiter, wo die Tageskarte wieder mit zwei Zwei-Pferde-Konkurrenzen eröffnete. Immerhin verloren die Zuschauer so nicht den Überblick…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Der Hintergrund für diese seltsamen Planungen war jedoch ein recht ernster, denn im Frühjahr 1961 litten viele westdeutsche Trainingsquartiere unter heftigen Hustenepidemien, so dass einfach nicht viele Pferde startfertig herausgebracht werden konnten und unter jenen, die eigentlich gemeldet waren, immer wieder neue Krankheitsfälle auftraten und die Vierbeiner zu Nichtstartern machten. Darum stellten die Tierärzte fleißig Atteste aus, deren Grund, nämlich Erkrankung an Husten, in den Rennberichten penibel vermerkt wurde. Und nicht bloß „kleine“ Rennen wie das Ratzeburger Jagdrennen oder der Preis von Plön (toller Renntitel, so ganz nebenbei!) waren betroffen. Der Husten machte auch vor prominenten Vierbeinern wie etwa Alarich, dem Derbysieger des Vorjahres, nicht Halt. Der hatte nämlich an jenem Wochenende sein Jahresdebüt geben sollen, doch daraus wurde vorerst nichts – Husten. Erst später im Jahr konnte er sich mit seinem Sieg im Gerling-Preis schadlos halten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Immerhin konnte Alarichs geplantes Rennen auch ohne ihn noch in vernünftigem Rahmen stattfinden, denn es waren fünf Starter verblieben, von denen Engpass aus dem Gestüt Mydlinghoven das beste Ende für sich hatte. In einem wortwörtlichen Engpass steckte aber der Mülheimer Rennverein am 22. April 1961 im Hinblick auf das Ratzeburger Jagdrennen, denn während ein Zwei-Pferde-Rennen zwar bezogen auf das mögliche Wettergebnis ein Schlag ins Wasser sein dürfte, kann es sich ja durchaus aus taktischer Sicht zu einem spannenden Wettbewerb für die Rennsportfreunde entwickeln, falls… ja, falls die beiden Antretenden tatsächlich mehr oder weniger ebenbürtige Konkurrenten sind, die beide gewinnen &lt;u&gt;wollen&lt;/u&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Genau dies war aber im Ratzeburger Jagdrennen nicht mehr der Fall, denn die beiden &lt;u&gt;nicht&lt;/u&gt; hustenden Vierbeiner, die hier noch an den Start gelangten – Wüstenkönig und Vasgenwälderin –, waren ausdrücklich &lt;u&gt;keine&lt;/u&gt; Konkurrenten. Beide gehörten nämlich dem Gestüt Lindenhof und wurden von Dr. C.W. Löwe, dem Vater des heute sehr erfolgreichen Kölner Trainers Andreas Löwe, vorbereitet. Den muss es sehr gefreut haben, als er erfuhr, dass es keine Konkurrenz für seine beiden Pferde geben würde – zumindest legt ein Foto aus dem Album des Rennsports diese Vermutung nahe, denn schon im Führring konnte er sich ein strahlendes Lachen nicht verkneifen. Lag die Gesundheit seiner Pferde vielleicht sogar daran, dass er auch Tierarzt war? An und für sich hätte er ja auch einfach die Pferde wieder verladen und frohgemut nach Hause fahren können, doch die Regularien sahen für den überaus kuriosen Fall, dass in einem Hindernisrennen nur noch Pferde eines Besitzers an den Start gelangten, vor, dass diese in einem heute kaum mehr denkbaren, so genannten Walkover über die Bahn gehen mussten – pro forma, natürlich, aber Bestimmung sind (zumal in Deutschland!) natürlich dazu da, um eingehalten zu werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Rasch wurde also wohl im Führring entschieden, dass Wüstenkönig vor Vasgenwälderin ins Ziel kommen würde. Das Wetten auf den damit vorher erklärten Sieger und die Zweitplatzierte konnten sich die an diesem leicht regnerischen Frühjahrsrenntag auf dem Mülheimer Raffelberg Anwesenden logischerweise sparen. Dafür gab es dem optischen Eindruck nach Unterhaltung gratis, denn eine Fotoserie – und ohne diese kuriose Hintergrundgeschichte hätte es das ansonsten alles andere als spektakuläre Ratzeburger Jagdrennen wohl kaum mit einer ganzen Bilderseite ins Album des Rennsports geschafft – belegt, dass alle Beteiligten eine Menge Spaß hatten. Auch die Pferde wurden nicht überanstrengt, denn nach Rennordnung durften Wüstenkönig und Vasgenwälderin nach dem Start auf „beliebigem“ Weg ins Ziel geritten werden. Diese Vorschrift wurde beim Wort genommen, und so gingen die Lindenhofer Pferde in einem gemütlichen Spazierritt hintereinander über die Bahn. Lediglich im Einlauf stellten sich die Jockeys Tress und Pohlkötter ein wenig in den Bügeln auf und canterten ins Ziel – aber gaaaaanz langsam. Am anstrengendsten war es den Bildern nach für die Reiter wohl, auf dem Rückweg zur Waage nicht vor hemmungslosem Kichern aus dem Sattel zu fallen. Dass die Auswahl des Trainers, welches seiner Pferde auf welchem Rang ins Ziel kommen würde, wohl richtig gewesen war, belegen die späteren Rennleistungen, denn immerhin zeichnete sich Wüstenkönig 1961 noch zwei weitere Male als Sieger in Hindernisrennen aus, während Vasgenwälderin eher eine Dauerplatzierte war. Ganz sicher mussten sie sich aber in ihren nachfolgenden Rennen mehr anstrengen als am 22. April 1961.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;So wurde aus einem an und für sich wenig bedeutenden Jagdrennen eine denkwürdige Veranstaltung – „etwas Einmaliges“, wie das Album des Rennsports urteilte. Für meinen damals noch recht jungen Patenonkel, den ich übrigens amüsanterweise auf einem der schwarz-weißen Fotos als Zuschauer erkennen kann, war die Geschichte von Wüstenkönig und Vasgenwälderin eine seiner bevorzugten Anekdoten, wann immer in späteren Jahren in Mülheim ein Jagdrennen zur Entscheidung anstand. Ich weiß gar nicht, wie oft ich sie später von ihm zu hören bekam. Und so sind mir schon seit vielen Jahren die Namen zweier Pferde vertraut, die vor genau fünfzig Jahren einfach Glück hatten, weil sie dem gleichen Besitzer gehörten und NICHT an Husten erkrankt waren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;War also früher auf den Rennbahnen alles besser?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nein, wohl kaum – aber die eine oder andere inzwischen längst der Vergangenheit angehörende Vorschrift sorgte gelegentlich unbeabsichtigt für bizarr-unterhaltsame „Rennen“ wie jenen aus der Not geborenen Walkover von Wüstenkönig und Vasgenwälderin&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-9056322024843993541?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/9056322024843993541/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/wustenkonigs-walkover.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/9056322024843993541'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/9056322024843993541'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/wustenkonigs-walkover.html' title='Wüstenkönigs Walkover'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-8309167107436691802</id><published>2011-04-08T15:59:00.000+02:00</published><updated>2011-04-08T15:59:18.531+02:00</updated><title type='text'>Mehr als ein Vulkan...</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Genau vor einem Jahr habe ich den folgenden Text verfasst, der an einen der ganz großen (nach Meinung vieler Fans DEN größten!) vierbeinigen Helden der jüngeren Galoppsportgeschichte erinnert. Somit ist es heute genau 26 Jahre her, seit sich in einem Rennen für Dreijährige auf der Kölner Rennbahn ein ganz besonderes Rennpferd dem Publikum vorstellte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.naturalezabierta.com/uploads/acatenango1.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://www.naturalezabierta.com/uploads/acatenango1.JPG" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;b&gt;Es war einmal vor 25 Jahren&lt;/b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Heute vor 25 Jahren, am 8. April 1985, war Ostermontag. Auch wenn es sich sage und schreibe bereits um den fünften Renntag dieser noch jungen Saison im Weidenpescher Park handelte, war es doch die erste Veranstaltung, die mit dem Kölner Frühjahrsausgleich als Listenrennen sowie dem Jean Harzheim-Rennen für die hoffnungsvollen Dreijährigen wieder ein anspruchsvolleres sportliches Programm bot. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Und tatsächlich mag so manch ein Rennbahnbesucher, der damals dort gewesen ist, sich im Nachhinein der Tatsache bewusst geworden sein, dass er Zeuge eines ganz besonderen Renntags geworden war. Im fünften Rennen der Tageskarte, dem schon erwähnten Jean Harzheim-Rennen, hatte nämlich ein Hengst sein Jahresdebüt gegeben, der sogleich gewann, auch wenn ihm vor dem Start des Rennens keine großartigen Chancen eingeräumt worden waren. Eine Siegquote von 92:10 und die Tatsache, dass sich der Stalljockey für ein anderes Pferd, das in den gleichen Rennfarben als haushoher 15:10-Favorit in die Startboxen einrückte, entschieden hatte, belegt, dass vielen Augenzeugen wohl erst in der Nachschau die Besonderheit jenes Moments deutlich geworden ist, als ein dreijähriger Fuchshengst mit Lutz Mäder im Sattel sicher mit zwei Längen Vorsprung vor den übrigen Startern die Ziellinie passierte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ob sie damals schon geahnt haben, was noch folgen würde? Wohl kaum...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Überhaupt ist das mit rückschauenden Erinnerungen ja so eine Sache. Nicht selten verändert sich der Blickwinkel auf bestimmte Ereignisse und Dokumente auf eine ganze amüsante Weise, weil man später eben mehr weiß als die Zeitgenossen, die – so liegt es in der Natur der Sache – stets nur den eigentlichen Moment miterleben und auf die Zukunft nur hoffen können. So war es auch bei jenem Fuchshengst, der bald schon Schlagzeilen über Schlagzeilen produzieren und zu einem der meistgeliebtesten Rennpferde auf deutschen Bahnen aufsteigen sollte. Am 8. April 1985 war zunächst einmal ein Anfang gemacht worden. In welche Höhe die Reise noch führen würde, hat wohl damals noch niemand gewusst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aus eben diesem Grund erscheint in der Nachschau auch die Tatsache, dass er – der große Acatenango, denn von ihm ist natürlich die Rede – sich bereits als Zweijähriger auf ein Foto im Album des Rennsports 1984 „verirrt“ hatte, so faszinierend.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-QNj_AzvsOs0/TZ8PXpRmFSI/AAAAAAAAACY/64Pe1LdZN9Q/s1600/Acatenangoink%25C3%25B6ln.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="276" src="http://1.bp.blogspot.com/-QNj_AzvsOs0/TZ8PXpRmFSI/AAAAAAAAACY/64Pe1LdZN9Q/s400/Acatenangoink%25C3%25B6ln.jpg" width="400" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Kaum ein Mensch schenkt ihm auf diesem Bild, das an einem sonnigen Spätherbsttag in Weidenpesch geknipst wurde, überhaupt Aufmerksamkeit. Ruhig und entspannt läuft der zweijährige Acatenango am Führzügel nach dem Rennen seines Weges, und eigentlich ist er überhaupt nur deshalb auf dem Bild, weil sein Jockey Horst Horwart, der nicht eben begeistert aussieht, die gleichen Rennfarben trägt wie der Reiter des nachfolgenden Pferdes. Im Gegensatz zu Acatenangos Reiter hat Georg Bocskai sichtlichen Grund zur Freude, denn er sitzt ja schließlich auf dem frisch gekürten Winterfavoriten des Jahres 1984, auf Lirung, dem ganz großen Star unter den Zweijährigen jener Saison. Vor wenigen Minuten erst hat Lirung eine beeindruckende Demonstration seines Könnens gegeben, hat die Gegnerschaft in Grund und Boden gestiefelt, und wird nun gemeinsam mit seinem Jockey vom Publikum bewundert, beklatscht und auf dem Rückweg zur Waage gefeiert. Kein Wunder, dass Georg Bocskai unter dem letzten goldenen Herbstlaub an den Ästen über beide Backen strahlt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Acatenango hingegen... nun ja, die Miene von Horst Howart spricht Bände. Das war nichts. So gar nicht...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Überhaupt war Acatenangos Zweijährigensaison trotz des erfolgreichen Ablegens der Maidenschaft im zweiten Versuch noch nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Immerhin war er ein Sohn von Derby-Sieger Surumu. Seine Mutter Aggravate hatte zwar in der Zucht noch keine Bäume ausgerissen, aber dennoch mag der zehnte Platz im ersten Versuch eine ebenso herbe Enttäuschung gewesen sein wie die Tatsache, dass Acatenango nach zwei ordentlichen dritten Plätzen im Preis der Winterfavoriten nur weit abgeschlagener Fünfter wurde. Dass er bei seinem einzigen Sieg in jener Saison - ausgerechnet im Preis des Gestüts Fährhof&amp;nbsp;- an Burattino und Smaragd&amp;nbsp;immerhin zwei alles andere als schlechte Pferde besiegt hatte, konnte man damals ja noch nicht wissen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aber selbst wenn der &lt;u&gt;zwei&lt;/u&gt;jährige Acatenango sich noch nicht mit großem Rennbahn-Ruhm bekleckert hatte, hatte man ja in den schwarz-gelben Farben in jener Saison einen ganz großen Star am Start, in dessen Schatten auch der dreijährige Acatenango noch lange stehen sollte - eben jenen Lirung, den Winterfavoriten, dem alle Hoffnungen für die Saison 1985 galten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Über Winter muss der nach einem südamerikanischen Vulkan benannte Acatenango allerdings heimlich, still und leise eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht haben. Dies geschah offenbar so heimlich, still und leise, dass sie zunächst auch an seinem Betreuer Heinz Jentzsch und Stalljockey Georg Bocskai vorbeigegangen sein muss, denn der saß am 8. April 1985 auf Aguarico, noch einem wahrlich nicht schlechten Rennpferd dieser großen Ära für das Gestüt Fährhof, und verlor. Nur einmal, als es keinen anderen Stallgefährten im gleichen Rennen zu reiten gab, hat Georg Bocskai in jenem Jahr überhaupt Acatenango geritten, nämlich bei seinem zweiten Saisonsieg Anfang Mai im Eugen Fürst zu Oettingen-Wallerstein-Rennen in München. Ansonsten lag er partout immer falsch, denn gleich ob er nun Lirung, Abary oder Aguarico gegenüber Acatenango den Vorzug gab, so galt eine goldene Regel: Acatenango gewann, Georg Bocskai saß auf dem falschen Pferd.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war eine wahrhaft spektakuläre Dreijährigensaison, die Acatenango 1985 auf die deutschen Rennbahnen zauberte, und mit der er das Herz vieler Rennbahngänger im Sturm für sich eroberte. Er gewann, und gewann, und gewann, und gewann... Es schien kein Halten für den stattlichen Fuchshengst zu geben. Langsam, dann immer schneller sprach sich das natürlich herum, auch wenn der große Schattenspender Lirung parallel ebenfalls großartige Leistungen bot. Und irgendwann erreichte der Name Acatenango auch meine knapp elfjährigen Ohren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Nun verirrte sich ein Pferd vom Kaliber eines Acatenango, der durch seine Siegesserie dabei war, zu einem der hoffnungsvollsten Dreijährigen der Saison 1985 aufzusteigen, normalerweise nicht mehr auf die Mülheimer Rennbahn. Er war ja ein Hengst, keine Stute, und somit kein Kandidat für den Preis der Diana. Dennoch bekam ich mit all meinem damals noch arg beschränkten Rennbahnhorizont große Lust, diesen angeblich so tollen Acatenango einmal selbst zu sehen. Und tatsächlich hätte ich es Mitte Juni 1985 beinahe geschafft. Mein Onkel wollte zum Union-Rennen und hätte mich mitgenommen, aber noch ehe ich mich freuen konnte, machte mir Tante Ediths (andere Seite der Familie ohne jedes Verständnis für die Faszination, die Rennpferde ausüben können) fünfzigster Geburtstag einen Strich durch die Rechnung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Acatenango gewann also, und ich war auf Tante Ediths Geburtstag. Auch ein schicker vorpubertärer Trotzanfall meinerseits hatte meine Eltern nicht umstimmen können. Nicht einmal die Fernsehübertragung durfte ich sehen, denn just an jenem Tag lief meiner Erinnerung nach Tennis, also sahen wir nicht fliegenden Hufen zu, sondern verfolgten das gleichförmige Plop-Plop von Tennisbällen. Hätte meine Antipathie gegenüber Boris Becker noch größer werden können? Wohl kaum.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich musste also bis zum folgenden Tag warten, als ich meinen Onkel beim Mülheimer Renntag auf dem Raffelberg wie immer am Führring traf und er mir von Acatenangos überlegenem Sieg im Union-Rennen berichtete. Er war regelrecht enthusiastisch, und das wollte etwas heißen, denn eigentlich konnte mein Onkel aus Prinzip mit den Pferden des Asterblüte-Stalls wenig anfangen, und obendrein hatte Acatenango ja gerade erst seinen neu entdeckten Liebling Kamiros aus dem Olymp-Stall von Sven von Mitzlaff besiegt. Dass er dennoch am gleichen Tag eine höhere Wette auf Acatenango im Derby anlegte, war ein deutliches Zeichen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Es war auch eine Investition, die sich wenig später gelohnt hatte, denn am 7. Juli 1985 holte sich Acatenango überaus souverän den Derbysieg, obwohl er wieder nur in der zweiten Farbe seines Stalls und zu einer recht lukrativen Quote von 40:10 an den Start ging. Der Grund für die relativ hohen Odds mag wohl auch damit zu tun haben, dass Georg Bocskai sich erneut nicht für Acatenango, sondern eben für den folgerichtigen Favoriten Lirung entschieden hatte. Der jedoch hatte schon eingangs der Zielgeraden, nachdem er zunächst voller Energie dem Feld vorweg gestiefelt war, Acatenangos Stehvermögen und unwiderstehlichem Antritt nichts entgegenzusetzen, so dass er in einem reinen Jentzsch-Einlauf am Ende gar noch von der dritten Stallfarbe Pontiac aus dem Gestüt Bona abgefangen wurde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Dieses Rennen habe ich am Fernsehen miterlebt, und noch heute finde ich es beeindruckend, die alten Aufnahmen wieder zu sehen und das erstaunte Schreien des Publikums zu hören, als Acatenango Lirung plötzlich stehen ließ. Im Sattel des Hengstes saß mit Andrzej Tylicki übrigens ein damals noch kaum bekannter junger polnischer Jockey, den ich immer sehr gerne reiten sah.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wer diese beeindruckenden Rennbahn-Momente noch einmal miterleben möchte, kann dies hier tun. Die Bildqualität mag nach so vielen Jahren nicht mehr optimal sein, aber Manfred Chapmans leidenschaftlicher Kommentar macht das locker wieder wett: &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/user/KincsemXY#p/u/39/4vOeP377aAE"&gt;Videolink zu Acatenangos Derbysieg&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wie ging es weiter mit Acatenango?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Er gewann... und gewann... und gewann... Egal ob es sich nun um den Aral-Pokal 1985 oder im folgenden Jahr den Gerling-Preis, den Preis der Badischen Wirtschaft, den Großen Preis von Berlin, noch einmal den Aral-Pokal und den Großen Preis von Baden handelte - gegen Acatenango kam niemand an. Imponierend war nebenbei auch, wie überlegen und souverän er seine Rennen in der Regel gewann, und dies nicht nur im Inland, sondern wie er in Frankreich mit dem Gewinn des Grand Prix de Saint Cloud demonstrierte, auch gegen starke ausländische Konkurrenz. Erst im Arc de Triomphe des Jahres 1986... ja, in jenem Arc de Triomphe, über den schon so viel geschrieben wurde, da war Schluss mit der wohl spektakulärsten Siegesserie, die ein deutsches Rennpferd seit langer Zeit auf den grünen Rasen gezaubert hatte.&amp;nbsp; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Aber auch 1987, als nunmehr Fünfjähriger, zeigte Acatenango, dass er nichts verlernt hatte und nach wie vor ein fantastischer Galopper war. Mochte der Nimbus des Unbesiegbaren auch leicht angekratzt sein, Hansa-Preis und Großen Preis von Baden gewann er erneut, und auch im Coronation Cup zeigte er als Dritter seine bewunderten Qualitäten als absolutes Spitzenpferd war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Wie ich es geschafft habe, Acatenango in all dieser Zeit auch nach dem Derby nicht einmal live zu sehen, weiß ich wirklich nicht. Gelegenheit dazu hätte es zum Beispiel in Düsseldorf oder in Gelsenkirchen ja durchaus gegeben, aber irgendwie wollte es einfach nicht klappen. Erst im Herbst 1987 wurde das Live-Erlebnis dann endlich Wirklichkeit, denn mein Onkel versprach, dass er mich mit zum Preis von Europa nehmen wollte, und dort stand auch Acatenango auf der Starterliste. Die Freude war entsprechend groß, und die Erwartungen waren es ebenfalls. Wenn man schon einmal ein Pferd "vom anderen Stern" zu sehen bekommt, dann soll es natürlich auch gewinnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Doch am Ende ging dieses Rennen, in dem ich tatsächlich Acatenango feste die Daumen gedrückt habe, ganz anders aus - und es war ein eigenartig trauriges Ende für den Fuchshengst. Mich (und meinen Onkel) hatte hingegen die Begeisterung hinfort getragen, weil an jenem Tag ein Rennbahnmärchen der ganz anderen Art miterlebt werden konnte: Kamiros (jener Kamiros, den Acatenango schon als Dreijähriger im Union-Rennen besiegt hatte) stieg wie Phönix aus der Asche und gewann, hauchdünn und mit viel Vergrößerung des Zielfotos, aber er gewann gegen den vermeintlich übermächtigen französischen Gast mit dem bezeichnenden Namen Le Glorieux. Und er gewann auch gegen Acatenango, der nur als Achter ins Ziel kam. Vor lauter Mitfiebern und Freude über Kamiros' Sieg (denn er war ja ein Pferd aus "unserem" Stall) hatten wir den großen Acatenango, dessen Besitzer eine Negativ-Dopingprobe beantragte, völlig vergessen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ich erinnere mich jedoch gut an einen besonderen Moment am Absattelring, als wir noch den Sieger bewunderten. Heute würde die Hälfte des anwesenden Publikums schnell die Digital-Kamera zücken, um die Erinnerung festzuhalten - damals musste man das noch vornehmlich mit den Augen tun. Und genau damit war ich beschäftigt, als plötzlich ein Mann schräg hinter mir zu seinem auf seinen Schultern sitzenden Sohn sagte: "Guck mal da, da geht er. Guck ihn dir gut an. Das ist Acatenango. Wer weiß, ob wir den noch mal wiedersehen. Aber was war das für ein Rennpferd! Guck ihn dir noch mal an!"&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Ob der Junge der Aufforderung seines Vaters Folge geleistet hat, weiß ich nicht. Ich habe es aber getan, und für einen Moment hat mich dieser stille Abgang eines vierbeinigen Helden eigenartig traurig gemacht. Dass es - zumindest auf die Rennbahn bezogen - ein Abschied für immer sein würde, habe ich damals nicht gewusst. Unmittelbar anschließend gab es eine Siegerehrung zu bewundern, und danach war Acatenango verschwunden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Auch wenn seine aktive Zeit als Rennpferd 1987 mit einer herben Enttäuschung endete, hat Acatenango in den folgenden Jahren bis zu seinem Tod in der Zucht große Dinge geleistet. Nur einige seiner erfolgreichen Nachkommen können und sollen hier genannt werden: Colon, Protektor, Portella, Concepcion, Elacata, Lando, Paolini, Epalo, Intendant, Donaldson, Prince Flori, Askar Tau, Blue Canari, Quijano, Sassoaloro, Borgia, Wurftaube, Mystic Lips, Hamond, Flamingo Road, Aeskulap, Puntilla, Sabiango, Toughness Danon, Querari, El Tango, Flamingo Fantasy, Nicaron...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Viele dieser Acatenango-Nachkommen aus der ersten oder zweiten Generation sind uns noch sehr vertraut, weil sie aktuell in der Zucht wirken oder sogar selbst noch auf der Rennbahn aktiv sind. So ist es wohl kaum vermessen, wenn man spekuliert, dass über Acatenangos endgültigen Einfluss auf die deutsche und internationale Vollblutzucht wohl kaum schon das letzte Wort gesprochen werden kann.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Noch einen kleinen Jahrestag, wenn auch sicher nicht der fröhlichen Art, gilt es in diesem Zusammenhang zu erwähnen, denn es ist heute auch kaum mehr als fünf Jahre her, seit der inzwischen in den Ruhestand beförderte Acatenango am 2. April 2005 nach einem Koppelunfall, den er auf seinem Fährhofer Heimatgestüt erlitten hatte, aufgegeben werden musste. Der Hengst hatte schwere Kopfverletzungen erlitten und wurde vom Tierarzt erlöst. So endete das Leben eines in jeder Hinsicht beeindruckenden Pferdes, das selbstverständlich seinen eigenen Fanclub bei Facebook hat und wohl mit vollem Recht auf englischsprachigen Websites gerne als „German racing legend“ tituliert wird.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Die oben schon genannte Youtube-Seite versammelt außer Acatenangos legendärem Derbysieg auch noch eine Reihe anderer Filme aus der Karriere des Hengstes und der Zeit seiner Weggefährten, wobei der geneigte Betrachter unter &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=ek5UMy1xm0U&amp;amp;playnext_from=TL&amp;amp;videos=ewuEum1QdT0"&gt;Acatenango ganz entspannt&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;einen besonderen Rückblick in die Vergangenheit halten kann, denn dort wird der vierjährige, damals offenbar unschlagbare Acatenango vorgestellt, wie er ganz entspannt an der Hand eines Lads grast und sich von seinem merklich begeisterten Trainer für die Kamera charakterisieren lässt.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="postbody1"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;Eine wirklich schöne Erinnerung an einen der ganz großen Rennbahnhelden!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3725421191632108268-8309167107436691802?l=jawoliefensiedenn.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/feeds/8309167107436691802/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/mehr-als-ein-vulkan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8309167107436691802'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3725421191632108268/posts/default/8309167107436691802'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jawoliefensiedenn.blogspot.com/2011/04/mehr-als-ein-vulkan.html' title='Mehr als ein Vulkan...'/><author><name>frewen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16958501703912791367</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-QNj_AzvsOs0/TZ8PXpRmFSI/AAAAAAAAACY/64Pe1LdZN9Q/s72-c/Acatenangoink%25C3%25B6ln.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3725421191632108268.post-8643950956664366364</id><published>2011-04-05T08:45:00.001+02:00</published><updated>2011-04-05T08:45:41.398+02:00</updated><title type='text'>Hosianna machte den Anfang</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Zur Abwechslung gibt es heute einen erst vor wenigen Tagen geschriebenen Beitrag, der sich mit den Themen "Neubeginn und Weiterführen alter Traditionen" beschäftigt - im Hinblick auf den gerade (endlich!) überall wild ausbrechenden Frühling vielleicht ganz passend. Was ich unter anderem am Galopprennsport so mag, sind das Weiterverfolgen von Traditionslinien und die Herausbildung von "Familien" - einerseits natürlich in der Vollblutzucht, andererseits aber auch immer wieder bei den Menschen, die sich mit diesen wunderbaren Pferden beschäftigen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Die folgende Geschichte ist da nur ein Beispiel unter vielen anderen...&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="color: purple; font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.behrens-gartenpflanzen.de/behrens-blatt/uploaded_images/krokus-701418.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="312" src="http://www.behrens-gartenpflanzen.de/behrens-blatt/uploaded_images/krokus-701418.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es war einmal vor 25 Jahren…&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;„Aufgalopp“ – so titelte die Website des Trainingsquartiers von Andreas Wöhler am 1. April, und tatsächlich ging es für den Gütersloher am vergangenen Sonntag in Köln los mit der neuen Saison auf Gras, nachdem 2011 bislang nur wenige Starter aus seiner Obhut auf Sand gelaufen waren. Am ersten Aprilsonntag aber wollte man selbstverständlich bei sechs Chancen gleich richtig durchstarten – ein Vorhaben, das zunächst nicht richtig gelang, denn ein Sieg glückte trotz aller Bemühungen weder bei den hoffnungsvollen Dreijährigen, noch im ersten Grupperennen 2011 mit Russian Tango.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Immer konnte es die Pferde anderer Trainer ein wenig besser, aber für Andreas Wöhler ist dies kein Grund, um ihn Panik auszubrechen. "Gut Ding braucht Weil" titelt seine Website nun - und damit hat er zweifellos Recht. Das wird schon noch...&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Als Trainer Andreas Wöhler vor 25 Jahren um diese Zeit in die damals brandneue Saison 1986 aufbrach, geschah dies unter drastisch anderen, sehr traurigen Vorzeichen:&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Es ist ein Schicksalsschlag, den sich wohl keine Familie wünscht. Und doch wird diese Situation immer wieder von einem Moment zum nächsten harte Wirklichkeit: Plötzlich, verursacht durch ein Versagen der Gesundheit, fällt ein Elternteil aus, an dessen selbstständiger Arbeit die ganze Familie hing. Da werden Lebensentwürfe und Träume schlagartig hinfällig, und so manch ein Kind muss einspringen, wo Vater oder Mutter nicht mehr können. Gleichgültig um wie viele Nummern die Schuhe zu groß scheinen, in die der Nachwuchs auf einmal notgedrungen schlüpfen muss – irgendwie muss es eben weitergehen.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;In der geschilderten Lage befand sich vor 25 Jahren auch eine dem Galoppsport eng verbundene Familie aus Bremen, deren Name – Wöhler – damals wie heute allen Rennbahnbesuchern selbstverständlich ein Begriff ist. Andreas Wöhler, der inzwischen schon seit mehreren Jahren nicht mehr in Bremen, sondern als einer der führenden deutschen Trainer auf dem Gestüt Ravensberg bei Gütersloh ansässig ist, war dieser Sohn, der von einem Tag zum nächsten die Arbeit übernahm, die sein Vater, der Trainer Adolf Wöhler, nach einer schweren Herzerkrankung nicht mehr ausführen konnte.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;So geplant war dies wohl kaum, zumindest nicht zu dem Zeitpunkt, als das Herz Adolf Wöhlers im Herbst 1985 das erste Mal versagte. Liest man die vor wenigen Tagen auf der hervorragend gestalteten Website des Trainers veröffentlichten Erinnerungen an die Geschehnisse der Jahre 1985 und 1986 (&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;a href="http://www.rennstall-woehler.de/artikel/6/unvergessen" style="color: #0777b7;" target="_blank"&gt;http://www.rennstall-woehler.de/artikel/6/unvergessen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;), wird mit Händen greifbar, wie schwierig dieses Einspringen für den erkrankten Vater war, denn der hatte jahrelang überaus erfolgreich von der Bremer Vahr aus mit seinen Schützlingen agiert und dabei gerade auch im Hindernisbereich viele Starter und Sieger gesattelt. Mehrfach war er Trainerchampion in diesem Metier, doch seine beiden größten Erfolge waren zweifellos die zwei Derbysiege 1975 mit Königssee und 1977 mit Surumu.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Auch 1985 florierte der Bremer Stall von Adolf Wöhler auf beiden Sektoren: Zu 39 Siegen auf der Flachen waren bis Mitte November 17 Treffer über die Hindernisse gekommen. Zwar war diese Saison nicht ganz so erfolgreich verlaufen wie die beiden beeindruckenden Vorjahre, aber dennoch gab es eigentlich keinen Grund zur Unzufriedenheit. Schaut man in die Einzelstatistik für 1985, so begegnen einem dort immer wieder Namen bei den für Adolf Wöhler tätigen Reitern, die heute in ganz anderen Kontexten Bedeutung haben. Neben seinem Sohn und Nachfolger Andreas, der damals noch als Amateur vor allem in Jagdrennen im Sattel war und es 1985 immerhin auf zwölf Siege brachte, sowie Stephen Eccles finden sich hier auch solche Rennreiter wie Andreas Schütz, Stefan Wegner und nicht zuletzt ein gewisser (damals noch blutjunger) Peter Schiergen.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Noch am 16. November 1985 war Adolf Wöhler mit dem Pferd Wunsch auf der Gelsenkirchener Galopprennbahn ein letzter Sieg in einem Jagdrennen gelungen. Auch am darauffolgenden Sonntag stellte er mit Spring Boy und Sweet Memory noch einmal zwei Starter in Neuss, doch schon eine Woche später stand nicht mehr sein Name, sondern der seines Sohnes Andreas als Trainerangabe hinter den Pferden Lourenco und Shelta, die für den Wöhler-Stall in Köln an den Start kamen. Eine Trainerlizenz hatte der Filius zu jenem Zeitpunkt noch nicht, aber irgendwer musste ja die Stallgeschäfte weiterführen. Und auch wenn Andreas und Adolf Wöhler offenbar den Traum gehabt hatten, eines Tages einmal gemeinsam Rennpferde auf einer privaten Anlage vorzubereiten, hatte wohl niemand damit rechnen können, dass der Ende 1933 geborene Vater im Alter von nur 51 Jahren so schwer erkranken und im darauffolgenden Jahr am 14. März 1986 versterben sollte.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;a href="http://www.rennstall-woehler.de/sites/default/files/images/vk-vk-adolf_woehler.img_assist_custom-320x212.jpg"&gt;Adolf und Andreas Wöhler - ein sehr aussagekräftiges Foto von der Website des Ravensberger Trainers&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;a href="http://www.rennstall-woehler.de/sites/default/files/images/vk-vk-adolf_woehler.img_assist_custom-320x212.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Parallel zu den intensiven Anforderungen eines Rennstalles absolvierte Andreas Wöhler nun früher als erwartet Lehrgänge und Prüfungen zum Erwerb einer eigenen Trainerlizenz. Dass es auch in der Notlage irgendwie weiterging, zeigen die beiden Siege, die dem Wöhler-Stall bis Ende 1985 noch gelangen. Beide Treffer mit dem Halbblüter Sämann und dem sehr erfolgreichen Wallach Park Rainbow, die jeweils von Stefan Wegner geritten wurden, erfolgten noch im Dezember 1985 über die Sprünge. Auf der Flachen ließ der erste Sieg aber zunächst, da sich das Jahr dem Ende zuneigte, noch auf sich warten.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Erst neun Tage nach dem Tod seines Vaters, der sich eigentlich nach einer Operation schon wieder auf dem Weg der Besserung zu befinden schien, durfte Andreas Wöhler auch seinen ersten Sieger in einem Flachrennen vom Geläuf abholen. Es war der 23. März 1986, Ort des Geschehens war die Rennbahn in Hannover-Langenhagen, und im angemessen frühlingshaft betitelten Krokus-Rennen ging ein Pferd namens Hosianna an den Start, das später in der Zucht an Horeion Directa, Harar und Horatius in der ersten und zweiten Generation einige recht gute Nachkommen brachte.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Für die blutjunge, aus der Not geborene Trainerkarriere von Andreas Wöhler war Hosianna, die gleich beim ersten Start unter seiner Ägide und beim ersten Start des Trainers überhaupt in jener Saison für den ersten Treffer sorgte, ein wichtiges Pferd, denn auch wenn sie sich vornehmlich in Ausgleichen IV und III tummelte, avancierte sie doch 1986 zur fünffachen Siegerin. Damit steuerte sie beinahe zehn Prozent der Siege bei, die das Jahr 1986 für Andreas Wöhler mit 52 Trainererfolgen zu einem wahren Traumstart im neuen Metier werden ließen.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Zu Krokussen passen Veilchen, und beide sieht man derzeit, da der Frühling mit Macht ausgebrochen ist, allerorten. Und so war es nur passend, dass drei Rennen auf der Tageskarte später an jenem 23. März 1986 in Hannover auch der zweite Wöhler-Starter, ein Fährhofer namens Pardo, den Zielpfosten als Erster passierte. Auch für ihn blieb es mit drei Siegen in jener Saison nicht der einzige Treffer.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Für meinen Patenonkel und mich lagen die Rennbahnen in Bremen und Hannover damals ziemlich weit „ab vom Schuss“, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt, und daher war mir als Kind Adolf Wöhler nie besonders aufgefallen. Zwar trainierte er wie heute sein Sohn Andreas immer auch ein paar Fährhofer Pferde, aber die hatten meinen Onkel nur interessiert so lange sie bei seinem erklärten Lieblingstrainer Sven von Mitzlaff in Köln standen. Dennoch hat er mich in jenem Jahr einmal ausdrücklich auf den Neutrainer Andreas Wöhler aufmerksam gemacht und mir die – wie ich fand, sehr traurige – Hintergrundgeschichte erzählt, während wir am Mülheimer Führring standen. Dies war übrigens auch der Tag, an dem der junge Jockey Peter Schiergen in mein Bewusstsein gerückt wurde – und zwar genau im gleichen Moment, und sogar die Worte meines Onkels habe ich noch im Ohr, als er mit dem Kinn in Richtung der Trainer-Jockey-Lagebesprechung im Führring nickte und murmelte:&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;„Was sind die zwei noch jung! So richtige Milchbubis! Da kannst du nur hoffen, dass das auch auf Dauer gut geht! Aber alle Achtung, das würd ich nicht machen wollen, so holterdipolter so einen schweren Job übernehmen. Nur manchmal hast du halt keine Wahl.“&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Er hat dies übrigens sehr mitfühlend gesagt, denn hätte er selbst nicht einen älteren Bruder gehabt, wäre es ihm mit dem heimischen Handwerksbetrieb vielleicht ähnlich ergangen, als sein Vater durch einen Unfall arbeitsunfähig wurde.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;Ich aber stand da und habe die beiden jungen Männer angestarrt, die ich zuvor noch nie bewusst wahrgenommen hatte.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;„Und, was meinst du? Kleine Wette trotz Höchstgewicht?“&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 18px;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 1
